Infratest-dimap-Umfrage AfD wäre in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt aktuell zweitstärkste Kraft

2019 wird in Sachsen und Thüringen ein neuer Landtag gewählt. In beiden Ländern könnte eine Regierungsbildung laut einer Umfrage schwierig werden.
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AfD zweitstärkste Kraft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Quelle: dpa
Alice Weidel und Alexander Gauland

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist laut einer Umfrage derzeit zweitstärkste Kraft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfIn der Wählergunst rückt die Alternative für Deutschland (AfD) gleich in drei Bundesländern dicht an die CDU heran. Würden die Wahlberechtigten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen am kommenden Sonntag ihre Kreuzchen machen, wäre die rechtspopulistische Partei in allen drei Ländern zweitstärkste Kraft. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR.

Demnach würde die AfD in allen drei mitteldeutschen Ländern die 20-Prozent-Marke knacken: In Sachsen käme die AfD bei Landtagswahlen derzeit auf 25, in Thüringen auf 23 Prozent, während jeweils 30 Prozent der Wahlberechtigten in beiden Ländern für die CDU stimmen würden. In Sachsen-Anhalt läge die AfD bei 21, die CDU bei 28 Prozent. Drittstärkste Kraft in allen drei Bundesländern wäre die Linke, gefolgt von der SPD.

In Sachsen-Anhalt wird 2021 ein neuer Landtag gewählt, in Sachsen und Thüringen bereits im kommenden Jahr. Die Umfrage zeigt in diesen beiden Bundesländern besonders starke Zuwächse der AfD – zulasten der CDU und der Linken.

Im Vergleich zur Landtagswahl 2014 würde die AfD in Sachsen 15,3 und in Thüringen 12,4 Prozentpunkte zulegen, wenn diesen Sonntag gewählt würde. Die CDU würde in Sachsen fast zehn, in Thüringen 3,5 Prozentpunkte einbüßen, und die Linke würde in den beiden Ländern laut Sonntagsfrage 0,9 beziehungsweise 6,2 Prozentpunkte verlieren.

Keine der momentan bestehenden Koalitionen auf Länderebene (Schwarz-Rot, Rot-Rot-Grün und Schwarz-Rot-Grün) hätte derzeit ein Mehrheit. Wenn diesen Sonntag in den Bundesländern ein neuer Landtag gewählt werden würde, müssten drei oder vier Parteien über ein Bündnis verhandeln. Denn derzeit will keine Partei mit der AfD koalieren. Und auch die Linke und CDU schließen in den Ländern eine gemeinsame Regierung aus.

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