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Institut der deutschen Wirtschaft Studie: Gute Schulnoten durch viel Musik, Sport und wenig Mediennutzung

Das IW sorgt sich um den Nachwuchs: Eine Studie der Ökonomen zeigt, was Grundschülern beim Lernen hilft. Die Familienform spielt dabei keine Rolle.
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Für das Lernvermögen der Kinder spielt es keine Rolle, in welche Familienstruktur sie aufwachsen – wohl aber, wie sehr sich die Eltern kümmern. Quelle: dpa
Grundschüler

Für das Lernvermögen der Kinder spielt es keine Rolle, in welche Familienstruktur sie aufwachsen – wohl aber, wie sehr sich die Eltern kümmern.

(Foto: dpa)

Berlin Viele Eltern zerbrechen sich den Kopf, wie sie ihren Kindern den Weg in eine gute Zukunft ebnen – nun kommen auch Ratschläge aus der Wirtschaft. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat untersucht, welche Faktoren dazu führen, dass sich Heranwachsende besonders gut konzentrieren und damit auch deutlich besser in der Schule sind.

Eindeutige Erfolgsfaktoren sind demnach: Mehrmals wöchentlich Sport in der Freizeit, Musikunterricht, Lesen in der Freizeit  und maximal zwei Stunden Medienkonsum am Tag. Sport und Musik seien vor allem hilfreich für das Lernen von Mathe, Lesen und Rechtschreibung.

Eine begrenzte Mediennutzung hingegen sei wichtig für soziales Verhalten und die Konzentrationsfähigkeit. Hier sei allerdings „das Minimum nicht das Optimum“, schreiben die Autoren Wido Geis-Thöne Ruth Maria Schüler. Denn es gebe auch negative Werte solcher Kinder, die gar nicht am Computer spielen oder fernsehen.

In welchem Umfeld die Sprösslinge aufwachsen – ob bei leiblichen Eltern, Alleinerziehenden oder in Patchwork-Familien – habe hingegen so gut wie keinen Einfluss auf ihren Schulerfolg. Von großer Bedeutung hingegen ist, wie sich bei allen einschlägigen Studien zeigt ,das Bildungsniveau der Eltern, insbesondere der Mütter, die meist mehr Zeit mit den Kindern verbringen.

Von der Politik fordert das IW daher eine entsprechende Infrastruktur: In Ganztags-Grundschulen  und Horten müsse es ausreichend Angebote für Sport und Musikunterricht gebe. Daneben müssten ruhige Räume, etwa für das Lesen, zur Verfügung stehen – und ausreichend qualifizierte Betreuungskräfte. Um das flächendeckend zu gewährleisten, seien jedoch „wesentlich größere finanzielle und personelle Ressourcen nötig, als derzeit für Ganztagsbetreuung von Schulkindern eingesetzt  werden“, mahnen die Ökonomen.

Das würde den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule, den Union und SPD ab 2025 versprochen haben, noch teurer machen. Derzeit streitet der Bund mit den Ländern darüber, wer die Kosten trägt, die Groko will einmalig zwei Milliarden Euro für Investitionen zur Verfügung stellen. Die Länder fordern deutlich mehr.

Mehr: Der Lehrerverband fürchtet, dass der Digitalpakt den Schulen nicht viel bringen wird. Es brauche pädagogische Konzepte und entsprechendes Personal. Es droht Milliardenverschwendung.

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