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Integration Brüderle offen für Änderung bei doppelter Staatsbürgerschaft

In Deutschland geborene Einwandererkindern müssen sich entscheiden, welchen Pass sie besitzen wollen. Doch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle will das ändern. Die Justizministerin will die jetzige Lösung überprüfen.
Update: 19.02.2013 - 07:02 Uhr 75 Kommentare
Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle: „Ich bin für eine Willkommenskultur.“ Quelle: dpa

Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle: „Ich bin für eine Willkommenskultur.“

(Foto: dpa)

BrüsselFDP-Fraktionschef Rainer Brüderle will junge Migranten zum Bleiben in Deutschland bewegen. „Ich bin sehr für ideologische Abrüstung bei der Frage einer doppelten Staatsbürgerschaft“, sagte FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle dem Handelsblatt (Dienstagausgabe). Entscheidend sei nicht, ob jemand zwei Pässe habe, sondern, ob er sich in Deutschland integriert und einbringe. „Qualifizierte Zuwanderung sichert unseren Wohlstand. Ich bin für eine Willkommenskultur“, sagte Brüderle.

In Deutschland gilt seit dem Jahr 2000 ein politisch umstrittenes Optionsmodell bei der Staatsbürgerschaft. In Deutschland geborene Einwandererkindern müssen sich spätestens mit dem 23. Lebensjahr entscheiden, welche der beiden Staatsbürgerschaften sie aufgeben, sofern die Eltern nicht beispielsweise aus einem EU-Staat stammen. Etliche Deutsche haben ihre Pässe wieder zurück gegeben und sind nun wieder Ausländer.

FDP-Politiker Brüderle hält Änderungen nun für möglich. „Die doppelte Staatsangehörigkeit kann unter gewissen Voraussetzungen auch bei anderen Herkunftsländern ein Instrument sein, um die Integration zu beschleunigen“, sagte Brüderle. Wir sollten uns die Optionsregelung beim Staatsbürgerschaftsrecht deshalb genau ansehen. „Wenn sie dazu führt, dass junge gut ausgebildete Menschen sich gegen Deutschland entschieden, gehört sie auf den Prüfstand“.

Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich offen für die Genehmigung von mehr doppelten Staatsbürgerschaften gezeigt. "Integration kann auch durch doppelte Staatsbürgerschaft gefördert werden, wie die vielen Fälle von gut integrierten Bürgern mit Doppelstaatsbürgerschaft zeigen", sagte die FDP-Politikerin "Spiegel Online" in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Die Optionslösung gehöre auf den Prüfstand, wenn sie dazu führe, "dass sich Menschen von Deutschland abwenden", sagte die Ministerin. "Wir sollten uns einer weiteren Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts nicht verschließen und die doppelte Staatsangehörigkeit auf eine rechtlich breitere Basis stellen."

Mit Material von Reuters

  • sig
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75 Kommentare zu "Integration: Brüderle offen für Änderung bei doppelter Staatsbürgerschaft"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es ist sehr schade wenn schon wieder Wahlkampf mit dem Thema 'Doppelte Staatsbürgerschaft' gemacht wird. Das hatten wir doch schon. Koch hat Karriere gemacht. Die Debatte haben wir immer noch.
    Ich finde die Deutschen sollten mit diesem Thema lockerer umgegen und mal nach USA, Canada, Frankreich, Australien... schauen.
    Ich bin seit 11 Jahren mit einer ausländischen Frau verheiratet, unsere Kinder sind doppelstaatler, so what. Ich fände es mehr als gerecht wenn meine Frau nun endlich den deutschen Pass bekommen würde und nicht genötigt würde ihren abzugeben. Die Abstammung oder Herkunft ist Teil der Identität.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • ...und sie denke, Sie sind Deutsche und haben eine deutsche Staatsangehörigkeit???
    Da sind Sie leider auf dem Holzweg. Was Sie haben, ist die Staatsangehörigkeit "deutsch" ...und das ist mitnichten das, was Sie meinen.
    Man hat Ihnen das nur glaubhaft gemacht.

    Zitat:
    "Der Bundespersonalausweis oder der deutsche Reisepass sind kein Nachweis über den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit. Sie begründen lediglich die Vermutung, dass der Ausweisinhaber die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt...."

    -> google: bayr. Staatsministerium "Nachweis (Staatsangehörigkeitsurkunden)"

  • Hier wird politisch zensiert, indem "Unsachlichkeit" vorgeschoben wird. Eine bedenkliche Entwicklung, in einem Land mit einer freien Presse.

  • Hängt zusammen mit der Tagesform des Zensors, die ist heute nicht gut. Bleiben Sie ruhig dabei, morgen ist ein anderer Zensor im Dienst, der ist "großzügiger" und zensiert intelligenter.

  • @margrit117888: Gleiche Rechte??? Kann es sein, daß Sie nicht wissen, daß nur Bürger mit deutscher Staatsangehörigkeit das Recht haben zu wählen und gewählt zu werden? Und auch dann nicht, wenn dieser Bürger arbeitet, die hiesigen Gesetze achtet und sich hier einfügt? Aber ein Bürger mit deutschem Pass, der von Hartz IV lebt, Drogen konsumiert und das Geld für die Drogen durch Diebstahl und Betteln verdient, hat das Wahlrecht. Also ich bitte Sie. Auf welchem Niveau bewegen wir uns in diesem Forum?

  • "Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. "
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    Sehr geehrte Redaktion,

    Ihre Löschorgien sind für mich nicht mehr nachzuvollziehen. Ich hatte diesen Betrag noch auf dem Rechner, konnte ihn also noch mal überprüfen. NICHTS darin war in irgend einer Form unsachlich!
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Sie gegen jede Meinungsäußerung vorgehen, die nicht in die rotgrüne, heile Wunschwelt paßt.
    (...)

    "Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft."
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    Nein, Sie wollen keine Kommentatoren, schon gar keine, die es schmerzhaft auf den Punkt bringen, Sie wollen abnickende, rückgratlose Ja-Sager, die kritiklos dem Diktat der Political Correctness folgen.

    Ich mache das nicht mehr mit (Sie zensieren mich nicht zum ersten Mal!), denn ich bin aus Hartholz geschnitzt und kein "Jubelperser", der beifällig zu jedem Mißstand nickt. Das war mein letzter Beitrag hier! *)


    *) ...den Sie, weil schmerzhaft auf den Punkt zielend, selbstverständlich gerne wieder löschen können. Ich denke mir meinen Teil dazu!
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Aber Zuwanderer, hauptsächlich in die Sozialsysteme, die nicht integrationswillig sind, uns beschimpfen, nur fordern und uns vorschreiben wollen, wie wir zu leben haben, die dürften wohl in jedem Land riesige Probleme bekommen"
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    Wie man's nimmt. Die kämen in Ländern wie Kanada oder Australien erst gar nicht ins Land, sondern würden vorher ausgesiebt! Problemlösung vorab nennt man das m.E.
    http://www.downunder-dago.de/113/Allgemeine-Informationen/120-Punkte-System.html
    http://www.auswandern-info.net/kanada/das-punktesystem-fuer-kanada.html

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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