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Interview „Bei jungen Wählern kommen wir nicht durch“

Marco Wanderwitz führt die junge Gruppe in der CDU an. Im Interview äußert er sich über Harmonie und Streit in der Partei – und warum er trotz der Probleme mit urbanen Wählern für die kommenden Wahlen optimistisch ist.
04.12.2012 - 21:11 Uhr 26 Kommentare
Der Chef der jungen Gruppe der CDU, Marco Wanderwitz, mit der Parteivorsitzenden Angela Merkel. Quelle: PR

Der Chef der jungen Gruppe der CDU, Marco Wanderwitz, mit der Parteivorsitzenden Angela Merkel.

(Foto: PR)

Handelsblatt Online: Herr Wanderwitz – Angela Merkel wird mit einem Rekordergebnis gewählt, harte Debatten bleiben aus. Ist die Stimmung gar zu gut, versinkt die CDU in Harmonie?

Marco Wanderwitz: Das Ergebnis für die Vorsitzende ist natürlich toll, ein starkes Zeichen. Alle wissen, in einem Jahr ist Bundestagswahl – das war also auch die Akklamation unserer Kanzlerkandidatin. Aber es stimmt schon: die Stimmung ist besser, als es nach den vielen Scharmützeln der letzten Zeit den Anschein hatte.

Echte Streitthemen gibt es nicht mehr?

In einer Volkspartei gibt es immer unterschiedliche Meinungen, aber einiges ist höher gespielt worden, als es tatsächlich war. Zum Beispiel Rente für Kindererziehungszeiten ältere Mütter: im Ziel sind wir uns einig, nur müssen wir eine generationengerechte Finanzierung finden.

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    Gerade erst hat eine Gruppe von CDU-Abgeordneten im Bundestag gegen den Euro-Rettungskurs der Kanzlerin gestimmt. Ist das etwa kein großes Streitthema?

    Nein, diese Debatte haben wir ausgetragen und beendet. Selbst wenn wir hier noch einmal darüber abstimmen würden, würden 98 Prozent hinter der Kanzlerin stehen. Das ist durch, aber wir respektieren die Gegenmeinung der Minderheit.

    Noch einmal: Streit gibt es nicht?

    Doch, die Frage der Gleichstellung homosexueller Lebenspartnerschaften ist ein echter inhaltlicher Streit, den wir hier offen ausgetragen haben. Und wir haben eine klare Entscheidung. Zum Glück hatte sich die Kanzlerin in dieser Sache früh eindeutig geäußert. Der Vorwurf, sie würde nur moderieren, trägt also nicht.

    Merkel ist gegen die Gleichstellung, Sie ebenfalls. Warum?

    Ich vertrete eine ländliche Region, da stellen sich die Menschen mit Macht gegen diese Initiative. Das ist zwar auch ein Konflikt zwischen Alt und Jung, vor allem aber zwischen Stadt und Land. Wie Julia Klöckner richtig gesagt hat: „Bei uns gibt es eben nicht so viele Latte-Macchiato-Bistros“.

    Läuft die CDU nicht bei soviel Harmonie Gefahr, als Kanzlerwahlverein verstanden zu werden?

    Nein. An der Basis gibt es eine ganz klare Haltung: Ihr könnt ja um die Themen ringen, aber bitte hinter verschlossenen Türen und nicht in der Öffentlichkeit. Da ist die CDU ganz anders als die SPD.

    Hat die CDU um die wichtigen Themen gerungen?

    Schauen Sie sich doch die Energiedebatte an, die Wehrpflicht und die stabilitätsorientierte Finanzpolitik. In all diesen Themen haben wir uns auf eine Linie geeinigt, jetzt geht es nur noch um Details.

    Kommunikations- und Koalitionsprobleme
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    26 Kommentare zu "Interview: „Bei jungen Wählern kommen wir nicht durch“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Man will es nicht hören, aber es ist nicht wegzuleugnen, dass der Kanzlerwahlverein, wirtschatspolitisch mit diesem geistigen Niveau, unseren Staat nicht führen darf.
      Schuldenbekämpfung mit neuen Schulden machen, um auch noch nicht gebietsansässige Banken zu retten, übersteigt die Befugnnisse u. ist zu 100% gegen die staatliche Interessengerichtet u. fällt privatrechtlich unter das StGB!!

    • Besser hätte man es nicht sagen können. Ich bin bestimmt kein CDU-Wähler, aber wer so mit der Bevölkerung umgeht, muss sich nicht wundern das er nicht durchkommt und das gilt so ziemlich für alle Punkte die sich "die beste Bundesregierung aller Zeiten seit der Wiedervereinigung" auf die Fahnen schreibt. KEine Kita-Plätze aber Betreuungsgeld und für altere Mütter kein Geld aber für Griechenland.

    • Solche Partei tage sind ohnehin, wenn man es mal genau nimmt, keineswegs demokratisch.
      Denn es kommen ja nur Vasallen, aus den Ortsverbänden ist doch keiner anwesend.
      Also nur eine kleine Gruppe um die Diktatorin Merkel bestimmt die Richtlinien.
      Wozu gibt es denn dann noch die vielen Ortsverbände in den Kommunen? Die ticken nämlich ganz anders, man muß nur mal ihnen reden

    • Die CDU ist seit Kohl ein Kanzler-Wahlverein und nicht mehr. Das wurde beibehalten wie man ja auf dem Parteitag der CDU sehen konnte. 98% für Merkel.
      Gibt es in der ganzen CDU eigentlich niemanden der die Frau mal so sieht, wie sie ist, nämlich eine knallharte Diktatorin die in schönster Honecker-Manier agiert?
      Was ist denn an der CDU noch demokratisch?
      Verdummmungs-Themen für verdummte Volk wie Homo-Ehe, Frauenquote und dergleichen mehr sollen doch nur ablenken.
      Und Wanderwitz arbeitet lt. Wikipedia als Anwalt.
      Wann arbeitet der denn? der ist doch seit seiner Jugend in der Partei. Also auch wieder jemand ohne wirkliche Berufs- und Lebenserfahrung. Und das ist auch Problem, denn immer mehr Nichtskönner strömen in die Partei.
      as wir brauchen sind wieder Politiker mit Ecken und Kanten, die das Leben kennen

    • Hihi, Guter Witz

    • ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;


      Rente_vs_Pension

      Sie sind nur ein dummer Schwätzer u. wollen hier eine
      Hetze betreiben gegen Beamte u. Pensionäre.

      Wenn man von der Thematik keine Ahnung hat, dann soll
      man sich doch einfach geschlossen halten .

      Oberlehrer u.Klugscheisser gibts schon genug im Netz .


      ;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;

    • ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::


      Nach jüngsten Umfragen wollen 90% der Wähler 2013 die Alternativpartei "Die Linke" wählen .

      Merkel steht bei der Umfrage auf dem letzten Platz.

      Und die Sozen (SPD)will niemand wählen .

      Dann dürfte der Euro auch bald Vergangenheit sein.

      Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche .

      Endlich haben die Deutschen es begriffen u. wählen mehrheitlich keine CDU/CSU u.SPD mehr .

      Christlich u. sozial wählen ist sowieso out .

      ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    • Immer derselbe Unsinn und Unkenntnis, wenn es um Pensionen geht.
      Die Durchschnittspension berücksichtigt natürlich auch die hohen Pensionen der vielen ehemaligen Abgeordneten und Minister sowie politischer Beamter. Das treibt natürlich den Schnitt in die Höhe.
      Was glauben sie wohl, wie die Millionengehälter der hohen Angestellten in den Aktiengesellschaften wirken würden, würden sie dazugezählt.
      Im übrigen werden die Kürzungen bei den Beamten analog vorgenommen, schon heute. Zusätzlich muss erwähnt werden, das die Pension versteuert und private Krankenversicherungsbeiträge davon gezahlt werden müssen.
      Wenn sie dass alles berücksichtigen bleibt von der hohen von Ihnen genannten Zahl nichts übrig.

      Es ist einfach viel zu billig, nur nach Gruppen zu suchen, denen sie vermeintliche Begünstigung vorwerfen können.
      Das Problem mit der gesetzlichen Rente ist hausgemacht, haben sie denn damals Ende der 70ziger Jahre die Demograqphie berücksichtigt bei ihrem Wahlverhalten?
      Oder, wie die Mehrheit, die entsprechenden Warnungen ignoriert? Haben sie mindestens 2 Kinder die ihre Rente zukünftig als Beitragszahler sicherstellen?
      Sollten sie das alles positiv für sich beantworten, sind sie tatsächlich Opfer, Aber Opfer der Mehrheit der Ignoranten, die anderen ihre Probleme aufgebürdet haben und immer noch aufbürden.

      H. ein Nichtbeamter

    • "... Was am Zustand in Deutschland alles auszusetzen ist

      In den folgenden fünf Kapiteln beschreibt Albrecht in Stichworten darunter sind die Macht der Parteien bei der Kandidatenaufstellung, der Fraktionszwang für Abgeordnete, das Entarten des Parteienstaates täglich mehr zu einer Funktionärswirtschaft, die Angriffe auf die Institution Familie, die „Zwangssexualisierung“ fünf- bis neunjähriger Kinder, die Aushöhlung der staatlichen Souveränität, das den Deutschen in den Schulen und durch die Medien vorgesetzte verzerrte Geschichtsbild, dessen Verdichtung auf die wenigen, aber schlimmen Jahre der Hitler-Herrschaft, das Unterdrücken jeglicher Fakten, die Deutschland entlasten, der fehlende Stolz auf die eigene Geschichte in den Jahrhunderten davor, die „Canossa-Haltung der deutschen Außenpolitik, Deutschland als eine Republik der ständigen Reue.Dass Deutschland eine „Canossa-Republik“ geworden sei, hat 1995 der damalige estnische Staatspräsident Lennart Meri in Berlin geprägt.Albrecht zitiert auch den Schriftsteller Hans-Georg von Studnitz: „Die 40 Jahre nach Kriegsende ungestillte Lust der Deutschen an der Erniedrigung ihrer Vergangenheit hat die Grenzen überschritten, die selbst der Charakterlosigkeit gesetzt sind.“

      Verlangen nach einer geistig-moralischen Erneuerung

      Albrecht sieht das deutsche Staatsethos verfallen.Er beklagt die Political Correctness, das Mitschwimmen im Strom von Mehrheitsmeinungen, die „Gleichstellungsgesetze“, die Gender-Ideologie, die Aushöhlung des Rechtsstaats nach dem Untergang der DDR am Beispiel der verweigerten Eigentumsrückgabe an die kommunistisch verfolgten Familien, die Abschaffung der D-Mark gegen den wohl mehrheitlichen Volkswillen, die widerstandslose Ausländerüberflutung aus fremden Kulturkreisen, die Auflösung der christlich-abendländischen Kultur, den Verfall des natürlichen Nationalgefühls und der preußischen Tugenden ..."

      http://www.freiewelt.net/blog-4860/hinter-einer-demokratischen-fassade.html

    • Es ist nicht wirklich hilfreich, wenn die Kritik wie hier in den Kommentaren die Realität hinsichtlich der Handlungsoptionen ausblendet.
      Auch ich bin unzufrieden mit Verhältnissen, aber Merkel zum Sündenbock letztlich der eigenen Inkonsequenzen zu machen ist mir dann doch zu bequem.
      Wer von Merkel eine bessere Politik fordert muss sich erst den Realitäten stellen hinsichtlich Unvereinbarkeit der verschiedenen Interesselagen der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, ja sogar innerhalb dieser Gruppen.
      Wir wollten und wollen immer noch alles und um Gottes Willen keine Unannehmlichkeiten. Diese Haltung ist letztlich für den Zustand des Landes weit mehr verantwortlich, als ein Kanzler es je sein kann.

      Merkels Politik ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen bemerkenswert erfolgreich, ich wage gar nicht daran zu denken, was uns unter einer sozialdemokratischen Regierung geblüht hätte.
      Das bedeutet nicht, dass mir alle Entwicklungen willkommen sind, aber für echte Intervention fehlt schlicht die Opposition, die letztlich nur dort opponiert, wo es Wählerstimmen verspricht. Der einzige Lichtblick sind da die Piraten, obwohl sie am Wunschkonzert der vielen Trittbrettfahrer zu scheitern drohen, die nur eine neues Vehikel sehen ihre unrealistischen Tagträume zu verwirklichen, statt sich der Realität zu stellen.

      H.

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