Interview mit Andreas Mundt Kartellamtschef Mundt: Man muss darüber diskutieren, in Europa Monopole zuzulassen
Mundt hält das Kartellrecht in Deutschaland für „sehr gut gefasst“.
Berlin Die Debatte über die Schaffung deutscher und europäischer Champions ist nach Überzeugung von Kartellamtspräsident Andreas Mundt „absolut notwendig“. Es gehe darum, wie deutsche und europäische Unternehmen „sich im globalen Wettbewerb behaupten können“, sagte Mundt dem Handelsblatt.
Man müsse die Frage diskutieren, „ob wir in Europa möglicherweise Monopole, Duopole und dann auch höhere Preise für europäische Verbraucher in Kauf nehmen müssen“, damit europäische Unternehmen eine gewisse Größe und damit vielleicht auch eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit erreichen könnten, sagte Mundt.
Derzeit treiben Frankreich und Deutschland die Debatte über die Schaffung europäischer Champions voran. Die vom französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire propagierte Forderung, eine „europäische Ministererlaubnis“ einzuführen, um damit Entscheidungen der EU-Wettbewerbsbehörde auszuhebeln, sieht der Behördenchef allerdings kritisch: Ihm fehle die Phantasie, wie eine solche Erlaubnis ausgestaltet werden sollte, sagte Mundt.
Der Kartellamtspräsident forderte mit Blick auf Internet-Konzerne wie Facebook genauere gesetzliche Regelungen beim Datenzugang und bei der Datennutzung.
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