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Interview mit Mike Hart „Eine klare politische Agenda lässt sich nicht erkennen“

Unbekannte haben per Twitter Daten von Hunderten Politikern veröffentlicht. Der Hintergrund ist zwar noch unklar – ein Weckruf ist der Diebstahl jedoch allemal.
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Der Sicherheitsexperten rät Betroffenen, als erstes ihre Passwörter zu ändern. Quelle: Fireeye
Mike Hart

Der Sicherheitsexperten rät Betroffenen, als erstes ihre Passwörter zu ändern.

(Foto: Fireeye)

Düsseldorf Mike Hart leitet als Vizepräsident die Sicherheitsfirma FireEye in Zentral- und Osteuropa. Für den Briten, der seit mehr als 20 Jahren in Deutschland lebt, ist der nun bekannt gewordene Datendiebstahl ein Weckruf.

Wie konnten die Hacker an so viele persönliche Daten gelangen?
Es ist noch zu früh, das jetzt abschließend zu sagen. Die Daten könnten bei einem Hackerangriff von außen erbeutet worden sein. Oder aber innerhalb des IT-Systems abgezapft worden sein, etwa von einem Mitarbeiter.

Wer könnte hinter dem Datendiebstahl stecken?
Ich vermute, dass es sich um Hacktivisten handelt. Also um Aktivisten, die mit dem Hack einen bestimmten Zweck verfolgen.

Welcher Zweck könnte das sein?
Das lässt sich noch nicht genau sagen. Nach unserem Kenntnisstand können wir momentan noch nicht verifizieren, ob die AfD beziehungsweise Politiker der AfD betroffen sind oder nicht. Eine klare politische Agenda lässt sich nicht erkennen. Zudem sind auch Prominente, Künstler und Journalisten betroffen.

Gehen Sie davon aus, dass die Daten in einer Aktion oder über lange Zeit gesammelt wurden?
Viel spricht dafür, dass sie über längere Zeit zusammengetragen wurden.

Denken Sie, dass die Ermittler die Drahtzieher der Aktion ausfindig machen können?
Oft werden Hackerangriffe nie restlos aufgeklärt. Die gesammelten Kräfte der Bundesregierung dürften in der Lage sein, das Datenleck ausfindig zu machen. IT-Fachleute werden sicherlich rekonstruieren können, wie die Informationen entwendet werden konnten. Das heißt jedoch nicht, dass sie auch ermitteln können, wer hinter der Aktion steckt.

Wie gut oder schlecht steht es um die Cyber-Sicherheit der Abgeordneten in Deutschland?
Ich denke, dass die Abgeordneten gut geschützt sind. Soweit wir bislang wissen, wurden persönliche Daten veröffentlicht, nicht jedoch sensible Regierungsdaten oder Staatsgeheimnisse.

Was raten Sie Betroffenen?
Sie sollten sofort alle Passwörter ändern.

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