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Investitionen Wachstumsregionen machen Deutschland Konkurrenz

Als das „Zugpferd Europas“ gilt Deutschland noch immer, doch wenn es um die Zukunft geht, gibt es Risiken für Investitionen amerikanischer Unternehmen, meint der Chef der US-Handelskammer in Deutschland.
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Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer (AmCham Germany) in Deutschland, Fred B. Irwin. Quelle: dpa

Der Präsident der Amerikanischen Handelskammer (AmCham Germany) in Deutschland, Fred B. Irwin.

(Foto: dpa)

Deutschland muss um seinen Rang als attraktiver Standort für US-Unternehmen und -Investitionen kämpfen. „Deutschland ist und bleibt das Zugpferd Europas“, sagte der Präsident der American Chamber of Commerce in Deutschland (AmCham), Fred Irwin, am Dienstag in Berlin. „Doch wenn wir in die Zukunft blicken, sehen wir dort eine Reihe von Risiken, die auch für die Aktivitäten der US-Unternehmen in Deutschland relevant sind“, schränkte er bei der Vorstellung des neuen AmCham Business Barometer ein.

Neue Wachstumsregionen, wie China oder Indien, würden auch für US-Investoren immer wichtiger und machten Deutschland Konkurrenz. Obwohl Deutschland immer noch ein attraktiver Standort sei, müsse das Land härter um die Gunst von US-Investoren kämpfen.

„Mit der Verschiebung der Absatzmärkte wird sich auch die Bedeutung deutscher Produktionsstätten, Forschungsaktivitäten und Vertriebsorganisationen verschieben“, sagte Irwin voraus. AmCham empfahl Deutschland, mehr für seine Innovationsfähigkeit und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu tun. Manche US-Firmen vermissten eine Zukunftsvision für den Standort Deutschland, sagte Martin Wittig vom Beratungsunternehmen Roland Berger Strategy Consultants, das mit der AmCham den Geschäftsbarometer erstellt.

Auch Deutschlands Umgang mit der Euro- und Finanzkrise habe manchen amerikanischen Investor verunsichert. Zudem belasteten das hohe Maß an Bürokratie und der Fachkräftemangel Deutschland.

Laut der Umfrage unter 274 amerikanischen Unternehmen in Deutschland verzeichneten diese im vergangenen Jahr ein nachlassendes Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Angesichts dessen seien die US-Firmen auch bei Neuinvestitionen zurückhaltend gewesen. Ihre Beschäftigtenzahl hätten sie aber erhöht. Für 2012 rechneten 81 Prozent der befragten Unternehmen mit weiteren Umsatzwachstum, während die Erwartungen für Investitionen und Beschäftigung stabil seien.

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