IS-Verbot in Deutschland Ein Glaubensbekenntnis in den Fängen des Terrors

Die Terror-Miliz IS schreibt sich das Glaubensbekenntnis des Islams auf die Fahnen – und instrumentalisiert es. Nun hat das Innenministerium die IS-Flagge verboten. Muslime sollten daraus keine falschen Schlüsse ziehen.
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Die IS-Flagge enthält das islamische Glaubensbekenntnis und das Siegel des Propheten Mohammed. Quelle: dpa

Die IS-Flagge enthält das islamische Glaubensbekenntnis und das Siegel des Propheten Mohammed.

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DüsseldorfDie Bundesregierung hat alle Aktivitäten der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) in Deutschland verboten. Das Werben für die sunnitische Gruppierung und das Zeigen ihrer Symbole stehe ab sofort unter Strafe, erklärte Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Freitag in Berlin. „Die Terrororganisation Islamischer Staat ist eine Bedrohung für die öffentliche Sicherheit in Deutschland“, warnte der CDU-Politiker.

Jedem, der ab sofort ein IS-Symbol öffentlich zeigt, drohen Geldbußen oder Gefängnisstrafen bis zu zwei Jahren. Vom Verbot betroffen ist insbesondere die IS-Fahne, auf der die Terrormiliz das zentrale Glaubensbekenntnis des Islams für ihre Zwecke instrumentalisiert: Der erste Teil der sogenannten Schahāda („Aschhadu an lā ilāha illā ʾllāh“ / „Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer Gott gibt“) ist im oberen Teil der IS-Fahne abgebildet.

Darunter findet sich das Siegel des Propheten Mohammed, das er bei offiziellen Briefwechseln verwendet hat. Mohammed ist auch Teil des zweiten Teils des islamischen Glaubensbekenntnisses, in dem es heißt „Aschhadu anna Muhammadan rasūlu ʾllāh“ („Ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Gottes ist“).

Heißt das nun, dass das Innenministerium mit dem Verbot des IS und seiner Flagge auch die Verbreitung und Präsentation des zentralen Glaubensbekenntnisses des Islams in der Öffentlichkeit verbietet? Die schnelle und unaufgeregte Antwort: nein.

Der Hintergrund: Durch die Verwendung des zentralen islamischen Glaubensbekenntnisses auf ihrer Flagge versuchen IS-Terroristen, ihre Taten religiös zu legitimieren und die Zustimmung von gewöhnlichen Gläubigen zu erhalten. Muslime dürfen sich davon nicht täuschen lassen und ihnen eine solche Vereinnahmung nicht eingestehen.

Das Innenministerium stellt in den Eckpunkten der Verbotsverfügung klar: „Das Kennzeichenverbot richtet sich nicht gegen islamische Symbolik allgemein. Es werden weder Teile des islamischen Glaubensbekenntnisses noch das sogenannte Prophetensiegel an sich verboten, sondern allein die spezifische Verwendung dieser Kennzeichen durch den IS für seine verfassungswidrigen Zwecke. Der IS benutzt dieses Kennzeichen in dieser spezifischen Kombination seit 2004 ausschließlich in einem terroristischen Kontext. Er missbraucht damit zentrale Symbole des Islam für seine terroristischen Zwecke. Das heutige Verbot erschwert diesen Missbrauch von Religion und religiöser Symbole durch den IS oder Extremisten und Terroristen, die dem IS nahestehen.“

Konkret heißt das: Die öffentliche Verbreitung der IS-Flagge ist verboten, die Verbreitung der Schahāda nicht. Auch das Prophetensiegel darf öffentlich gezeigt werden.

Der IS ist eine brutale Terrororganisation, die weite Teile Syriens und des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht hat. Gegen sie richtet sich das Verbot des Innenministeriums, nicht gegen friedliche Gläubige. Das sollten alle verstehen, bevor es überflüssigerweise zu Missverständnissen kommt. Denn das Klima ist derzeit auf Grund der Diskussion um die Scharia-Polizei in Wuppertal ohnehin aufgeheizt.

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11 Kommentare zu "IS-Verbot in Deutschland: Ein Glaubensbekenntnis in den Fängen des Terrors"

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  • @ Giny Belina
    das traurige ist ja das leute die sich mit dem Islam auskennen und schon seit mehr als 10 jahren vor genau diesen typen wie auch den Wahabiten warnen
    niedergebrüllt und mit prozessen überzogen wurden...

    und nun ja einerseits freuts mich gerade wie aufgeregt sie alle sind......

    genau wie man US behörden gewarnt hat vor dem was im Irak sich aufstaut, schon vor dem angriff auf Lybien und belächelt wurden....

    nun ja das wäre alles vermeidbar gewesen... aber man wollte es ja so.... von daher....kein mitleid

  • Wenn man in unsere Zukunft blicken will, dann muss man nur die Zustände in bestimmten Stadtteilen bzw. Vororten von London sehen. Dort haben die Autothonen schon nichts mehr zu melden.

  • Da der Islam mehr und mehr in die Parteien eindringt, auch in Führungspositionen, (hauptsächlich bei der grünen Sekte die auch die meißten dieser Truppe hat) ist es auch kein Wunder das von den Parteien/Politik nur der Zeigefinger erhoben wird. Denen etwas zu verbieten ist doch einfach lächerlich, neuer Name weiter gehts. Das wird sich auch nicht ändern so lange die nicht schnell ausgewiesen werden, ob dt. Paß oder nicht weg damit.
    Wie zu lesen war, wird angedacht auch Einwanderer mit dem Steinzeitglauben für die staatlichen Behörden "gewinnen", das ist dann ein erneuter Schritt in "Deutschland schafft sich ab." Denn sollten sie Entscheidungsgewalt bekommen, ist abzusehen in welche Richtung das gehen könnte, aber das wäre "andersherum" sicher auch nicht anders.

  • Es wird Zeit, daß diese Typen ausgeschafft werden.
    Das dumme Zeug wie, ich mach mal ein Gesetz, glaubt doch keiner.

  • @ Ginny Belina- so was nennt man "durchgreifen?".Sie haben vollkommen Recht, es wird nur eine andere Fahne geben. Geht es so weiter und es wird dann steht Deutschland naeher am Abgrund als gedacht.Warum warden diese "Menschen" in Deutschland geduldet? Armes Deutschland.

  • Es wurde auch höchste Zeit, dass man durchgreift, aber auch ich befürchte, dass diese Maßnahmen nicht fruchten werden, weil sie nicht weit genug gehen. Morgen wird es eben dann eine andere Fahne sein.

    Außerdem finde ich die Relativierung der Maßnahmen in diesem Beitrag störend. Es geht hier nämlich mehr darum, wie sich hier die Mehrheitsgesellschaft fühlt, und wie sie geschützt werden kann, und weniger wie sich die Volksgruppen fühlen, für die eine bestimmte Religion offensichtlich mehr Wert zu sein scheint als unser Grundgesetz. Es kann doch niemand ernsthaft behaupten, dass dieser Hass durch eine bestimmte Religion, die alle anderen ob Buddhist, Jude, Christ oder Atheist mit "Ungläubiger" tituliert und für minderwertig hält, nicht gedeckt wird. Ich glaube das jedenfalls nicht.

  • ..Aber weshalb werden die einen verfolgt und die anderen erwerben dicke Diäten und Pensionsanwartschaften?..

    Das ist System bedingt.

  • Erstaunlich, dass so ein Gesetz her muss. Ich wusste gar nicht, dass es in Deutschland nicht verboten ist Frauen zu steinigen und anderen Passanten mit einem Messer die Köpfe abzuschneiden. Wenigstens hätten wir das jetzt offiziell geregelt.

    Hoffe, man hält ein paar Resozialisierungsprogtramme im Alterheim für unsere jungen muslimischen Freunde bereit.

  • Was wäre denn, wenn sie die CDU-Fahne schwenkten? Jeder wüsste um die Interpretation.

    Der Vergleich hinkt (noch). Aber was machen die Parteien mit den Bürgern, wenn man deren Enteignung durch die EZB betrachtet. Da schaut die Regierung doch auch nicht hin und wir Bürger sind wirklich alle davon betroffen.

    Sie glauben es nicht?

    Schauen Sie sich die Weichwährung EURO aktuell an. Das führt dazu, dass die Energiepreise gegen Euro demnächst massivst anziehen werden, weil die Rohstoffe, gehandelt in USD, für uns Inländer wegen des gefallenen Euros immer teurer werden.

    Eine Inflation, die Rentner nicht mehr ausgleichen können. Ihnen droht die Altersarmut und zwar in einem Ausmaß wie wir sie noch nicht kannten.

    Wer sind denn jetzt die Feinde der Bürger in Deutschland? Wahrscheinlich behaupten Sie, beide.

    Aber weshalb werden die einen verfolgt und die anderen erwerben dicke Diäten und Pensionsanwartschaften?

  • .."Denn das Klima ist derzeit auf Grund der Diskussion um die Scharia-Polizei in Wuppertal ohnehin aufgeheizt."

    Dehalb zieht es die Scharia-Polizei offenbar in die nächste Stadt. Unter dem neuen Namen „Pro-Halal“ und ohne die leuchtend orangefarbenen Warnwesten mit der Aufschrift „Scharia-Police“ patrouilliert die Gruppe um Anführer Sven Lau nun in den Straßen Düsseldorfs.
    (Focus-online)

    Was ist wenn die IS-Kämpfer eine Fahne mit anderen Symbolen verwenden?
    Das ist zu wenig Herr Innenminister, was Sie bieten.

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