Islam-Debatte Ärger über Wulff erreicht Merkel

Bundespräsident Wulff hat mit seinen Äußerungen zum Islam in Deutschland einen Nerv getroffen. In der CSU wird massive Kritik laut - Leitkultur sei die christlich-abendländische. Unterstützung bekommt Wulff aus der FDP, vom Kulturrat und der Türkischen Gemeinde. Und Merkel? Die Kanzlerin widersprach Wulff nicht, sie präzisierte seine Aussagen allerdings.
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Merkel und Wulff in Bellevue: Ärger über Islam-Aussagen. Quelle: Reuters

Merkel und Wulff in Bellevue: Ärger über Islam-Aussagen.

(Foto: Reuters)

HB BERLIN. Kanzlerin Angela Merkel hat die Islam-Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff verteidigt, aber zugleich ein stärkeres Bekenntnis zum Christentum gefordert. In der Sitzung der Unionsfraktion zitierte die CDU-Vorsitzende nach Angaben von Teilnehmern am Dienstag die entsprechenden Passage, in der der Präsident gesagt hatte: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“ Merkel habe betont, dies bedeute nicht, dass der Islam Fundament des kulturellen Selbstverständnisses Deutschlands sei.

Zuvor war vor allem in der CSU Kritik an den Äußerungen des Präsidenten laut geworden. CSU-Landesgruppenchef Hans- Peter Friedrich würdigte Wulffs Rede zum Tag der Einheit zwar als wichtigen Diskussionsbeitrag, betonte aber: „Dass der Islam Teil unserer Kultur ist, unterschreibe ich nicht. Diese Interpretation des Bundespräsidenten teile ich nicht.“ Die christlich-abendländische Kultur mit jüdischen Wurzeln sei die Leitkultur, in die sich alle zu integrieren hätten, die in Deutschland leben wollten.

Maßstab für die Integration von Ausländern sei das Grundgesetz und nicht das islamische Recht, die Scharia, betonte auch Merkel. Erneut sprach sie sich für eine Ausbildung von Imamen in Deutschland aus. Zugleich forderte sie einen stärkeren Einsatz für das christliche Menschenbild. Es sei auch Sache der Christen, etwas fröhlicher über das „C“ in der Christlich-Demokratischen Union zu sprechen.

Merkel schaltet sich nach Teilnehmerangaben in die Debatte ein, nachdem die Abgeordnete und Spitzenkandidatin bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz Ende März, Julia Klöckner, Kritik an Wulff geübt hatte. Wulff könne so verstanden werden, dass auch der Islam das Fundament der deutschen Gesellschaft sei, wurde Klöckner zitiert. Der Islam sei nur willkommen, wenn er sich an der christlich- abendländischen Kultur ausrichte. Der CDU-Abgeordnete Norbert Schindler habe berichtet, an der Parteibasis sei die Wulff-Rede kritisch aufgenommen worden.

Von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), dem Deutschen Kulturrat, der Türkischen Gemeinde in Deutschland und den Grünen bekam Wulff Unterstützung. Er hatte am Tag der Einheit an die christlich-jüdischen Wurzeln Deutschlands erinnert und gesagt: „Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

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  • ich bin mal gespannt wie lange es noch dauert,bis unsere Führungsriege in berlin Leute wie den SPD
    bürgermeister von Neukölln Heinz buschkowsky oder Sarazin ernst nehmen und anfangen , Deutsche und deren
    Kinder vor Ausländern zu schützen .Ja , soweit ist
    es bereits gekommen.Auf die nächste Wahl freue ich mich schon !

  • Der bürgermeister von Neukölln buschkowsky kritisiert in einem Welt-interview Wulff massiv, Wulff müsse die bei islamischen Migranten "vorhandene Deutschenfeindlichkeit und Gesellschaftsablehnung als Faktum zur Kenntnis zu nehmen und nicht wieder alles gleich schönreden".

  • Wenn es die Politik ernst meinen würde mit der intergrationsbereitschaft der Politik, dann sollte man unseren ausländischen Mitbürgern das volle Wahlrecht zugestehen. Wenn sie schon in dieser bei Ausländern nicht beliebten Republik leben, sollten sie auch an der Gestaltung deren Zukunft beteiligt werden. Nur so kann man Einwanderung und Eingliederung erreichen, alles andere ist Lüge und rechte Propaganda.

  • na. das hört sich doch gut an, was hier so geschrieben wird. vielleicht hat wulfs rede aber gar nicht mit politik zu tun, sondern mit dem fußball? warum wohl wird eine deutschlandspiel in berlin(kleinistanbul) abgehalten? und dass so kurz nach dem 3.10.2010? nun haben wir die türken nicht mal verstimmt und vielleicht schaffen wir ja einen sieg. oder wieder nur ein mageres 0:0? hauptsache es lenkt vom thema wieder ab und alle haben sih wieder lieb und die deutsch-türkische freundschaft lebe hoch. übrigens. ich werde wohl im stadion sein. also dann kann ich mich schon mal drauf einstimmen wie ich mich als bürger einer minderheit in "meiner Hauptstadt" fühlen kann.

  • Diesen bP hat Merkel dem deutschen Volke geschenkt. Gaddafi Moamar fordert vor vier Wochen in Rom ...Europa wird islamisiert, Erdogan fordert seine Türken in Deutschland auf, .... paßt euch hier nicht an, integration wäre eine Schande. Kein Kommentar von der sog. deutschen politischen Klasse. Und nun noch dieser konturenlose bP Wulff, welcher anscheinend kein Fettnäpfchen auslässt. Für die nächste Generation wird er in Übereinstimmung mit den GRÜNEN den islam zur Leitkultur erheben. im Kabinett Merkel fehlen noch türkisch- und arabischstämmige Minister ; aber der nächste Kanzler Özdemir Cem wird die islamische Quote im Kabinett sicher durchsetzen, aber dann bitte auch ohne Frauen. Leidet denn unsere politische Klasse schon an völliger Verwirrung, den meisten Politikern von GRÜN-Rot und nun auch von SCHWARZ ist das deutsche Volk offenkundig nur noch lästig. Wullf wird seine Kinder in berlin sicher auch einmal in eine türkische Schule einschulen lassen und ihnen einen Privatlehrer an die Seite stellen, damit sie DEUTSCH lernen. Ein Sarrazin hat natürlich nicht in Wullfs Rede gepaßt, Gott sei Dank aber gibt es ihn. Und dieses islam-Getrommle kann man bald nicht mehr hören. Wer eine andere Auffassung hierzu kund tut, wie Sarrazin, wird geschnitten, von den Medien langsam ausgeschlossen und zur Unperson von höchster politischer Ebene - bP Wulff, bK Merkel, den Parteiführeren erklärt. Die türkische Presse jubelt dafür. Danke Deutschland.

  • islamexperte kritisiert Wulffs islam-Äußerungen

    Vielleicht sollte Herr Wulff mal bei einem Experten über den islam nachfragen

    http://www.pi-news.net/2010/10/islamexperte-kritisiert-wulffs-islam-aeusserungen/#more-158277

    Unsere Massenmedien, hier speziell der Spiegel,
    liefern schon lange nicht mehr die ganze Wahrheit. Deshalb sollten wir uns auch wo anders informieren und uns dann eine eigene Meinung bilden. Mir kommt es vor, als sei die Medienpolitik der DDR wieder erwacht.

  • [13] pretaro

    Hitler hatte seine Freude UND Freunde bei den Mohammedanern. Schon vergessen oder in Geschichte 'ne 6? Ein paar Zitate gefällig:

    “Wenn wir Mohammedaner geworden wären, würden wir heute die Welt besitzen.” – Adolf Hitler

    Für den Reichsführer der SS Heinrich Himmler sind Mohammedaner sogar “Muselgermanen”. » Himmler schwärmte von der “weltanschaulichen Verbundenheit” zwischen dem Nationalsozialismus und dem islam. «


  • Endlich haben die Spießer hierzulande wieder den Mut gefunden, sich frei zu ihrem Spießertum zu bekennen.
    Dieser Mut erinnert mich fatal an die Zeit zwischen
    1939 und 1945.

  • @ Gauck-Fan
    "Werde ich jetzt von der Grün-Roten Meute gehetzt"

    Wieso von den Rot-Grünen? Von den Schwarzen werden sie gehetzt; CDU-Wulf hat das ja sicher mit Duldung von Mutti abgelassen!!

  • @[23] Kosmopolit

    Was mir nicht ins Stadtbild passt, sind individien, die überdurchschnittlich kriminell und gewalttätig, überdurchschnittlich abhängig von staatlicher Almentierung sind und zum "Dank" noch die deutschen Zahldummies hassen. Und dabei ist es mir völlig wurscht, welcher Nationalität, Glaubenszugehörigkeit oder sonstwas. Und Faschismus, ob er sich als Religion tarnt oder nicht, brauchen wir hier überhaupt nicht!!

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