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Islamisierung als Wahlkampfthema Die AfD mischt bei „Pegida“ mit

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Lucke findet Forderungskatalog „sehr vernünftig“

„Wir lieben unser Vaterland“

Vor allem der stellvertretende AfD-Vorsitzende Hans-Olaf Henkel, der eine wichtige Rolle bei der Hamburger Wahl Mitte Februar 2015 spielen soll, wird mit der „Pegida“-Bewegung nicht so richtig warm.

Am vergangenen Samstag warnte Henkel, der Mitglied der Menschenrechtsorganisation Amnesty International ist: „Wir alle müssen diese Vorfälle zum Anlass nehmen, dafür zu sorgen, dass berechtigte Kritik an Auswüchsen des Islamismus nicht dazu führt, dass die Religion des Islam, Asylbewerber oder Ausländer insgesamt diskreditiert, verunglimpft oder gar bedroht werden.“

Ähnlich klingt auch AfD-Chef Bernd Lucke, der sich in bester Akademiker-Manier auf das Positionspapier der „Pegida“-Bewegung beruft. Er blendet dabei aus, dass unter den Demonstranten auch einige Neonazis und bekennende Islam-Feinde sind.

Lucke nennt den Forderungskatalog der Protestbewegung „sehr vernünftig“. In dem Papier finden sich neben der Forderung nach einem „Erhalt der christlich-jüdischen Abendlandkultur“ auch die Abschaffung der „politisch korrekten Geschlechtsneutralisierung unserer Sprache“ und eine „Null-Toleranz-Politik gegenüber straffällig gewordenen Asylbewerbern und Migranten“.

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Brandenburger Landtag, Alexander Gauland, geht noch einen Schritt weiter. Der für seine hemdsärmelige Art bekannte Politiker sucht am Montag in Dresden das Gespräch mit den „Pegida“-Demonstranten. Einem Fernsehreporter sagt Gauland: „Ich muss in der Tat mir die Frage stellen, wie kann ich diese Probleme lösen, und da gehört dazu, dass ich in der Tat kriminelle Ausländer abschiebe.“

Mit ihrer Unterstützung für die „Pegida“-Bewegung, die in den vergangenen Wochen ungefähr so viele Menschen auf die Straße gebracht hat, wie die AfD Mitglieder zählt, steht die Newcomer-Partei nicht ganz alleine da. Auch die CSU hat Verständnis für die „Sorgen der friedlich demonstrierenden Bürger aus der Mitte der Gesellschaft“ geäußert. Gleichzeitig haben sich die Christsozialen jedoch deutlicher als die AfD von den „zwielichtigen Organisatoren der Proteste“ und den „rechtsextremen Dumpfbacken, die dort auch mitlaufen“ (O-Ton CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer) distanziert.

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  • dpa
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64 Kommentare zu "Islamisierung als Wahlkampfthema: Die AfD mischt bei „Pegida“ mit"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Lieber Herr Knoll, bevor Sie die negativen und falschen Aussagen der Presse übernehmen, sollten Sie sich selber einmal ein Bild über die AfD machen: "alternativefuer.de". Dort werden Sie spätestens beim Durchlesen der Mitgliedsantrags feststellen, dass Rechtsradikale oder Menschen, die jemals Mitglied in einer rechtsradikalen Partei gewesen sind, vom Beitritt ausgeschlossen sind! Lassen Sie sich also bitte nicht die Meinung von den Medien aufzwingen, sondern machen Sie sich selber ein (richtiges) Bild.

  • Spiel mit dem Feuer? Was machen unsere Politiker mit dem Islam? Die Folgen sieht man wieder in Pakistan. Wir zünden laufend!!

  • Tito Klein
    Özdemir soll seine Klappe halten. Seine deutschfeindlichen Aussagen sind bekannt

  • Frauke Müller,
    Sie haben es betens gesagt

  • Herr Marcus T.
    ich auch. Aber uns, also normale Bürger lädt man ja nicht ein
    Man holt sich dann liebr ganz stramme linke Journaliten, wie gestern wieder bei Lanz odr Sonntag bei Jauch

  • Alexander Knoll,
    EGIDA und die AfD hat dafür das Sammelbecken bereitgestellt. Leider will jedoch keiner so richtig erkennen, dass auf dem Boden des Sammelbeckens ein Hackenkreuz prangt.
    ------------------
    Da istz er wieder der totale Schwachsinn der Gutmenschen.
    Wer nicht auf dem linken Mainstream schwimmt, ist eben einfach rechts.
    Machen Sie es sich nicht ein wenig zu einfach?
    Ein Land, wie unsres, was keie einzige konsrvative Partei mehr hat, denn die CDU ist das nicht mehr, muß sich nicht wundern, wenn sich eie AfD bildet. Die ist ncith rechts, sodern konservativ-bürgerlich.

  • Völlig richtig und gut formuliert!

  • Hier tut sich ein Graben auf!
    Die Reaktionen der „Volksvertreter“ und deren medialen Erfüllungsgehilfen auf den Protest vertiefen den Graben noch. Die Wortführer werden zu Unpersonen und Rattenfänger gestempelt, die mitdemonstrierenden Bürger zu naiven Mitläufern, Ratten herabgewürdigt, welche „unbegründeten, diffusen Ängsten und Ressentiments“ erlegen seien. Beides erweist sich bei näherer Betrachtung als hilflose Abwehr einer „Funktionselite“, die den Draht zu weiten Teilen des Volkes verloren hat und die, schlimmer noch, unwillig oder gar unfähig ist, jenen Draht wieder aufzunehmen. Das protestierende Volk möchte keine Aufklärung oder Sensibilisierungsmaßnahmen, sondern eine Kehrwendung der aktuellen Politik!

  • @ Reiner Zufall „Was sind denn "Biodeutsche"?“
    Aus welchem Muspott kommen Sie denn? Die Definition des „Biodeutschen“ erfragen Sie bei dem „Biotürken“ und Paßdeutschen Çem Özdemir.

  • Wenn die Medien (2004-2009) vor Islamisierung (oder auch die Kanzlerin vor noch nicht allzu langer Zeit) warnen, ist es "Journalismus". Wenn das Volk vor Islamisierung warnt, ist es auf einmal "Rechts-Populismus". Wer will Euch Volksvertreter und Medien noch ernst nehmen!??

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