„Ist das nötig?“ SPD-Basis rebelliert gegen Sarrazin-Ausschluss

Thilo Sarrazin entwickelt sich zum ernsthaften Problem für die SPD-Spitze. Denn das Parteiausschlussverfahren gegen den umstrittenen Bundesbank-Vorstand stößt auf Unmut an der Parteibasis. Offen für den Verbleib Sarrazins sprachen sich auch prominente Sozialdemokraten aus.
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Unter Beschuss: Thilo Sarrazin. Quelle: dpa

Unter Beschuss: Thilo Sarrazin.

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Parteichef Sigmar Gabriel sagte der Zeitung „Bild“: „In Zuschriften und Anrufen werden wir natürlich auch gefragt, ob das denn nötig ist.“ Der Umgang der Partei mit Sarrazin sei „den Wählern und an der SPD-Basis nicht leicht zu vermitteln“. Es müsse klargestellt werden, dass es nicht um Sarrazins Kritik an den Fehlern der Integrationspolitik gehe, sondern um „sein fatales menschenverachtendes Menschenbild“.

Der 65-jährige ehemalige Berliner Finanzsenator Sarrazin hatte mit Äußerungen über muslimische Einwanderer und Juden einen Sturm der Entrüstung ausgelöst.

Sarrazin muss heute der Bundesbank-Spitze Rede und Antwort stehen. Der Vorstand hat ihn dazu nach Frankfurt zitiert. Er will anschließend mit dem Ethik-Beauftragten der Notenbank über die berufliche Zukunft Sarrazins beraten. Die Abberufung eines Vorstandsmitglieds wäre in der Geschichte der Notenbank einmalig. Experten sehen dafür hohe Hürden. Eine Entscheidung wird möglicherweise schon nach der Vorstandssitzung verkündet.

Unterdessen forderte die Linkspartei die SPD auf, den ehemaligen Berliner Finanzsenator sofort aus der Partei zu werfen. „Die SPD muss härter gegen Sarrazin vorgehen, wenn sie sich nicht dem Verdacht aussetzen will, dass sie stillschweigend Sarrazins Entgleisungen in Kauf nehmen will“, sagte Linken-Bundesgeschäftsführer Werner Dreibus der „Berliner Zeitung“.

Das SPD-Präsidium hatte am Montag ein Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel beschlossen, den 65-Jährigen auszuschließen. Darüber muss noch der Parteivorstand entscheiden.

Ein Parteiausschlussverfahren gehe nicht weit genug, sagte Dreibus. „Gegen Sarrazin muss mit der ganzen Härte des SPD-Statuts vorgegangen werden.“ Dieses enthalte „ausdrücklich die Möglichkeit, Mitgliedern in Ausnahmefällen sofort die Mitgliederrechte zu entziehen“, sagte Dreibus. Diesen Sofortausschluss-Paragrafen habe die SPD-Spitze 2004 auch angewendet, um die Gründer der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) aus der Partei zu werfen. Dazu gehörte der heutige Linken-Vorsitzende Klaus Ernst. Die WASG fusionierte später mit der PDS zur Linkspartei.

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  • "Schade, dass die islamisch dominierte Gesellschaft erst in 50-60 Jahren in Deutschland konkrete Formen annehmen wird. Für mich leider zu spät. ich würde gerne heute schon ungestraft meine Frau und Kinder schlagen dürfen. Es wäre auch schön solche dann unnützen Multkulti Tussen ala C. Roth von den Grünen zu entsorgen, sowie ihre an den bahnhöfen herumlungernden punkigen Hilfskohorten einer sinnvollen islamischen beschäftigung zu zuführen. Außerdem war ich doch schon immer für ein strengeres Strafrecht, warum also nicht die Scharia. Überhaupt wäre es gut die ganze Frauenemanzipation auf islamisches Niveau zurecht zu stutzen. Als muslimischer Mann der ich dann wäre hätte ich in einer islamischen Gesellschaft sicherlich nichts auszustehen und alle anderen können mir doch egal sein. Nur dieser verdammte Sarrazin will dieses von langer Hand geplante Takeover stören. Also der Mann muss wirklich weg gemacht werden !"

  • >apol

    "...Hetze..."

    Hetze? Derjenige der hetzt, sind Sie, indem Sie andere als "braune Ratten" bezeichnen, nur weil ihnen deren Meinung nicht in den Kram passt.

  • tut mir leid, bin weder Anhänger des islam noch sonst einer Gesinnungsgemeinde. bei solcher Hetze gegen Minderheiten hört bei mir der Spaß aber auf. Soll sich doch auch jeder Deutsche - einschließlich der hier sich Ausbreitenden - einen intelligenztest machen - die 10 Prozent Schlechtesten werden aus "volkshygenieschen Gründen" ausgebürgert, gell?

    mfG

  • >apol

    "Die braunen Ratten.."

    Vergleichen Sie mal die Wesenszüge des islam mit denen des Faschismus. Da finden Sie einige Übereinstimmungen, allem voran den Antisemitismus. Ergo bezeichnen Sie die falschen als "braune Ratten".

  • @ apol (10)

    „Die braunen Ratten kommen langsam wieder aus ihren Löchern.... Oder sollte sich Herr Sarrazin mal mit einem Psychologen unterhalten, warum er auch noch einen Schnauzbart tragen muss...?“

    Wenn es den roten Dekonstrukteuren an Argumenten gebricht, holen sie die Nazikeule hervor und verdrängen, daß sie aus dem selben Stall kommen, nur eine andere Tür benutzen.

  • Die braunen Ratten kommen langsam wieder aus ihren Löchern.... Oder sollte sich Herr Sarrazin mal mit einem Psychologen unterhalten, warum er auch noch einen Schnauzbart tragen muss...?

    im Übrigen verdeutlich Herr Sarrazin die ganze Sinnlosigkeit der Vererbungssoße: Der Durchschnittsmensch schöpft lediglich 10 Prozent seines geistigen Potentials aus. "Dumme Menschen" sind daher in erster Linie geistig träge Menschen, die vor dem Fernseher oder in der Kneipe ihre Zeit verbringen, während umgekehrt zunächst weniger begabte Menschen bei hoher Lern- und Leistungsbereitschaft sehr intelligent sein bzw. werden können.

    Die bewertung eines Menschen allein aufgrund dessen intelligenz erscheint fundamentalistisch. Menschen sollen die ihnen in der Gesellschaft zugewiesenen Aufgaben erfüllen. Muss bspw. ein Gärtner wirklich besonders intelligent sein, oder ein Kassierer im Supermarkt bzw. am bankschalter? mfG

  • ...braucht unser Land, es müssen auch unbequeme Themen wieder angesprochen und vor allem gelöst werden. Dänemark und die Niederlande sollten hier als Vorbild dienen.

    Für unsere Demokratie hoffe ich, dass Herr Sarazin seinen bundesbankposten und die SPD-Mitgliedschaft verliert. Dann hätte er mehr Zeit für wirklich wichtige Dinge, z.b. könnte er eine neue Partei gründen.

    Meine Stimme hätte er sofort und wenn ich Freunde und Kollegen so höre, dann wären bei der nächsten Wahl locker 10-20% der Stimmen möglich, übrigens auch von vielen Migranten. Dann können sich die etablierten Parteien des unteren Mittelmaßes (also alle derzeit existierenden) warm anziehen!

  • Mit viel Getöse soll die Lebenslüge der 68-er Multikultis übertüncht werden. Statt die Probleme anzupacken, die T. Sarrazin sehr provokativ anspricht, wird weitergelogen wie bisher.

  • Schön, wenn die Parteibasis Herrn Gabriel "Licht ans Rad" macht, wann melden sich die 50 - 80% der CDU/CSU- und FDP-Mitglieder bei ihren Parteioberen zu deren "demokratischem" Verhalten und Ansinnen zu Wort? bisher ist das wirklich dürftig! Soll man in Zukunft aus Verzweiflung NPD wählen? Ein Denkzettel wäre angebracht, wenn sich keine neuen politischen Kräfte entwickeln oder besinnung in den etablierten Parteien einkehrt! Es muß Schluß sein mit der Politik gegen den Willen der Mehrheit in diesem Lande!

  • Es ist sicher leichter andere Meinungen auszugrenzen anstatt sich mit der Problematik der Parallelgesellschaften im Land zu befassen.Mit Demokratie hat das Verhalten der Parteioberen von Regierung und Opposition nichts zu tun.Medien und Politik geben ein schlechtes beispiel ab.Mit Sicherheit wird die Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit zunehmen.Die heutige politische Klasse ist wie sich zeigt allenfalls unteres Mittelmaß.

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