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Ist der Markwirtschaft zu helfen? Fünf Schritte gegen die Bastard-Ökonomie

Seite 3 von 6:
Entflechtung von Banken und Politik

Im Gegensatz zu den Tiraden eines John Lancester oder Frank Schirrmacher, wonach die Finanzwelt in ihrer jetziger Form am besten abgeschafft gehört, differenziert Steingart: „Nicht der Staat und die Banken sind von Übel, sondern ihre Zusammenarbeit ist von bedenklichem Charakter, weil beide die Risiken, die sie eingehen, nicht tragen können.“ Es muss sich eine Menge ändern, wenn sich zum Beispiel 43 Prozent der Bilanzsumme deutscher Banken unter öffentlicher Kontrolle befinden.

Steingart will Banken und Politik per Gesetz voneinander trennen: Um die bastardisierte Marktwirtschaft, die sich als „Sackgasse der ökonomischen Evolution“ erwiesen habe, zu beenden, fordert er ein Entflechtungsgesetz.

Das Ziel ist, den Rückzug des Staates aus der Geldwirtschaft und den Rückzug der Geldwirtschaft aus dem Gemeinwesen zu organisieren. Die Marktwirtschaft braucht beide Spieler, aber eben in getrennter Formation - ohne diese "intime Form der Zusammenarbeit".

Banken müssen wieder zu Dienern der Gesellschaft werden
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63 Kommentare zu "Ist der Markwirtschaft zu helfen?: Fünf Schritte gegen die Bastard-Ökonomie"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Fredi,

    Plesbizite sind nichts Anderes als populistischer Mehrheitsopportunismus.
    Sie könnten nur etwas Anderes sein, wenn die Mehrheit der Bürger zum Thema wirklich sachkundig wäre.
    Das aber ist ausgeschlossen, weil es dazu weder Zwang noch selbständigen Antrieb gibt. Wir müssten quasi alle zu Fachleuten von allem mutieren, das auf diese Weise entschieden werden soll.

    Wenn im letzten Krieg das verblendete Volk schrie "Wir wollen den totalen Krieg" dann können sie sich vorstellen was Plesbizite anrichten können.

    H.

  • Das Budgetrecht dem Bürger geben - nein, bitte nicht. Es ist nun einmal so, dass diejenigen, die die meiste Zeit haben die meisten Stimmen bekommen, weil sie am lautesten brüllen können. Und das sind hierzulande zum einen die, die nicht nicht mehr arbeiten müssen, weil sie genug Geld haben und diejenigen die nicht arbeiten weil es die Hängematte gibt. Übrigens gehören gerade die dazu, die definitiv nicht mit Geld omgehen können, die in die private Insolvenz maschieren um nach 6 Jahren wieder fleißig auf Pump zu leben.
    und genau an der Stelle sehe ich auch das Problem. Wir haben Recht und Pflicht entkoppelt. Jeder hat, und soll auch haben, das Recht Schulden zu machen. Aber jeder sollte dann auch die Pflicht haben diese Schulden zurück zu zahlen. und wer hohe Schulden macht muss schlimmstenfalls das ganze restliche Leben dafür zahlen. Auch die Insolvenz von Firmen muss wieder anbders laufen. Inzwischen gibt es einen riesigen Dienstleistungsbereich, der nur von den Insolvenzen lebt. Das kann und darf nicht sein, dass statt die Bezahlung von Lieferanten die Beschäftigung von Unternehmensberatern im Vordergrund steht. Und ja, auch Banken und Staaten müssen und dürfen pleite gehen.
    Das Schlüsselwort ist Verantwortung.
    Jeder muss wieder die Verantwortung für sein tun übernehmen. Politiker übernehmen die Verantwortung doch nur vor der laufeden Kamera mit schönen Worten. Nicht mit tatsächlichen Taten. Wenn ich die Fensterscheibe meines Nachbarn einwerfe und die Verantwortung dafür übernehme, dann muss ich dafür zahlen. So war das in meiner Kindheit - da wurde dann für ein paar Wochen das Taschengeld gekürzt, oder es gab kein Kino oder ähnliches. Heute zahlt das dann die Versicherung.
    Geschäftsführer sind durch D&O-Versicherungen abgesichert, Arbeitnehmer durch die Gesetze. Handwerker gründen GmbHs um die eigene Haftung (Verantwortung) zu minimieren.

  • "Die heutige Welt besteht aus einer Mischung aus Markt- und Staatswirtschaft, „in der Risiko und Verantwortung entkoppelt wurden“. In dieser Bastardwirtschaft ist die Regierung nicht mehr der neutrale Spieler, sondern ein Doppelwesen,..."

    Was in diesem Buch postuliert wird, ist ein ganz alter Hut. Schon zu meinen Studienzeiten in den 80er Jahren haben sich meine VWL-Professoren über den wachsenden Einfluss des Staates BRD (damals noch vor der Wiedervereinigung) mokiert.

    Die ganze Industriepolitik der damaligen NRW Landesregierung von MP Rau und auch seiner Vorgänger z.B. basierte auf das steuerfinanzierte Subventionieren der Montanindustrie. Worüber bei Banken heute geschimpft wird war für die Thyssens und Krupps standard. Da hat sich niemend aufgeregt, wenn der Staat sich verschuldet hat.
    Schon damals hiess es in den Vorlesungen "Thyssen oder Krupp könnten gar nicht pleite gehen, weil sie auf kaltem Weg sozialisiert wurden"
    Unsere Professoren waren ziemlich frustriert, wenn bei Ihnen von Bundes- oder Landesminiserien Gutachten in Auftrag gegeben wurden und es danach hiess " wenn ich das umsetze, verliere ich die Wahlen"

    In Lehrbüchern war damals schon zu lesen, dass in keinem westlichen Land Marktwirtschaft eins zu eins aus der Theorie übernommen wurde - nicht mal in den USA.

    Andererseits haben die Wähler in Deutschland als Gesamtheit überhaupt kein Interesse an sinnvoller Wirtschaftspolitik. Deshalb wird die CDU der SPD immer ähnlicher und deswegen erblöden sich auch einige Parlamentarier sogar dazu, die FDP oder den AfD in die rechtsextreme Ecke zu stellen.


  • "Und die Chinesen können absolut nicht verstehen, warum wir die korrupten Loser aus dem Süden alimentieren, obwohl sie uns maßlos und anmaßend beleidigen!

    *lach*, Ihre Chinesen vielleicht nicht, andere haben immer noch die Sorge das ihre Töchter oder Frauen entführt werden, und die interessiert Europa genauso viel wie Europäer wirklich interessiert was die Chinesen so machen, Hauptsache das billige iPod kommt hier an.

    Auch Sie wollen nicht über ihren Topfrand rausgucken, hier geht es um ein Buch über verschiedene Systeme von Marktwirtschaften u. a.
    Bei einer solchen Diskussion "outet" sich niemand, sogar Sie nicht :), sondern es darf erlaubt sein, zu überlegen wie man, den auch angedeuteten, Übergang von einer Industrialisierung in eine Gesellschaft gestalten könnte, wollte, müßte, die man schon mal als Informationsgesellschaft beschrieben hat, und vor allem wie man das finanzieren könnte, müßte, sollte. Aber davon halten die Deutschen ja auch nichts :), lieber Kohlköppe einpacken für die Arbeitsdisziplin, damit die Bachelors noch was verdienen, oder?

  • Das Problem liegt doch daran, dass Oligogopole in Wirtschaft und Finanzen global den Ton und den Preis angeben.Hinzu kommt die Tatsache, dass wir die größte Umwälzung in der Geschichte der Produktionsmittel haben- die Digitalisierung. Die Folge: Das katastrophale Wegschmelzen von Jobs.Dadurch entstehen Steuerausfälle, die die Staaten mit noch mehr Schulden kompensieren müssen. Für den Verkauf der Schuldbriefe brauchen die Staaten natürlich die Banken.Damit die Kommunikation stimmt, bilden Politik, Oiglogopole und Finanzwirtschaft eine sich gegenseitig bedingende Einheit der Existenzsicherung.Wer redet da noch von der sogenannten sozialen Marktwirtschaft? Kleine Frage: Kann eine Marktwirtschaft eigentlich sozial sein, wenn ich doch einen Mehrwert- man kann auch sagen- Profit- generieren muss als Unternehmer? Wie wäre es mal, dass Problem vom Fundament aus zu betrachten- statt Kosmetik und Nebelbomben für`s Volk?
    Schönen Abend auch!
    M.H.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • "Die Globalisierung hat nun einmal dazu geführt, dass sich die ehemaligen Kolonien nicht mehr ausbeuten lassen wollen und leider kein Verständnis dafür haben, warum sie für die „Faulheit“ der kolonialen Herrenmenschen weiterhin bluten sollen. "

    Ich habe das Gefühl wir reden aneinander vorbei :).
    Ihre Länder mit sehr, sage ich mal,"sehr Arbeitgeberfreundlichen Mitarbeitern" WERDEN ausgebeutet (die Fabrikbrände sagen genug), auch wenn sie dazu keine Lust mehr haben.
    Irgendwann ist auch Schluß mit der Industrialisierung, dann ist Bangladesh auch nicht mehr die erste Sahne, und diese Arbeitsplätze werden irgendwann wohin verlagert? Es kann doch nicht nur darum gehen irgendwelche Bügeleisen für die Industrieländer zusammen zu bauen und dafür das "geignete Personal" zu rekrutieren. In 10 Jahren braucht man vielleicht für das Zusammensetzen von Autos nur noch 1 Kontrolletti für 100 Autos oder so. Was machen diese Leute dann, es kann nicht jeder Roboter entwickeln. Urlaub in Deutschland und Rentner begucken nehme ich an :).
    In Zukunft wird "Arbeitsdisziplin", so wie ich das noch gelernt habe, kaum noch eine Rolle spielen. Die Wertbildung selbst muß sich ändern, die Waschmaschine wird nicht mehr das Volkseinkommen garantieren können, auch nicht wenn man die so baut, das sie nach 2 Jahren in ihre Einzelteile zerfällt, damit die Arbeitsamen im Sinne der Globalisierung mit der besten Arbeitsdisziplin noch bei der Stange halten kann. Daran wird auch kein Onlinehandel, kein Spargelstechen oder andere Wohltaten etwas ändern. Geld kann man immer noch nicht essen.
    Je eher man sich darüber einen Kopf macht, umso besser, auch - und vor allem in Deutschland.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @Pillepalle
    Ein Film aus den 90er Jahren soll erneut aufgelegt werden, ein Remake sozusagen. Und Sie, Pillepalle, sollen darin die Hauptrolle spielen. Der Film heißt "Das kleine Arschloch". Na, das wäre doch genau das Richtige für Sie, gell!

  • Na, Sie scheinen es ja nicht so mit Frauen zu haben. Sind Sie etwa schwul, oder kommen Sie nicht bei Frauen an? Ihren dämlichen Einlassungen entsprechend, scheinen Sie arg zu kurz gekommen zu sein. Wie kommen Sie damit klar .. als Unterlegener, Loser, Versager? Oder kommen Sie einfach nur zu früh? Fragen über Fragen!

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