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IW-Chef Hüther „Keine Verschärfung der Euro-Krise wegen Frankreich“

IW-Direktor Michael Hüther sieht in Frankreich erhebliche wirtschaftliche Probleme. Er kritisiert besonders Präsident Hollande für dessen Politik. Eine Gefahr für die Euro-Zone sei dies jedoch nicht – im Gegenteil.
27.07.2013 - 16:10 Uhr 92 Kommentare
IW-Direktor Michael Hüther sieht durch die wirtschaftlichen Probleme in Frankreich keine Gefahr für die Euro-Zone. Quelle: dpa

IW-Direktor Michael Hüther sieht durch die wirtschaftlichen Probleme in Frankreich keine Gefahr für die Euro-Zone.

(Foto: dpa)

Berlin Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, rechnet nicht damit, dass die wirtschaftlichen Probleme Frankreichs zu einer erneuten Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise führen könnten. „Frankreich hat ohne Zweifel erhebliche wirtschaftliche Probleme, vor allem die Wirtschaftsstruktur bietet wenig Ansatz für eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, sagte Hüther Handelsblatt Online. Man habe immer noch nicht den Eindruck, dass Präsident François Hollande wirklich das Notwendige sehe und umsetze. Auch funktioniere die Sozialpartnerschaft nicht so, dass eine Anpassung der Arbeitskosten konfliktfrei gelinge. „Das führt aber nicht zwangsläufig zu einer Verschärfung der Krise in der Euro-Zone“, betonte der IW-Chef.

Einerseits seien die institutionellen Veränderungen im Euroraum weit gediehen, auch wenn die Bankenaufsicht bei der Europäischen Zentralbank (EZB) wegen vieler technischer Fragen noch länger benötige. Zurecht verlange Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine vertragliche Lösung, so Hüther. Aber: „Die wirtschaftliche Entwicklung in der Euro-Zone beginnt ins Positive zu drehen“, fügte der IW-Chef hinzu.

Kritik äußerte Hüther in diesem Zusammenhang an Ex-EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark, der im Handelsblatt (Freitagausgabe) die Einschätzung äußerte, dass sich die Krise im Spätherbst zuspitzen werde. „Wir werden in eine neue Phase der Krisenbewältigung eintreten.“ Nach der Bundestagswahl Ende September werde Frankreich den Druck auf die EZB und Deutschland erhöhen. Das Staatsanleihekaufprogramm OMT solle eigentlich in Spanien und Italien zum Einsatz kommen. „Aber der Druck wird enorm werden, das Instrument auch in Frankreich einzusetzen. Und zwar ohne, dass sich das Land unter den Rettungsschirm begeben muss“, sagte Stark.

Hüther sagte dazu: „Jürgen Stark versucht mit seinen Negativvisionen mehr seinen Rücktritt aus dem EZB-Direktorium zu rechtfertigen. Bedroht wird die Unabhängigkeit weniger vom OMT-Programm, sondern mehr von den Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht.“

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    92 Kommentare zu "IW-Chef Hüther: „Keine Verschärfung der Euro-Krise wegen Frankreich“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Korrekt! Und ergänzend muss man auch aus Fairnessgründen Wulff nennen.

    • Bedroht wird die Unabhängigkeit weniger vom OMT-Programm, sondern mehr von den Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht.“ Dieser Satz zeigt schon, welche Geisteshaltung dieser Mensch einnimmt. Aber um zu sehen, wie es Deutschland geht, sollte man die Höhe der jetzigen Bürgschaften von 1 Billion EURO einmal zu Grunde legen. Wir brauchen nämlich die Pleite von Frankreich gar nicht mehr, wenn diese Bürgschaften erst schlagend werden.

      Wieviel ist eine Billion denn jetzt wirklich?
      Angenommen, der Staat ( also der einzelne Bürger wie Du und Ich) müsste heute die Bürgschaft von 1 Billion EURO leisten.
      Seit Christi Geburt sind 2013 Jahre vergangen.
      Wenn wir alle diesen Zeitraum von 2013 Jahren zu Grunde legen, wie viel Geld müssten wir dann wohl jeden Tag (ohne irgendwelche Zinsen zu berücksichtigen) zahlen
      Genau, wir müssen 2013 Jahre lang jeden Tag 1.361.016,41 EURO zahlen.
      Mit Zinsenzinsen, die ja von uns zu zahlen wären, lässt sich dieser Betrag leider nicht mehr ausrechnen, wie das Beispiel des Josephspfennig beweist
      „Geld, das Zinseszinsen trägt, wächst anfangs langsam; da aber die Rate des Wachstums sich fortwährend beschleunigt, wird sie nach einiger Zeit so rasch, daß sie jeder Einbildung spottet. Ein Penny, ausgeliehen bei der Geburt unsers Erlösers auf Zinseszinsen zu 5 %, würde schon jetzt zu einer größeren Summe herangewachsen sein, als enthalten wäre in 150 Millionen Erden, alle von gediegenem Gold. Aber ausgelegt auf einfache Zinsen, würde er in derselben Zeit nur angewachsen sein auf 7 sh. 4 ½ d. [7 Shilling, 4 ½ Pence].




    • Michael Huether, Direktor des IW (Institut für Wirtschafts Köln), so wird er immer in der Presse und im TV angepriesen. Warum steht nie dabei, dass er eines der ranghöchsten Mitglieder der INSM ist und dass das IW-Wirtschaftsinstitut Köln das Wirtschaftsinstitut der INSM ist? Und die INSM wiederum das Propagandainstitut der Arbeitgeberverbände Gesamtmetall und Elektroindustrie ist? Und Vorsitzender des Kuratoriums der INSM ist der frühere Bundeswirtschaftsminister und Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Wolfgang Clement.
      Die INSM verfolgt das Ziel, durch Öffentlichkeitsarbeit ihre ordnungspolitischen Botschaften bei Entscheidern und in der Bevölkerung zu verankern. In der Bevölkerung soll die Bereitschaft für wirtschaftsliberale Reformen erhöht werden, ein unternehmensfreundliches Klima erzeugt werden und Eigenverantwortung, Wettbewerb und unternehmerische Freiheit als positive Werte betont werden und für dieses Ziel sind Halbwahrheiten und geschickt verbrämte Hetze (vor allem im sozialen Bereich) eine der meistgenutzten Waffen.
      Hüther ist vom gleichen Schlage wie Lucke und seine AfD, die ich für schlimmer als die FDP halte.
      Gert Flegelskamp

    • Naja, das IW hat ja auch noch wenige Tage vor Lehman von Aufschwung im kommenden Jahr geschwafelt.

      Was studiert man eigentlich, um so einen Mist zu schreiben, wie die ganzen Analysten...??

    • Besonders fuer anstaendige Menschen mit gesundem Menschenverstand ist Ihre AfD (ALTERNATIVE FUER DEPPEN) ohnehin nicht waehlbar. Kein Partei-Programm, keine konkreten Aussagen/Konzepte. Einige "Highlights" der AfD:
      1. Initiatoren/Gurus Lucke/Henkel/((Un)Sinn/Starbatty sind rechtspopulistische Neoliberale, fuer Hungerloehne, laengere Arbeitszeiten, weniger Urlaub, Sozialabbau, gegen Lohnerhoehungen, Mindestloehne
      2. Der Fuehrer der AfD, Lucke, ist ein Versager der nach 30 Jahren erkennen musste ("slow learner"), dass weder er noch seine asozialen neoliberalen Ideologien in der CDU gefragt sind, dann ist er ausgetreten und hat sein Glueck als Kandidat der Freien Wähler bei der Landtagswahl in Niedersachsen 2013 versucht, das Ergebnis war 1,1% - jetzt versucht er es mit der AfD. Ein Loser, so wie viele andere in der AfD...
      3. verkrachte Existenzen, Pleitiers, Moechte-Gern-Unternehmer, die nur Verluste erwirtschaften, die die "Diaeten" abgreifen wollen, um ein Einkommen zu haben. Bsp.: "Pleite-Frauke" Petry, Vorstand, Steffen Schäfer, LL Bayern, Platz 2, Vorstand Wolf-Joachim Schünemann, stellvertr. L.-Vorsitzender Fritz Schladitz
      4. Luegner/Betrueger, Bsp. AfD Bayern:
      Andre Wächter, Vorsitzender AfD Bayern und Dr. Brigitte Stöhr, 1. Stellvertreterin, versprachen beider Vorstands-Wahl beide, nicht für die ersten Listenplätze anzutreten. Nun sind sie auf der Liste die Nummer 1 bzw. 3...
      5. Befuerworter von Angriffskriegen a la USA
      "Doch ist die AfD nicht gegen Auslandseinsätze, sondern betont umgekehrt" AfD PK vom 15.07.2013, Lucke/Otten
      Dazu kommen noch diverse Rechte und widerliche "Exoten", wie die Russin Irina Smirnova (Vorstand, Beisitzerin), (Forderung: Zwangsunterrichtung aller Hilfsbedürftigen und Asylbewerber in einem „Lektorium“), sowie Prof. Oberender (wiss. Beirat) mit der seiner Forderung nach freiem Organhandel (Arme sollen den Reichen ihre Organe verkaufen).
      Wer diese Bauerfaenger waehlt, ist also ein Hammel, der seinen eigenen Schlaechter waehlt...

    • Lügen Lügen Lügen Lügen Lügen Lügen Lügen
      Giftcocktail: CDUGRÜNESPDFDPLINKECSU, die schlimmste Bedrohung seit Adolf...
      Deutschland am Boden, also kann es mit etwas Neuem nur besser werden. Da versuche ich es lieber mal mit Alternativer für Deutschland, AfD.

    • @Rechner
      Deine Angaben:

      "Leistungsbilanz der jeweils letzten 12 Monate Frankreich:

      Mär 2011: -53 Mrd
      Jun 2011: -59 Mrd
      Sep 2011: -61 Mrd
      Dez 2011: -59 Mrd
      Mär 2012: -53 Mrd
      Jun 2012: -50 Mrd
      Sep 2012: -46 Mrd
      Dez 2012: -45 Mrd
      Mär 2013: -43 Mrd "

      Ich halt mal dagegen: Quartalsergebnisse Leistungsbilanz Frankreich, Angabe in Millionen Euro, Quelle Eurostat:

      q4/2011 -8.029
      q1/2012 -9.732
      q2/12 -17.551
      q3/12 -8.238
      q4/12 -9.200
      q1/12 -12.356

      Diese Quartalsergebnisse spiegeln nicht deine Monatsergebnisse wieder, auch nicht tendenziell.

    • Falls die AfD (auch Armut fuer Deutschland) sich doch noch
      in den BT einschleichen sollte, so wuerde der EUR fallen und die Zinsen steigen => Wohlstandsverlust, Mehrausgaben fuer Staat und Wirtschaft, die durch Sparmassnahmen/Entlassungen kompensiert werden muessten. Falls die AfD
      jedoch ernst machen sollte und EUR-Staaten in die Pleite treibt (halte ich allerdings fuer Wahlkampf-Luege, wie auch die Anti-EUR-Haltung), wuerde auch das Verluste fuer den Staat/die Wirtschaft und hohe Arbeitslosigkeit bedeuten. Hinzu kommt, dass die neoliberalen Gurus Lucke/Henkel/(Un)Sinn eine Ausweitung des Niedriglohnsektors (Hungerloehne, laengere Arbeitszeiten ,weniger Urlaub, Sozialabbau, keine Mindestloehne) fordern - wieder
      Wohlstandsverlust und riesige Einnahmeausfaelle. Die Entlastung der Gutverdiener/Reiche (einheitlicher Steuersatz 25%) wuerde den Staat ca. 40 - 50 Milliarden kosten, dazu kommt noch die Abschaffung der EEG-Umlage
      zugunsten einer steuer-finanzierten Foerderung der regen. Energie. Summa summarum: Deckungsluecke/Einnahmeausfaelle min. 100 Milliarden EUR p.a., ein Konzept zur Deckung fehlt. Die AfD hat eben weder konkrete, nachvollziehbare Konzepte noch ein Partei-Programm, die halten den Waehler
      fuer so bloede, das er eine Partei waehlt, die nicht einmal konkret und verbindlich sagt, was sie eigentlich will. Bauernfaenger halt... AfD, die Alternative fuer Deppen...

    • Ja glauben Sie denn ernsthaft daran diese verluderte
      FDP würde tatsächlich gegen Eurobonds stimmen wenn es
      drauf ankäme ? Nein, Jammer-Rößli und Wein- Brüderl
      werden dann dem blöden Wahlvolk labernd erklären, wa-
      sie plötzlich für Eurobonds sind-ha, ha, ha!
      Das, was wirklich hilft ist die AFD und warum, na ganz
      einfach, davor hat die Einheitsparteien Front Schiss!

    • Eddi, Du armes, dummes Semmelhirn. Du mußt ziehen und nicht blasen!

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