IW-Studie In mehr als 100 Berufen herrscht Fachkräftemangel

Vor allem in der Informatik und im Gesundheitsbereich haben deutsche Unternehmen massive Probleme, offene Stellen zu besetzen: Im Pflegebereich kommen zum Beispiel nur 29 Arbeitslose auf 100 Stellenausschreibungen.
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Ein Altenheim: Für die Studie des arbeitgebernahen Instituts wurden die bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Stellengesuche sowie die in den einzelnen Berufen als arbeitslos gemeldeten Fachkräfte analysiert. Quelle: dpa

Ein Altenheim: Für die Studie des arbeitgebernahen Instituts wurden die bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Stellengesuche sowie die in den einzelnen Berufen als arbeitslos gemeldeten Fachkräfte analysiert.

(Foto: dpa)

KölnViele Unternehmen unterschiedlicher Branchen haben laut einer Studie Probleme, offene Stellen zu besetzen. In 106 von rund 580 analysierten Berufen gebe es in Deutschland bereits seit zwei Jahren kontinuierlich weniger Arbeitslose als freie Stellen, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Mittwoch mit. Besonders großer Mangel an Fachkräften herrsche in technischen Berufen, in der Informatik und im Gesundheitsbereich.

Für die Studie des arbeitgebernahen Instituts wurden die bei den Arbeitsagenturen gemeldeten Stellengesuche sowie die in den einzelnen Berufen als arbeitslos gemeldeten Fachkräfte analysiert. Demnach kamen zwischen September 2011 und August 2013 auf 100 Gesuche nach Fachkrankenpflegern durchschnittlich nur 29 arbeitslos gemeldete Pfleger. Ähnlich sah es bei Kältetechnikern (33 Arbeitslose), Altenpflegern (34), Bauelektrikern (40) und Mechatronikern (42) aus.

Bei den Akademikern gibt es laut der Studie in den sogenannten MINT-Berufen, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik umfassen, besonders große Engpässe. So kamen 100 Stellenangebote für Elektrotechniker lediglich 55 Arbeitslose, bei Luft- und Raumfahrttechnikern waren es 57 und bei den Informatikern 61 Arbeitslose. Da in der Regel nur etwa jede zweite offene Stelle bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet werde, sei bereits von einem Engpass auszugehen, wenn es je 100 gemeldete offene Stellen weniger als 200 Arbeitslose gebe, erklärte das IW.

  • afp
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7 Kommentare zu "IW-Studie: In mehr als 100 Berufen herrscht Fachkräftemangel"

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  • "Fachkräftemangel" - Die fortgesetzte unverschämte Volksverdummung kennt offenbar keine Grenzen mehr.

  • Bei Studien bin ich immer ungläubig. Um 5 Millionen deutsche Bürger suchen einen Arbeitsplatz, der menschenwürdig ist, der gerechten Lohn abwirft, um Steuern und genügend Sozialabgaben abzuwerfen, damit auch später die Rente nicht zur Armutsrente wird. Hunderttausende über 50-jährige suchen meistens vergebens. Somit gibt es den Facharbeitermangel nicht. Lohndumping durch Einwanderer schadet unserem Staat und den Bürgern!

  • Wir brauchen keine Zuwanderer, wir brauchen keine Billig-Jobber!
    Wir brauchen ein höheres Lohnniveau und wir müssen auch nicht Exportweltmeister sein.
    Arbeitgeber investiert im Ausland und saugt die Länder nicht leer!!!!!

  • Fachlräftemangel? Nein. Die Firmen weigerten sich Leute auszubilden und wollen nur noch 1 Euro je Jahr zahlen, da die Zuwanderer, qualifiziert, nur für 50 Cent arbeiten.

  • In Branchen mit miserabler Bezahlung herrscht nur dann kein Fachkräftemangel, wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist, und die Menschen alles nehmen müssen, um über die Runden zu kommen.

  • Zitat : Da in der Regel nur etwa jede zweite offene Stelle bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet werde

    - eine Meldung bei dieser Agentur lohnt schon bei männlichen Bewerbern NICHT mehr, wenn sie 40 Jahre alt sind !

    Und für Hungerlöhne gehen diese Arbeitnehmer auch nicht malochen, insbesondere zu Zeitfirmen ( moderne Sklavenhändler ) !

    Ihr könnt weiter eure Fachkräfte in Rumänien und Bulgarien suchen, verlogenes Pack !

  • In den skandinavischen Ländern herrscht fast immer "Fachkräftemangel".

    Das Lohnniveau ist dort hoch und leben kann man da meist besser als in Ländern ohne Fachkräftemangel.


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