IWF-Analyse IWF warnt Berlin vor scharfem Sparkurs

Deutschland sei der Stabilitätsanker in der Euro-Zone, lobt der IWF. Die größte Volkswirtschaft sollte es mit dem Sparen aber nicht übertreiben und mehr für die Binnenkonjunktur tun.
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Der IWF lobt und warnt Berlin: Den Abbau des Ungleichgewichts in der Euro-Zone treibe Berlin voran, allerdings müsse der Binnenhandel gestärkt werden. Übertriebenes Sparen sei nicht der richtige Weg. Quelle: dpa

Der IWF lobt und warnt Berlin: Den Abbau des Ungleichgewichts in der Euro-Zone treibe Berlin voran, allerdings müsse der Binnenhandel gestärkt werden. Übertriebenes Sparen sei nicht der richtige Weg.

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Washington/BerlinDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat Deutschland zu mehr Anstrengungen beim Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte aufgefordert und vor überzogenem Sparen gewarnt. In einem am Dienstag in Washington veröffentlichten Länderbericht lobt der IWF zwar die „bescheidene Lockerung der Fiskalpolitik“ als angemessen, um die Binnennachfrage anzukurbeln. Ein übertriebener Sparkurs sollte wegen der Unsicherheiten aber vermieden werden.

Der IWF plädiert unter anderem für höhere Reallöhne. Dies würde helfen, die Binnennachfrage zu stärken und die Wirtschaft weniger anfällig zu machen für externe Schocks, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden: „Ein stärkeres und ausgewogeneres Wachstum in Deutschland ist entscheidend für eine nachhaltige Erholung in der Eurozone und den globalen Aufschwung.“

Mit Blick auf die „starken inländischen Fundamentaldaten“ und die Haushaltslage lobt der IWF Deutschland als wichtigen Stabilitätsanker in Europa. Der weitere Abbau der Unsicherheiten in der Euro-Zone müsse aber „in naher Zukunft“ Priorität haben. Die Verunsicherung der Marktteilnehmer beeinträchtige deutlich die Investitionsbereitschaft in der deutschen Wirtschaft.

Der IWF erwartet für Deutschland in diesem Jahr weiter ein Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent. „Die Aussichten für den Rest des Jahres 2013 und das nächste Jahr hängen stark von einer allmählichen Erholung im Rest der Eurozone sowie einem nachhaltigen Abbau der Unsicherheiten ab“, heißt es.

Angesichts des starken Außenhandels sei Deutschland sehr anfällig für externe Schocks. Sollten sich Wachstumsaussichten und Beschäftigung eintrüben, müsse mit „proaktiver Finanzpolitik“ gegengesteuert werden. Der Schwung bei den Finanzmarktreformen müsse beibehalten werden. Das Bankensystem in Deutschland sei zwar stabiler geworden, es blieben aber Schwachstellen: Kapitalausstattung und Profitabilität müssten verstärkt werden. Begrüßt werden die Maßnahmen für eine höhere Erwerbsquote.

Das Bundesfinanzministerium sprach von einer ausgewogenen Analyse. Der IWF habe darauf verwiesen, dass Deutschland auf gutem Weg sei zum Abbau der Ungleichgewichte. Der Überschuss in der Leistungsbilanz gegenüber der Eurozone sei seit 2007 rückläufig. Deutschland teile die Auffassung, dass Änderungen der Architektur der Euro-Zone eine robuste Währungsunion schaffen.

  • dpa
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25 Kommentare zu "IWF-Analyse: IWF warnt Berlin vor scharfem Sparkurs"

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  • Diese Lagarde legt also in Washington einen Bericht über Deutschland vor. Was soll das denn?
    Aber lt. Schäuble -so im Bericht- sind wir ja auf einem guten Weg.
    So ganz allmählich müssen wir uns tatsächlich fragen, wer uns regiert. Washington?

  • Bitte, BITTE tun sie mir den Gefallen und informieren sich mal richtig. Ich kann solche Kommentare nicht mehr lesen. Es wird bis heute viel geheim gehalten, wohin die Rettungsgelder letztendlich fliessen, also welche Gläubiger damit bedient werden. Ein grosser Teil sind aber Vermögende aus allen möglichen Ländern der Welt (wer denn auch sonst. Leutz die von einem Lohn zum nächsten Leben werden wohl kaum riesige Kredite erhalten und wenn ja, dann haben sich halt die Kreditgeber verspekuliert und müssen genauso bluten -> das wäre echte Marktwirtschaft).

    Um es aber kurz zusammenzufassen. Eigentlich wird mit der Aktion Geld/Forderungen von Gläubigern gerettet (Dazu zählen natürlich Pensionsfonds, Lebensversicherungen, etc..., aber eben auch einfach nur Geld von sehr gut betuchten Personen, die einen Schuldenschnitt locker verkraften könnten) und zwar mit Steuergeldern ALLER Bürger (also auch die 50% welche überhaupt kein oder nur ein geringes Vermögen haben). Es war keine Magie und auch kein Trick, sondern man hat die Casino Spieler Verluste (Finanz-Blasen) mit Steuergeldern aufgefangen und das allerbeste ist, dann noch den Leutz weiss gemacht (also den NICHT Vermögenden, Banken und Versicherungen, welche sich verspekuliert haben und einfach nur auf kurzfristige hohe Rendite aus waren), dass es sie waren die über ihre Verhältnisse gelebt haben und deshalb muss vielen EU Staaten ein Austeritätskurs aufgebrumt werden. Hier hat man sprichwörtlich den Bock zum Gärtner gemacht und die Gartenbesitzer nicken noch fröhlich und suchen den Sündenbock für die Misere bei den kleinen ausländischen Schrebergärten (also der Arbeiterklasse), anstatt im internationalen Finanzwesen. Pflegen sie aber weiterhin ihre vorurteilsbelastete Meinung auf dem Niveau des 18.Jh., wenn es glücklich macht. Aber der "Wahrheit" kommen sie so nicht auf die Schliche.

  • Man kann denken, diese Aussage ist Wahlkampfhilfe für ROT/GRÜN die bekannter weise immer das Geld zum Fenster rauswerfen wenn sie regieren. Immer noch wird Steuergeld in immenser Höhe verschwendet und wenn dann noch der Hahn aufgedreht wird dann gute Nacht. Bei Maischberger hat sich gestern Steinbrück als Fan der PDS geoutet. Die Linke sind 2 Parteien in einer und der Ostdeutsche Teil
    wäre wohl Bündnisfähig aber nicht der kommunistische und
    radikale Westteil. Hört hört die Signale der Steinbrück geht um. Schon im kalten Krieg war SPD und SED oft Schulter an Schulter. Zuletzt bei der von beiden nicht gewollten Wiedervereinigung.

  • Was nützt mir eine Reallohnerhöhung wenn die kalte Progression alles wieder auffrisst.

  • Zitat:"Wunschliste: ich möchte eine Kitsurfingausrüstung, ein kleines Motorboot und ich brauch dringend ein neues Auto!"

    Wieso so bescheiden? Die "Kitsurfingausrüstung" liegt in der hundert Meter langen Jacht (mit Hubschrauber). Darin sind auch mehrere Luxus-Fahrzeuge.

    Bezahlt hat das der deutsche Steuerzahler durch höhere Steuern und Sparer per Inflation (Entwertung der Sparvermögen und Lebensversicherungen).

  • Hier! Ich! Ich möchte gern die Binnenkonjunktur ankurbeln.

    Wunschliste: ich möchte eine Kitsurfingausrüstung, ein kleines Motorboot und ich brauch dringend ein neues Auto!

    Nun zu meinem Problem: das muss für mich entweder über staatliche Prämien wie Abwrackprämien (diesmal mit Vollfinanzierung/vollgeschenkt) organisiert werden, oder über andere Formen von Gutscheinen, Steuergutschriften in angemessener Höhe oder ähnlichem

    Das Problem in DE ist die Lohnzurückhaltung! Wer erfüllt mir nun meine Wünsche? Ich hab leider kein Geld und kann die Binnenkonjunktur nicht ankurbeln - hab schon voll das schlechte Gewissen deswegen.

  • Wen interessiert in Deutschland der IWF,hat er uns überhaupt zu interessieren?Mit einer Direktorin Lagarde die selbst skandalumwittert ist und als Juristin natürlich prädistiniert ist für eine Organisation wie IWF.Wissen die eigentlich noch was intern vorgeht?Eher nicht wie die Fakten des IWF seit Vorgänger DSK zeigen. Vive le Fonds monétaire international mais sans notre argent,Madame!

  • Zusatz:

    Deutschland beliefert die Welt mit Produkten und steht damit in direkter Konkurrenz mit USA, Australien, Brasilien, Kanada, China, Russland und Indien.

    Wenn unsere Produkte besser sind, dann können wir unsere Gehälter steigern. Aber nicht ins Unendliche, wie es Südeuropa und insbesondere Frankreich gemacht hat. Deren Produkte sind nicht mehr konkurrenzfähig.

    Bei Frankreich gehen Anspruch (besser zu leben wie in anderen Ländern) und Produktivität/Realität weit auseinander. Und außer schmarotzen (Rettungsschirme) und sich von der Welt abgrenzen (Strafzolle der EUdSSR) fällt denen nichts ein.

    Die Welt wartet nicht auf bornierte und eingebildete Idioten. Das sollte sich besonders Frankreich hinter die Ohren schreiben.

    Die EUdSSR ist nicht anderes mehr als eine illegale Entnahmestelle in der Pipeline Deutschland-Weltwirtschaft und gehört auch so behandelt (dichtgemacht!).



  • AfD = die neue APO Deutschlands.

    Raus aus der Hängematte ihr alten Nachsechziger, wer hätte das nach 50 Jahren gedacht ?.

    Wir werden in dieser porösen Demokratie dringend gebraucht, bevor sie durch feige Besitzstandswahrer als EU-Nachkriegströdel billig in Goldmans Hökerbestand fällt.

  • Lagarde sollte sich besser um ihr sozialistisches Schmarotzerland Frankreich kümmern. Da hat sie dann auch mehr als genug zu tun und braucht hier keine dämlichen Ratschläge zu geben, die eh keiner hören will.

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