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IWF-Präsidium Bundesregierung rechnet mit keinem Widerstand gegen Georgiewa

Das Finanzministerium sieht gute Chancen für die europäische Kandidatin auf den Chefposten beim IWF. Der Fonds will Anfang Oktober entscheiden.
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IWF: Bundesregierung rechnet mit keinem Widerstand gegen Georgiewa Quelle: dpa
Kristalina Georgiewa

Georgiewa wird im August 66 Jahre alt und ist momentan Geschäftsführerin der Weltbank.

(Foto: dpa)

Berlin Das Bundesfinanzministerium geht davon aus, dass die von Europa nominierte Kandidatin Kristalina Georgiewa neue Chefin des Internationalen Währungsfonds wird. Ihr Alter von 65 Jahren werde vermutlich keine Hinderungsgrund sein, auch wenn die IWF-Statuten dafür angepasst werden müssten, sagte eine Sprecherin des Finanzministeriums in Berlin am Montag. Es gebe gute Chancen, dass die Änderungen kämen. „Wir sind optimistisch, mit der europäischen Kandidatin durchzudringen.“

Wie das Finanzministerium betonte auch die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer, mit der Bulgarin bislang eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet zu haben. Die Bundesregierung begrüße die Nominierung deswegen. Georgiewa bringe eine hohe Kompetenz mit. Sie war früher EU-Haushaltskommissarin und ist momentan Geschäftsführerin der Weltbank. Der IWF will bis Anfang Oktober die Entscheidung fällen, wer Nachfolger von Christine Lagarde wird, die an die Spitze der Europäischen Zentralbank wechselt. Insidern zufolge waren vor allem süd- und osteuropäische Staaten für Georgiewa, Deutschland setzte sich zunächst für den früheren niederländischen Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem ein.

Eigentlich müssen IWF-Kandidaten zum Zeitpunkt der Personalentscheidung jünger als 65 Jahre sein. Georgiewa wird im August 66 Jahre alt. Sollten die IWF-Mitgliedsstaaten bei der Änderung der Statuten nicht in großer Zahl mitziehen, würde das die Position von Georgiewa schwächen. Traditionell stellen die Europäer den IWF-Chef, die wichtiger werdenden Schwellenländer würden dies aber gerne ändern.

Mehr: Viele Notenbanker reagieren positiv auf die künftige Chefin der EZB – doch es gibt auch Bedenken. Dabei geht es vor allem darum, dass Christine Lagarde keine Ökonomin ist.

  • rtr
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