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Jahrbuch Sucht Drogenbeauftragte fordert höhere Preise für Alkohol

Beim Thema Alkohol ist Deutschland ein „Hochkonsumland“. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung will das ändern – und fordert höhere Preise.
7 Kommentare
Die CSU-Politikerin ist seit 2002 Mitglied des deutschen Bundestag – und seit 2014 Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Quelle: dpa
Marlene Mortler

Die CSU-Politikerin ist seit 2002 Mitglied des deutschen Bundestag – und seit 2014 Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

(Foto: dpa)

BerlinDie Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, hat nach der Veröffentlichung des neuen Jahrbuchs Sucht höhere Preise für Bier und Schnaps in Deutschland gefordert. „Wir sollten darüber sprechen, ob Preise von weniger als 20 Cent für einen halben Liter Bier oder weniger als vier Euro für Spirituosen sein müssen“, sagte die CSU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Das Jahrbuch Sucht stellt jedes Jahr Statistiken zu legalen und illegalen Drogen in Deutschland zusammen und ergänzt sie mit eigenen Daten zur Suchthilfe. Danach konsumierten alle Bundesbürger über 15 Jahre im Schnitt rund 10,7 Liter reinen Alkohol – das entspricht einem gefüllten Eimer. Diese neuen Berechnungen beziehen sich laut Jahrbuch auf die jüngsten Zahlen für das Jahr 2015. Auch im internationalen Vergleich sei das ein sehr hoher Wert, sagte Ulrich John, Leiter des Instituts für Sozialmedizin an der Universität Greifswald, am Mittwoch bei der Vorstellung des Jahrbuchs in Berlin. Beim Thema Alkohol sei Deutschland ein Hochkonsumland.

Die Folgen sind dramatisch. So kommen laut Jahrbuch in Deutschland pro Jahr rund 10.000 Kinder alkoholgeschädigt auf die Welt. 2,65 Millionen Kinder wachsen in Deutschland mit alkoholkranken Eltern auf. Und acht Millionen Angehörige leiden an der Alkoholsucht eines Familienmitglieds mit – zum Beispiel durch Schamgefühle, Zukunftsängste und im Extremfall durch Gewaltausbrüche bis hin zu sexuellem Missbrauch.

„Die Finger davon lassen“ – Warum Deutschland weiterhin Drogen verbieten sollte

„Wenn wir das ändern wollen, müssen wir mehr gegen die Omnipräsenz von Alkohol unternehmen“, sagte Mortler der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstagausgabe). „Permanentes Angebot schafft einfach Nachfrage. Ob an der Tankstelle, bei Familienfeiern oder auf Werbeplakaten.“

Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, forderte ein Werbeverbot für Alkohol und Zigaretten sowie eine vereinheitlichte höhere Steuer auf alle Alkoholika, bemessen nach Volumen Alkohol. Darüber hinaus verlangte er, dass alle Alkoholika nur an Erwachsene über 18 Jahre verkauft werden. Dass Wein und Bier in Deutschland ab 16 Jahren zu haben seien, wertete er als „absurd“.

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  • dpa
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7 Kommentare zu "Jahrbuch Sucht: Drogenbeauftragte fordert höhere Preise für Alkohol"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beim Thema Alkohol ist Deutschland ein „Hochkonsumland“.
    Lösung des Problems, sofortigen Produktionsstop für alles was Alkohol beinhaltet auch in Bayern, Problem erledigt. Wer aber sein Bier selbst herstellt fällt nicht unter das Verbot.
    Für mich ein überflüssiges Amt ohne nutzen für das Volk, abschaffen.
    Danke

  • JAHRBUCH SUCHT
    Drogenbeauftragte fordert höhere Preise für Alkohol
    Datum:
    28.03.2018 14:03 Uhr
    Beim Thema Alkohol ist Deutschland ein „Hochkonsumland“.

    ............................

    In den 80er Jahren da sah man mal einen Film über einen Tierversuch mit einer Katze und Milch mit und ohne Alkohol.

    Die Katze wurde in einem Glaskasten gesetzt und man gab Ihr Milch mit Alkohol zu trinken ABER DIE KATZE WEIGERTE SICH ZU TRINKEN.
    Dann gab man der Katze nur purer Milch und es trank dann es auch.

    Dann hatte man die Katze mehrmals erschrocken so daß die Katze vollkommen durcheinander war, man gab danach der Katze erneut Milch mit Alkohol zu trinken UND DIE KATZE TRANK ES EILIG !

    Wie viele der 500 MILLIONEN EUROPÄER ERGEHT ES GENAUSO IN DIESER EUROPÄISCHE UNION ?????



  • Bush war mal in OLD Germany.

    Obama trank noch billigeres deutsches bier OHNE STEUER GEGEN ALKOHOLISMUS !

    Bis der nächster US-President nach Deutschland kommt, was gibt es noch Sehenswürdiges zu zeigen ?

    NICHTS !

    Weil VIA SATELITT SIEHT MAN NUR MENSCHEN MIT DER FLASCHE IN DER HAND IN DEN PARKS ???

    WARUM WOHL ??? WEIL ES UNS GUT GEHT IN DEUTSCHLAND ODER IN EUROPA MIT DIESER EU ?????

  • G. Nampf
    28.03.2018, 15:00 Uhr
    "Beim Thema Alkohol sei Deutschland ein Hochkonsumland."

    ........................

    Nur Gut daß Barack Obama schon einmal hier war und sich in alle Deutsche Nachrichtensender mit Frau Merkel beim BIER TRINKEN sich gezeigt hatte.

    Sonst wenn es heute gewesen wäre, würde es Barack Obama genauso ergehen wie an Herr TRUMP, dann wäre OBAMA möglicherweise schuldig dafür daß die deutschen soviel Bier trinken ???

    Obama war dann ein schlechtes Beispiel und schlechtes Vorbild ???

    :-)))))))))))))))))))))))))))))))))


  • JAHRBUCH SUCHT
    Drogenbeauftragte fordert höhere Preise für Alkohol
    Beim Thema Alkohol ist Deutschland ein „Hochkonsumland“. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung will das ändern – und fordert höhere Preise.

    .............................

    Ich brauche keinen Alkohol und habe noch nie ein einziges mal egal welche Drogen konsumiert !

    JEDOCH FRAGE ICH MAL DIREKT :

    Europäische Union beseitigt die Not in ganz Europa nicht !
    30 Millionen EU-DAUER-ARBEITSLOSEN seit über 10 Jahren !
    HARTZ4 EMPFÄNGER OHNE STROM SELBST IN DEUTSCHLAND, also von sämtliche Medien isoliert. ( bei Migranten und Asylanten erwartet man Integration, doch h
    Hartz4 Empfänger werden isoliert ? )
    OBDACHLOSEN ZAHL IN GANZE EU, will diese EU erst gar nicht in Erfahrungen bringen lassen, aber sonst hat es Zahlen für alles !

    Also die Problemen schafft man nicht ab, aber dann sollen die Menschen damit einfach so von selbst fertig werden ? Auch wenn Alkohol kein Problemlöser ist, selbst DEUTSCHE SOLDATEN IN AFGHANISTAN SCHÄTZEN MAL EIN BIER UM ABZUSCHALTEN !

    Und wenn Alkohol teurer wird dann kommen diese gelder in die gehaltstöpfe der EU um die 280 Millionen Euro an jährlicher verschwendung der EU zu begleichen um den EU-Lissabonner vertragsbruch zu finanzieren ?

    oder fließt das Geld dann in Projekte um Europäer besser zu stellen in der Zukunft ?

  • Dann führen wir doch gleich halal ein.
    Was kann man sonst noch verbieten?

  • "Beim Thema Alkohol sei Deutschland ein Hochkonsumland."

    Natürlich ist das so. unsere Polit-"Elite" (inklusive Frau Mortler) und ihre genialen Ideen kann man nur noch im Vollsuff einigermaßen ertragen, und auch das wird schon schwierig.