Jauch-Sendung zu IS-Miliz Wenn der Dschihad „Spaß macht“

Wie gefährlich ist der Islam? Wie kann es sein, dass deutsche Muslime für IS in den Krieg ziehen? Wirklich beantwortet wurden diese Fragen in Günther Jauchs Talkshow nicht. Auch wegen eines polarisierenden Predigers.
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Illustre Runde bei Günther Jauch: Die Talkrunde zum IS-Terror bleibt ohne zählbaren Erfolg. Quelle: dpa

Illustre Runde bei Günther Jauch: Die Talkrunde zum IS-Terror bleibt ohne zählbaren Erfolg.

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DüsseldorfVier Millionen Muslime leben aktuell in Deutschland, zirka 40.000 davon gelten als islamistisch. Angesichts der Bilder aus Syrien und der Verhaftungen potenzieller deutscher Terroristen steigt das Misstrauen der Bundesbürger gegen eine ganze Religionsgemeinschaft. In seiner Sendung am Sonntagabend präsentierte Günther Jauch eine aktuelle Umfrage von Infratest dimap, der zufolge 53 Prozent der Deutschen den Islam für demokratiefeindlich halten. Sogar 68 Prozent schätzen ihn als nicht tolerant ein.

Die Sendung konzentrierte sich schnell auf den polarisierenden Gast Abdul Adhim Kamouss. Der Imam predigt unter anderem in der vom Verfassungsschutz beobachteten Moschee Al-Nur in Berlin-Neukölln, für die Behörde gilt er als Salafist. In Wolfgang Bosbach, dem Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, hatte er schnell seinen hauptsächlichen Gesprächspartner gefunden. Die beiden prallten ein ums andere mal aufeinander. Kamouss hatte die undankbare Aufgabe, den Islam vor den aktuellen Vorurteilen und Missverständnissen zu schützen, die in Folge des IS-Terrors erneut aufgekommen sind.

Bosbach übernahm die Rolle des Verteidigers der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Das war die Grundkonstellation der Sendung, die nur selten von Heinz Buschkowsky, dem Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln, durch kurze, aber einprägsame Kommentare aufgepeppt wurde.

Schon zu Beginn zeigte ein Video, wie zwei deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund über verschiedene Pfade nach Syrien gelangten, um sich dort der IS anzuschließen. Einer davon ist Denis Cuspert, der wie Kamouss in der Al-Nur-Moschee aktiv war. Der Verfassungsschutz hat die Moschee aufgrund wiederkehrender „Hasspredigten“ auf dem Schirm. Sie soll ein Hort der Salafisten in Deutschland sein.

Früher war Cuspert ein Berliner Gangster-Rapper, heute ist er einer der Köpfe der Medienorganisation der IS. Im Video macht er Werbung für den Gotteskrieg, seine Aussage: „Dschihad macht Spaß“. Er nutzt seine „Street-Credibility“, um junge Muslime für den IS-Terror zu gewinnen.

Imam Kamouss bemüht sich stets, nicht in die Ecke der Salafisten oder gar der IS gedrängt zu werden, nun sah man Aufnahmen eines alten gemeinsamen Videos mit Cuspert für die Al-Nur-Moschee. Das rief Heinz Buschkowsky auf den Plan, der mit „erhöhtem Blutdruck“ seine Enttäuschung zum Ausdruck brachte, dass Kamouss seine Verbindung zu Cuspert herunterspielte.

Abschiebung wegen Planung einer Straftat?
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14 Kommentare zu "Jauch-Sendung zu IS-Miliz: Wenn der Dschihad „Spaß macht“"

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  • Jauch alleine zuhaus
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    Und die Redaktion hat zusätzlich noch einen Clou aufgeboten, der stolz schon während des Eingangsstatements von Günther Jauch eingeblendet wird: einen leibhaftigen Prediger des radikalen Islam, Abdul Adhim Kamouss, der auch in der vom Verfassungsschutz observierten Berliner Al-Nur-Moschee predige.

    Jauch war hilflos, ratlos, konzeptlos und überfordert.
    Kamouss redete wie ein Wasserfall und ließ sich nicht stoppen. Er fiel jedem ins Wort. Und er hatte seinen eigenen Fanclub dabei.

    Bosbach war sachlich, aber Kamouss fiel ihm mit seinen Tiraden immer wieder ins Wort und ließ sich nicht stoppen. Er drosch leere Phrasen.

    Kamouss faselte von "Islamphobie" in Deutschland.
    Die Al-Nur-Moschee sei eine "ganz normale Moschee", dort gibt es keine Hassprediger!
    Auch Buschkowsky wirkte ziemlich hilflos.

    Für Jauch war es eine Blamage!

  • Oeter Weber
    Volle Zustimmung. Sie sprechen mir aus der Seele.
    Wir "ernten" hetue den Mist, den die 68igr begonnen hben und die Grünen fortführen

  • Was machen eigentlich unsere Strafverfolgungsbehörden?

    Wer den Lustmördern des IS aus Deutschland zu Hilfe eilt, macht sich der Beihilfe zum Mord schuldig.

    Dies muss doch automatisch Ermittlungen der Staatsanwaltschaften nach sich ziehen.

    Mit Gerichtsverfahren in Abwesenheit.

    Nur wenn die Syrienreisenden aus Deutschland wissen, es gibt keinen Weg zurück ins warme Nest, wird die Reisewelle abebben.

  • Mehr von diesen Kommentaren! Erst wenn die "Schläfer" hier zuschlagen, werden die verantwortlichen Politiker
    vielleicht "aufwachen". Der Kampf findet schon lange nicht mehr auf dem Feld statt, sondern überall. Rechts und links von uns. Der 11. September ist ja so weit weg.
    Denkste!

  • Da darf sich die Jauch-Truppe aber zu einem ganz besonders gelungenen Stück Propaganda Show gratulieren: einem islamischen Gast journalistisch die Hose herunterziehen zu wollen am Sonntagabend.
    Fein.
    Dass der junge Mann da abgeht wie ein Zäpfchen konnte niemanden verwundern.
    Und ihro andere aufgefahrene Bräsigkeiten, die das auch noch mit "klarer Kante" vollkommen konsensualistisch mit gewürzt hatten:

    Liebe Leute, so geht Dialog nicht mehr - schon garnicht interkultureller Dialog.

    Beschämend, handwerklich und stilistisch: unter aller Kanone.

    So heizt man Konflikte eher an, als sie zu beleuchten.

    Und die Armleuchter von der Jauch-Truppe haben da ganze Arbeit geleistet: das darf sie sich an den Meinungsbildern über ihren "Qualitätsjournalismus" heute fast durch die Bank ansehen.

    Was es zu solchen traurigen "Perlen der deutschen Fernsehunterhaltung" zu beklatschen gäbe weiß der Geier.

    Aber die Quote solls dem Publikum reinwürgen: geballte journalistische Kompetenz an verdattert bis überfordert wirkendem Cheffemoderator.

    Jauch und die Brandstifter: nettes hochloderndes Ideologiegewäsch mit Quatsch an Soße: sowas hat nichteinmal der hinterletzte Fernsezuschauer verdient, was da gestern abend abgeliefert wurde!

  • Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

    Die Moslems verlassen Deutschland nicht freiwillig! Dazu geht es ihnen hier viel zu gut!

    Das Deutsche Volk ist selbst schuld, wenn es sich so ungeniert und frech ausnutzen läßt. Das liegt zum Großteil auch an unseren weltfremden, in Wolkenkuckucksheim lebenden Politikern.

    Die Zeit arbeitet gegen die Deutschen und für den Islam. Ein Blick auf die Geburtenquote reicht völlig aus! Im Islam ist die Frau auf ihre natürliche Rolle reduziert: Kinder kriegen! Die emanzipierten deutschen Frauen dagegen wollen Karriere machen und "Männern" in jeglicher Hinsicht gleichgestellt werden. In der Evolution verschwinden unterlegene Kulturen. Deshalb verschwinden emanzipierte Kulturen. In diesem entscheidenden Punkt ist uns der Islam hoffnungslos überlegen!

    Gerne erwarte ich die zahlreichen kritischen Kommentare zu meiner Ansicht. Leider (!) zählen letztendlich nur die harten Zahlen, nämlich die Geburtenzahlen!

    Es würde mich sehr freuen wenn ich mich irre, doch leider fehlt mir hier der Glaube...

  • Wer sich vier millionen Muslime ins Land hold, hold sich auch deren Eigenheiten und Probleme. Da hätten Herrn Bosbachs Kollegen die letzen vier Jahrzehnte klare Kante zeigen sollen. Jetzt ist es zu spät. Wir werden dauerhaft Probleme mit dieser anderen Kultur haben . Tendenz steigend! Trotzdem holen wir weiter fleißig Muslime ins Land. Im übrigen war der Prediger dem Rest der Truppe überlegen. Wie werden solche Leute erst auftreten, wenn sie in Stadtteilen und Städten Mehrheiten haben. Da darf sich der deutsche Michel warm anziehen.

  • Nichts anderes als di bei Jauch typische Kindergartenveranstaltung zur Belustigung der Massen.

    Seriöse Information zum Thema sieht anders aus, z.B. Presseclub vom Wochenende. Sollte in der Mediathek verfügbar sein.

  • Ich zitiere Michael Winkler sinngemäß:

    Liebe Moslems, die ihr Euch nicht anpassen und uns Euere wie auch immer geartete Kultur mit Gewalt aufzwingen wollt,
    Ihr lebt hier in einem Land, das Deutschland heißt, gewesen ist und wieder sein wird. Der Fremde war und ist hier immer willkommen, sei es als durchreisender Gast, oder um hier zu bleiben und Seite an Seite mit uns Deutschen aufzubauen. Nur Räuber, Plünderer und Eroberer haben wir wieder aus dem Land geworfen, und das werden wir auch in Zukunft tun. Sucht Euch Eure Rolle aus, ihr habt die Wahl dazu. Aber wählt weise, denkt an die Zukunft, nicht an das, was Euch in der Gegenwart scheinbare Vorteile bietet.
    Das zentrale Gebot der Ethik, auf dem alle gerechten Gesetze der Welt beruhen, lautet: Was du nicht willst, daß man dir tu, das füg auch keinem Andern zu. Ihr wollt mit uns das tun, was Ihr in Eurer Heimat so keinesfalls zugelassen hättet. Deshalb, kehrt sofort heim. Lebt wohl, nicht auf Wiedersehen, denn die Lektion, die Ihr mitnehmt, benötigt Generationen. Und nehmt diesen einen Satz mit, den bei uns sogar die Kinder begreifen. Nach Eurer zweiten Lektion vor Wien habt Ihr fast 300 Jahre gebraucht, um es das dritte Mal zu versuchen. Wir geben Euch gerne weitere 300 Jahre.

  • „Für den Imam war der Dschihadist nur ein Ausreißer, der mit dem Rest seiner vielen friedlichen Gläubigen nichts zu tun habe..“

    Wer‘s glaubt wird selig. Was ich nicht verstehe, ist, daß die meisten deutschen und europäischen Politiker und ebenso ein breiter Teil der Bevölkerung sich nicht endlich mit dem Wesen des Islam und dessen Allmachtsanspruch, den auch dieser Imam, wie alle Muslime, vertritt, beschäftigt. Prof. em. Dr. Bassam Tibi hat 2002 in „Die Zeit“ einen Essay veröffentlicht, in dem er den Anspruch des Islam und die Haltung der europäischen Christen dazu auf den Punkt bringt; „selig sind die Belogenen“, braucht sich nur jeder „Islamversteher“ durchzulesen, um die zerstörerische Kraft des Islam und seiner Anhänger zu erkennen. Islam und offene Gesellschaften, wie z. B. die europäischen, passen nicht zusammen. Das sollten alle Gutwilligen, die immer noch an den „friedlichen Islam“ glauben, endlich begreifen. Der Islam ist eine durch und durch destruktive Gesellschaftsordnung, die im Gewande einer Religion daherkommt und deren Anhänger jeden Frager zu den Intentionen dieser „Religion“ im Unklaren lassen, ihn wissentlich und willentlich belügen.

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