Joachim Gauck Er will nicht mehr

Wochenlang wurde spekuliert, ob Joachim Gauck für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident antritt oder nicht. Nun erklärt Gauck, er werde sich 2017 aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit zur Wahl stellen.
Update: 06.06.2016 - 15:03 Uhr 52 Kommentare
Joachim Gauck ist der elfte Bundespräsident Deutschlands. Quelle: dpa
Joachim Gauck

Joachim Gauck ist der elfte Bundespräsident Deutschlands.

(Foto: dpa)

BerlinBundespräsident Joachim Gauck wird im nächsten Jahr aus dem Amt scheiden. Der 76-Jährige kündigte am Montag im Berliner Schloss Bellevue an, er werde sich 2017 aus Altersgründen nicht für eine zweite Amtszeit zur Wahl stellen. „Ich bin dankbar, dass es mir gut geht. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass die Lebensspanne zwischen dem 77. und dem 82. Lebensjahr eine andere ist als die, in der ich mich jetzt befinde“, sagte Gauck. Für eine erneute Zeitspanne von fünf Jahren wolle er „nicht eine Energie und Vitalität voraussetzen, für die ich nicht garantieren kann“.

In den vergangenen Wochen wurde viel über eine zweite Amtszeit Gaucks spekuliert, zuletzt berichtete die „Bild“ am vergangenen Wochenende, Gauck wollte wegen seiner Gesundheit auf eine zweite Amtszeit verzichten. Das heizte auch die Debatte über eine mögliche Nachfolge an.

Genannt wurden dabei unter anderem Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). „Der Spiegel“ berichtete am Wochenende, aus taktischen Gründen könnten CDU und CSU kurz vor der Bundestagswahl keinen gemeinsamen Kandidaten mit SPD oder Grünen präsentieren. Aus der Linken und der SPD wurden Stimmen laut, die einen gemeinsamen rot-rot-grünen Bewerber forderten.

Gauck versicherte, bis zum Ende seiner Amtszeit am 17. März 2017 werde er seine Aufgaben weiter „mit Hingabe und mit Freude erfüllen“. Deutschland habe funktionierende Institutionen, so dass der Wechsel im Amt des Bundespräsidenten kein Grund zur Sorge sei, sondern „vielmehr demokratische Normalität“. Dies gelte auch in schwierigen Zeiten.

Gauck selbst wollte über seine Zukunft als Bundespräsident bis zum Frühsommer entscheiden. Union, SPD und Grüne befürworteten eine zweite Amtszeit; auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich für eine Wiederwahl Gaucks aus. Zuletzt meinten auch 70 Prozent der Bundesbürger in einer Umfrage, Gauck solle weitermachen.

Merkel kündigte Entscheidung über Nachfolge für den Herbst an
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52 Kommentare zu "Joachim Gauck: Er will nicht mehr"

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  • "Schaut man sich in anderen Onlinemedien um wo noch kommentiert werden darf..."
    Ich bin auch zu WO gewechselt. Die Kommentarfunktion ist hier nicht nachvollziehbar und bei politischen Themen quasi "ausgestorben". Drum bin ich überrascht heute. Zum Thema: Ich bin der Meinung, dass Gauck den Themen immer hinterhergehinkt ist und meist 1/2 jahr später seine Reden revidiert hat. Spätesetens seit seiner Hell/Dunkel-Rede, wor ein ganzen Landesteil unter Generalverdacht gestellt hat, war er für mich nur ein Prediger von Spaltung, man könnte auch sagen ein "H...prediger" (politisch korrekt selbstverständlich).

  • Der Bundesgrüßmann "verzichtet" auf die Arbeit, aber nicht auf die üppige Super-Pension von 20 000 € p.M. + Fahrer + Büro.
    Hinzu kommen noch weitere Ausgaben, wie die Witwen- (oder Maitressen)-Rente,
    sodass man von einem hohen 5stelligen Jahres-Betrag sprechen kann.
    Diese komplett überflüssige Position gehört sofort abgeschafft.
    Unter einer Bedingung würde ich allerdings weiterhin den Bundesjob erhalten wissen,
    wenn unsere teure Angela Präsidentin werden würde, bis an ihr Lebensende, um sofort weiteren Schaden von dem deutschen Volk abzuwenden.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  •  Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema.

  • das Wichtigste ist aber, dass man "im Amt" machen kann was man will und in keinem Fall für etwas haftet - das macht das Leben angenehm.......

  • >> Riskiert aber ne zweite Kugel >>

    anzuzweifeln wäre natürlich, ob diese auch im Postkasten landet....:-) :-)

  • Genau,

    man könnte auch unterqualifizierte nehmen. Den Saar-Prinz zum Beispiel. Der hat schon mal ne Kugel gekriegt.....und blieb standhaft. Hat es gestern bei der Will voll bewiesen Hat seinen Klatsch-Trupp mitgeschleppt und dem Gauland immer verklickert, der könne NICHTS. Als ob Gauland an der Regierung wäre und was können müsste....und nicht das Justizmännchen, der zur Zeit regiert und NICHTS kann !

    Total unterqualifiziert, der kleine Frauenheld mit der Großen Klappe !

    Fürs Amt des BP absolut geeignet ! Riskiert aber ne zweite Kugel......:-)

  • Jetzt hat er mit kürzestmöglicher Amtszeit seine Apanage auf Lebenszeit im Sack und haut in denselben. Für mich hätte er, schon aus Kostengründen, weitermachen müssen. Tja, so einfach kann das gute Leben sein, man muß nur Nerven haben.

  • Als BP muss man sich immer politisch korrekt verhalten. Man darf keine schnellen hochmotorisierten Autos fahren. Muss Leuten die Hände schütteln denen man eigentliche lieber eine auf die 12 geben möchte. Also das wäre nix für mich, zu dem schon vorhin beschriebenen miesen Gehaltsaussichten.

  • Solche ü b e r q u a l i f i z i e r t en Kandidaten sind schon irgendwie
    verdächtig oder?

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