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Johannes Kahrs Der Anti-Schäuble

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Angst vor Schäuble-Blockaden

Derartige Postings werden wohlwollend aufgenommen. Kahrs‘ Unterstützerkreis funktioniert, selten kommt Widerspruch. Zumindest in seinem sozialen Netzwerk kann er sich einer breiten Rückendeckung sicher sein. Das motiviert ihn zusätzlich, seiner Linie treu zu bleiben und kein Blatt vor den Mund zu nehmen, wenn es um aus seiner Sicht wichtige sozialdemokratische Anliegen geht. Die Frage, wer künftig Deutschlands Kassenwart werden soll, war ein solches Anliegen.

„Aus den gleichen Gründen, aus denen Herr Schäuble der CDU rät, das Finanzministerium zu nehmen, sollte die SPD zugreifen“, sagte Kahrs damals während der Koalitionsverhandlungen. Und: „Wenn die CDU die Kanzlerin stellt, hat als nächstes die SPD das Zugriffsrecht und sollte das Finanzministerium wählen.“ Es sei „das einzige Veto-Ministerium, ein Querschnittsministerium das den Haushalt der Fachministerien mit gestaltet und in Europa- und Euro-Fragen federführend ist“.

Kahrs ahnte damals schon, dass Schäuble als Finanzminister möglicherweise die Projekte der SPD blockieren könnte. „Wenn die SPD den Koalitionsvertrag umsetzen will, muss ein Sozialdemokrat Finanzminister werden“, betonte er damals und verwies auf die FDP. Die Liberalen und ihr damaliger Vorsitzender Guido Westerwelle seien schon im März 2010, nur wenige Wochen nach der schwarz-gelben Regierungsbildung, an Schäuble gescheitert. „Herr Westerwelle wirkte wie ein kleiner Junge in kurzen Hosen am Strand von Westerland. Dies würde ich meiner Partei gerne ersparen“, sagte Kahrs.

So weit ist es zwar (noch) nicht. Allerdings könnte sich das Blatt schneller wenden, als so manchem Sozialdemokraten lieb ist. Grund sind die geplanten Leistungsausweitungen bei der Rente, die eine ziemliche Stange Geld kosten werden. Von etwa 60 Milliarden Euro bis 2020 ist die Rede.

Das Rentenpaket von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), seit diesem Donnerstag in der Welt, hat es in sich. Ältere Mütter, langjährige Beitragszahler und Frührentner dürfen sich freuen. Die Rechnung für die Wohltaten werden aber vor allem die Jüngeren bezahlen müssen. Teurer wird es in jedem Fall. Ob am Ende alles so kommt wie geplant, muss allerdings abgewartet werden. Denn noch ist das Gesetz vom Kabinett nicht einmal abgesegnet. Und da ist dann auch noch Schäuble.

„Wir waren für Steuererhöhungen“
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5 Kommentare zu "Johannes Kahrs: Der Anti-Schäuble"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ob Schäuble oder Kahrs, alles Pack. Einfach mal nach "Kahrs" und "Rüstungsindustrie" suchen...

  • Ob Schäuble oder Kahrs, alles Pack. Einfach mal nach "Kahrs" und "Rüstungsindustrie" suchen...

  • Es ist der Mann, der Deutschland vor die Wand fährt und mit seiner Unterstützung demnächst jeder um 10% seines Sparguthabens enteignet wird, nur damit dieses
    verhu.... Europa auf dem Altar der Bilderberger, Fed und sonstiger Freimaurer-Logen Mitglieder geopfert wird.
    Ist übrigens später auch als Abgabe für alle Eigenheimbesitzer vorgesehen.

    http://www.zivilekoalition.de/artikel/schluss-mit-der-schuldenunion-raus-aus-dem-esm-zurueck-zur-demokratie/zivile-koalition-strei

  • sollte kahrs wirklich so unwissend sein und nicht wissen wer deutschland führt, so wird er, falls er rolliwolfi bzgl der deutschlandplünderung angeht, ein paar nette anrufe bekommen und ganz zahm werden, falls er seinen job behalten will. Mir fallen so namen ein wie bilderbegr, altlantikbrügge, etc. Wenn er glück hat, wird er nur medial zurück gepfiffen.
    Und michel schaut sowieso zu und wundert sich, das die preiserhöhung von 1,5% eigentlich 10% sind.

  • "Denn Kahrs war es, der sich in den Koalitionsverhandlungen offen gegen Schäuble gestellt hat und dessen Anspruch, auch künftig das Bundesfinanzministerium zu leiten, mehrmals infrage stellte – zum Ärger der Parteispitze. „Johannes Kahrs spricht nicht für die SPD. Im Zweifel spricht er nur für sich selbst“, wies die damalige Generalsekretärin Andrea Nahles ihren Parteifreund zurecht."

    Interessant, was man da so liest!

    Wer sich mit der Personalie "Schäuble" etwas beschäftigt, der muss diese Fragen stellen.

    Ist es nicht der Mann, der sich nicht an die 100.000 DM in bar in seinem Schreibtisch nicht erinnert?

    Ist es nicht der Mann, der sich bei Verhören der Untersuchungsausschüssen des Bundestages nicht mehr erinnern kann?

    Ist es nicht der Mann, der Fehler seiner Buchhaltung in der Größenordnung von über 50 mrd. € als Statistik wertet?

    Ist es nicht der verantwortliche Mann, der den Banken im Fall von Staatsanleihen im Bestand die notwendige Eigenkapitalunterlegung erlässt, im Gegenzug den Banken im Krisenfall Unterstützung des ESM in Aussicht gestellt hat und zu diesem Ausgleich wiederum die Sparer in die Haftung nimmt?

    Ist es nicht einmal an der Zeit über die Personalie "Schäuble" unaufgeregt und objektiv nachzudenken?

    Der Mann ist nicht nur für die deutschen Bürger zur Belastung sondern auch für das Kabinett zur Belastung geworden.

    Frau Nahles sollte ihren guten Anfang nicht gefährden und Herrn Kahrs sachlich und fair unterstützen.

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