Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kampf gegen Corona FDP fordert IT-Taskforce für digitale Registrierung von Reiserückkehrern aus Risikogebieten

Die Bundesregierung will digitale Registrierungen von Urlaubern aus Corona-Risikogebieten ermöglichen. Aus Sicht der FDP ist dafür eine IT-Taskforce notwendig.
23.08.2020 - 03:00 Uhr Kommentieren
Reiserückkehrer aus Risikogebieten wie Kroatien sollen sich künftig in Deutschland digital erfassen lassen können. Quelle: dpa
Flughafen Split (Kroatien)

Reiserückkehrer aus Risikogebieten wie Kroatien sollen sich künftig in Deutschland digital erfassen lassen können.

(Foto: dpa)

Berlin Die FDP dringt auf eine rasche digitale Registrierung für Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten. „Das Risikomanagement der Bundesregierung in Verbindung mit eklatanten digitalen Defiziten muss schnellstens den Pandemie-Anforderungen angepasst werden“, sagte der Fraktionsvize Michael Theurer dem Handelsblatt. „Ich fordere die sofortige Einsetzung einer Taskforce aus IT- und Pandemie-Experten, um schnellstmöglich praxistaugliche digitale Lösungen ans Laufen zu bringen.“

Die Bundesregierung arbeitet bereits an Vereinfachungen bei der Einreise für Urlauber. Dabei geht es um die Möglichkeit einer digitalen Registrierung im Netz. Eine Sprecherin des zuständigen Bundesinnenministeriums bestätigte am Samstag entsprechende Pläne.

Das Magazin „Business Insider“ hatte zuerst darüber berichtet. Anstelle der Aussteigekarten, die heute an Bord eines Fliegers oder Reisebusses ausgefüllt werden müssen, sollen Reisende die Möglichkeit bekommen, alle Angaben vorher auch über eine spezielle Internetseite zu machen.

In die Aussteigekarten müssen Reisende aus Risikogebieten Name, Adresse, Telefonnummer und Reiseroute eintragen. Außerdem müssen Angaben zum eigenen Gesundheitszustand gemacht werden. Die Papiere werden dann zuerst an das Gesundheitsamt des Einreiseortes und von dort an das Gesundheitsamt am Wohnort weitergeleitet.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    „Business Insider“ berichtet unter Berufung auf eine interne E-Mail der IT-Firma Accenture, dass diese mit der Umsetzung beauftragt sei. Die Ministeriumssprecherin bestätigte am Samstag, dass Gespräche stattfinden. Eine Beauftragung für eine Lösungsentwicklung sei bislang aber nicht erfolgt.

    Debatte um Kosten der Corona-Tests

    Theurer warf der Bundesregierung Versagen bei der Digitalisierung vor. Mit ihrer geplanten digitalen Registrierung von Reiserückkehrern aus Risikogebieten komme die Regierung viel zu spät. „Es ist schon fünf nach 12 Uhr“, sagte der FDP-Politiker. Denn die händische Bearbeitung von Bergen an Papieren habe in den Testzentren bereits zu einem „kaum zu bewältigenden Chaos“ und einer Gefährdung der Gesundheit der Betroffenen geführt.

    „Hätte es noch eines weiteren Beweises für die Forderung der Freien Demokraten nach einem Bundes-Digitalministerium bedurft, wurde er in der Pandemie mit der Pannenserie bei der Corona-Warn-App und der händischen Registrierung traurigerweise geliefert“, fügte der FDP-Politiker hinzu.

    Die Zahl der Corona-Neuansteckungen ist derweil deutlich gestiegen. Zum ersten Mal seit Ende April meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen mehr als 2000 neu registrierte Fälle binnen 24 Stunden.

    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) forderte in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass Reisende, die aus Risikogebieten zurückkommen, die Kosten für ihren Corona-Test selbst bezahlen sollten. Die Tests sollten „mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden“. Es sei nicht akzeptabel, dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahle.

    Seit Ende Juli können Urlauber sich kostenlos auf Corona testen lassen. Wer aus einer zum Risikogebiet erklärten Region kommt, muss das seit 8. August sogar tun.

    Die Tests von Urlaubsrückkehrern konzentrieren sich nach Ansicht des Deutschen Städtetags noch zu sehr auf die Flughäfen. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy forderte, das Angebot müsse auch an Bahnhöfen und Busbahnhöfen für Reisende aus Risikogebieten verstärkt werden. „Wir brauchen lückenlosere Tests“, sagte er. Der Städtetag kritisierte auch bürokratische Verfahren bei der Einreise.

    Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 232.082 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI meldete. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9267.

    Mehr: Wirtschaft fürchtet Milliardenschaden bei Karnevalsabsage

    Startseite
    Mehr zu: Kampf gegen Corona - FDP fordert IT-Taskforce für digitale Registrierung von Reiserückkehrern aus Risikogebieten
    0 Kommentare zu "Kampf gegen Corona: FDP fordert IT-Taskforce für digitale Registrierung von Reiserückkehrern aus Risikogebieten"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%