Kampf um Tarifverträge Verdi hat Ärger mit der kleinen Gewerkschaft GdG

Die Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschägtigten (GdG) sieht bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi erheblich Missstände für die dort Beschäftigten. Sie fordert einen eigenen Tarifvertrag für Verdi-Angestellte.
Er stellt sich im September zur Wiederwahl – und muss mit unangenehmen Fragen rechnen. Quelle: dpa
Verdi-Chef Frank Bsirske

Er stellt sich im September zur Wiederwahl – und muss mit unangenehmen Fragen rechnen.

(Foto: dpa)

BerlinDie Warnung von Verdi an Amazon ist unmissverständlich: „Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt!“ Mit immer neuen Streiks versucht die Dienstleistungsgewerkschaft seit April 2013, den US-Onlinehändler in den Einzelhandelstarif zu zwingen.

Bei den eigenen Beschäftigten dagegen legt Verdi keinen Wert auf Tarifverträge. Deshalb ist es hier die noch junge Gewerkschaft der Gewerkschaftsbeschäftigten (GdG), die keine Ruhe gibt. „Man kann nicht verstehen, dass eine Gewerkschaft überall Tarifverträge fordert, aber sie fürs eigene Haus nicht akzeptiert“, sagt GdG-Chef Bernhard Stracke, selbst Verdi-Beschäftigter und -Mitglied.

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