Kandidaten-Berater unter Beschuss Pannenserie erreicht sein SPD-Wahlkampf

Wenn Steinbrück nicht in einen Fettnapf tritt, erledigen seine Mitarbeiter das für ihn. Einer seiner Top-Berater hätte die Tätigkeit aus beamtenrechtlichen Gründen nicht übernehmen dürfen. Für die FDP eine Steilvorlage.
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Der SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Peer Steinbrück. Quelle: dpa

Der SPD-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Peer Steinbrück.

(Foto: dpa)

BerlinHeiko Geue war fünf Jahre lang in Sachsen-Anhalt Staatssekretär, bevor er von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück als Wahlkampfleiter in sein Team geholt wurde. Inzwischen ist Geue zwar nur noch für die Kampagne Steinbrücks zuständig, dennoch dürfte er selbst diese Tätigkeit, für die er als Staatssekretär freigestellt worden war, eigentlich nicht ausüben. Das berichtet die in Halle erscheinende „Mitteldeutsche Zeitung“ unter Berufung auf ein Gutachten von Juristen des Landtags in Magdeburg.

Der Gesetzgebungs- und Beratungsdienst der Parlamentsverwaltung kommt demnach zu dem Schluss, dass es nicht in öffentlichem Interesse sei, Geue für seine derzeitige Tätigkeit als Wahlkampfmanager von Steinbrück freizustellen. Wörtlich heißt es: „Stellt man auf die konkret beabsichtigte Tätigkeit (Geues, d. Red.) ab, so dürfte die Unterstützung des Kanzlerkandidaten der Bundes-SPD im kommenden Bundestagswahlkampf als parteiorientiert und nicht vordringlich gemeinwohlorientiert einzustufen sein.“ Folglich gebe es keine zwingenden Gründe für die Beurlaubung.

Der neuerliche Patzer kommt zur Unzeit. Denn nach den zahlreichen Pannen von Steinbrück ordnete die SPD-Spitze erst diese Woche die Zuständigkeiten für den Wahlkampf neu. Generalsekretärin Andrea Nahles übernimmt die Hauptverantwortung für die gesamte Wahlkampagne. Enge Vertraute Steinbrücks, darunter auch Geue, verlieren ihre bisherigen Zuständigkeiten.

Geue und Steinbrücks Pressesprecher Michael Donnermeyer, der lediglich noch die Federführung für die Kommunikation des Kanzlerkandidaten innehat, waren in den letzten Wochen verstärkt in die Kritik geraten. Beiden wurde parteiintern vorgeworfen, mit ihren Aufgaben überfordert zu sein. Zudem stießen in der Partei zunehmend das Kompetenzgerangel und das Durcheinander bei der Wahlkampfvorbereitung im Willy-Brandt-Haus auf Unverständnis.

FDP: „Es hat schon ein Geschmäckle“
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11 Kommentare zu "Kandidaten-Berater unter Beschuss: Steinbrücks Pannenserie erreicht sein Wahlkampfteam"

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  • Ich empfinde nur noch Verachtung für diese Partei. Einen Kanzlerkandidaten der andere beschimpft, statt Lösungen für die Finanzkrise anzubieten, für die er ja selber mitverantwortlich gewesen war, ist wohl zu viel verlangt.

    Solange sich die SPD/Grünen nicht von der Agenda 2010 distanzieren, ist diese Partei für mich nicht mehr wählbar. Diese Intrigen innerhalb der Partei sagen doch alles.

    Das erinnert mich auch sehr stark an die Wahl von der ehemaligen Ministerpräsidentin in Schleswig Holstein Heide Simones. Oder die Affäre Engholm. Wenn schon die eigenen Leute so mit euch umspringen, müssten sämtliche Alarmglocken läuten, oder habt ihr schon so die Bodenhaftung verloren, dass ihr immun für die kleinsten Warnsignale seid?

    Hat die SPD eigentlich nicht geschworen, Schaden vom Volk abzuwehren?

    Die Sozialdemokraten waren einmal die Sprecher des kleinen Mannes, aber diese Zeit ist schon lange vorbei. Heute ist die SPD genau so der Knecht der Oligarchen wie die CDU/FDP und CSU.

    Merkt ihr eigentlich in eurer Weltabgeschiedenheit nicht, dass viele Sozialdemokraten unter eurer Politik leiden und immer mehr eurer Genossen resignieren und das Handtuch werfen?

    Schämt ihr euch eigentlich nicht, wenn ihr euch durch euer Verhalten zu Spießgesellen einer verlogenen Merkelschen Politik macht? Habt ihr eigentlich noch nicht bemerkt, dass ihr mit eurem Verhalten das Erbe der Sozialdemokraten, die für ihre Überzeugung ihr Leben gegeben haben, mit den Füßen tretet?
    Habt ihr eigentlich noch nicht gemerkt, dass ihr euch zum Totengräber der SPD macht?

  • HAB EIN RECHT DRAUF DAS GESEHEN WIRD , dass ZENSIERT WURDE .
    EINFACH LÖSCHEN IST GRÖSSTER UND NICHT ERLAUBTER BETRUG .


    Frank Frädrich

  • Ich komme aus dem Kopfschütteln über unsere "politische Elite" nicht mehr raus. So viel Inkompetenz auf einem Haufen sollte gesetzlich verboten werden. Gibt es denn nur noch Vollpfosten in der Politik?

  • Ein Clown eben !

    ( Aber ein korrupter ) !

  • Es handelt sich hier nicht um ein "Geschmäckle" sondern um Verquickung von Parteiinteresse und Staatsinteresse auf eine Art und Weise, die mehr als zum Himmel stinkt.
    Die Fettnapfolympiade, die sich inzwischen nicht nur Herr Steinbrück leistet sondern auch Teile seines "Beraterteams" offenbart die sumpfigen Abgründe der Fettnäpfe, die nicht nur "Fett",
    sprich "Bimbes" und Geldwertes enthalten, sondern Unappetitlichkeiten der ganz besonderen Art.
    Geschmäckle ist da noch eine absolut harmlose Wortwahl.

  • Es bestätigt sich immer wieder: Dumm, dümmer, SPD!

  • Sie sind alle so.....

    Das System ist der Fehler. Es erlaubt minderwertigen Menschen in Ämter aufzusteigen, in denen nur anständige Menschen etwas zu schaffen haben.

  • Da meint man, es ginge nicht mehr tiefer. Ein Irttum!

    Für diese Clowns hat die SPD-Basis einmal hart gekämpft. Muss das sein? Es muss doch möglich sein, dass die SPD-Basis wenigstens einen Druchschnittsbürger nach vorn bringen kann. Die Ziele der SPD sind doch grundsätzlich nicht falsch, gäbe es nicht die individuelle Gier.

  • Was erwartet man denn sonst vom Urgroßenkel des Deutsche Bank gründers Delbrück. Wenn Peer Bundeskanzler wird .... ist es das für Deutschland gewesen. Erst IM Erika und dann Fettnäpfchen Peer ohje, du armes Deutschland

  • Ein Gschmäckle ist stark untertrieben, es riecht schon sehr stark
    nach Vorteilnahme auf Kosten der Bürger. Stand Berlusconi schon wieder Pate?

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