Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kandidaten-Debatte Grüne Frauen warnen "dear boys" vor schädigendem Verhalten

Den Grünen droht ein Mitgliederstreit: In einem Brief wehrt sich eine Gruppe weiblicher Parteimitglieder gegen die von Männern angestoßene Kandidaten-Debatte, die ihrer Meinung nach zum Nachteil der Frauen wären.
26.07.2012 - 15:28 Uhr 2 Kommentare
Jürgen Trittin und Claudia Roth scheinen als Kandidatenpaar ungeeignet - beide gehören dem linken Flügel an. Quelle: dpa

Jürgen Trittin und Claudia Roth scheinen als Kandidatenpaar ungeeignet - beide gehören dem linken Flügel an.

(Foto: dpa)

Berlin Führende Grüne Frauen warnen die Männer in ihrer Partei vor einem Vorpreschen bei der Suche nach den Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. In einem Reuters am Donnerstag vorliegenden Brief an den Bundesvorstand nehmen zehn Bundestagsabgeordnete die Kollegen aufs Korn: "Dear boys, der bisherige Verlauf der Debatte über die Nominierung unserer SpitzenkandidatInnen für die Bundestagswahl im nächsten Jahr schadet dem Ansehen unserer Partei", heißt es dort.

Die Politikerinnen kündigten an, sie würden nicht akzeptieren, dass einige Männer glaubten, Personalvorschläge auf Kosten von Frauen machen zu können. Zu den Unterzeichnerinnen gehören die Arbeitsmarkt-Expertin Brigitte Pothmer, die Haushaltspolitikerin Priska Hinz und die Finanz-Fachfrau Kerstin Andreae.

Zu den nicht namentlich genannten Adressaten der Kritik zählt der führende Realo und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. Der hatte zwar vor zwei Wochen die stellvertretende Bundestagspräsidentin Katrin Göring-Eckardt und damit eine Frau als Spitzenkandidatin vorgeschlagen. Aber der nicht abgestimmte Vorstoß würde Göring-Eckardt, die sich noch nicht zu ihren Zielen geäußert hat, in eine Kampfkandidatur gegen die Parteivorsitzende Claudia Roth drängen. Eine mögliche Beschädigung der Kandidatinnen wollen die Autorinnen vermeiden.

Nur Roth hat bislang offiziell ihre Kandidatur erklärt. Neben ihr gilt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin als gesetzt. Da beide dem linken Flügel der Grünen angehören, wäre bei einem Spitzenduo Roth/Trittin die Machtbalance zwischen Parteilinken und Realos gestört.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Interview-Duell zwischen Trittin und Palmer
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    2 Kommentare zu "Kandidaten-Debatte: Grüne Frauen warnen "dear boys" vor schädigendem Verhalten "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hat Frau Frieß nachweißlich nie so gesagt und nur einen Kabarettisten zitiert.

    • "Ich wollte, daß Frankreich bis zur Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt." — Sieglinde Frieß, Bündnis90/Die Grünen vor dem Parlament im Bundestag, FAZ vom 6.9.1989

    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%