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Kandidatur zur Bundestagswahl Bruderzwist im Hause Kauder

Siegfried Kauder will - trotz CDU-Mitgliedschaft - als unabhängiger Direktkandidat im Wahlkreis Villingen-Schwenningen antreten. Das passt seinem Bruder Volker nicht. Der will ihn jetzt aus der Partei ausschließen.
17.07.2013 - 07:23 Uhr 16 Kommentare
Da bahnt sich Streit an: CDU-Politiker Volker Kauder (links) will seinen Bruder Siegfried, ebenfalls CDU, nicht mehr in der Partei haben. Quelle: dpa

Da bahnt sich Streit an: CDU-Politiker Volker Kauder (links) will seinen Bruder Siegfried, ebenfalls CDU, nicht mehr in der Partei haben.

(Foto: dpa)

Saarbrücken Der Familie von Unionsfraktionschef Volker Kauder steht vor der Bundestagswahl ein Bruderzwist ins Haus. Weil sein Bruder Siegfried im Wahlkreis Villingen-Schwenningen trotz seiner CDU-Mitgliedschaft als unabhängiger Direktkandidat antreten will, hat Volker Kauder ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn gefordert. "Er kandidiert gegen einen von der CDU aufgestellten Kandidaten und will gleichzeitig Parteimitglied bleiben", sagte Volker Kauder der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Unabhängig von Familienzugehörigkeiten muss ich klar sagen: Das geht nicht." Auf die Frage, ob er ein Parteiausschlussverfahren gegen seinen Bruder fordere, antwortete der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag: "Daran führt nach meiner Auffassung kein Weg vorbei."

Er bedauere sehr, dass es so weit gekommen sei, sagte Kauder der Zeitung. Er habe versucht, mit seinem Bruder Siegfried zu sprechen, aber er habe ihn nicht erreichen können.

Siegfried Kauder ist derzeit im Bundestag Vorsitzender des Rechtsausschusses. Im November 2012 war er bei der Nominierung des Wahlkreis-Kandidaten zur Bundestagswahl nach parteiinternen Querelen unterlegen. In Interviews warf er daraufhin seiner Partei vor, die Entscheidung gegen ihn sei auf undemokratischem Wege zustande gekommen. So sei zum Beispiel bei der Nominierungsveranstaltung eine Wahlurne nicht ausgezählt worden, sagte er dem Sender n-tv. "Es war im Endeffekt ein kalter Putsch."

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    16 Kommentare zu "Kandidatur zur Bundestagswahl: Bruderzwist im Hause Kauder "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Nein , ich SCHREIBE NICHT MEINE MEINUNG DAZU .

      ( IST mir EIN JOKER ( DEM DANKE ) , wer mit VERSTAND mir ANTWORTET , muss GENAU , DIESEN JOKER ALS ANTWORT GEBEN , DANN HAT WAHRE WAHRHEIT VERSTANDEN )

      Frank Frädrich

    • "Er kandidiert gegen einen von der CDU aufgestellten Kandidaten und will gleichzeitig Parteimitglied bleiben", sagte Volker Kauder der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. "Unabhängig von Familienzugehörigkeiten muss ich klar sagen: Das geht nicht."
      Dass CDU-Mitglieder (allerdings mit Unterstützung der CDU) gegen Parteigenossen kandidieren ist nichts neues. Das gab es in Spaichingen und aktuell in Singen.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Volker Kauder ist der gaz typische Stiefellecker.
      Das sind die Typen, seit Merkel sich die CDU unter den Nagel gerissen hat, die nach oben kamen.
      Kauder würde auch einem Führer dienen.
      Der würde für die eigene Macht auch seine Großmutter verkaufen
      Und solchen Leuten ist es egal, was für eine Macht es ist
      Die wirklich Konservativen haben ja die CDU längst verlassen

    • Zitat : Bruderzwist im Hause Kauder

      - wenn ich mir das Bild von den beiden so anschaue, dann erinnere ich mich an die Brüderbilder von Honecker und Gorbatschov......!

      Da fehlen nur noch die Regenbogenküsschen.......der Verkalkten Nomenklatura-Schmarotzer !

      Abwahl des Gesindels im September ! Der Bundestag muss wieder entlaust werden !!!!

    • @Gurkenmurkser

      Am Besten beide!

    • Ein schönes Beispiel für "in der Politik geht man für die Partei auch über "Familien"Leichen"; peinlich, peinlich.

      Ein bemerkenswerter Charakterzug.


      Ich glaube im Osten wurde immer gesungen: "die Partei, die Partei , die hat immer recht..."?
      Die Bundeskanzlerin müsste das doch wissen.

    • Volker Kauder, ein Vorturner einer von Merkel sozialisierten CDU und Verfechter des Fraktionszwang, der mit dieser Methode den Artikel 38 GG verletzt, verstößt damit auch gegen die Demokratie, d.h. er entzieht, den vom Volk gewählten Abgeordneten die Meinungsfreiheit.
      Die Wähler können nun im September diesen undemokratischen Verhalten ein Ende setzen.

    • Volker Kauder ist der beste Beleg für Merkels Politik. Sie duldet nur "ungefährliche" Kandidaten in ihrer Nähe. Mit dieser politischen und intellektuellen "Begabung" Fraktionsvorsitzender werden zu können, grenzt an ein Wunder.

    • Es ist kein Nachteil die CDU zu verlassen. Zukunft hat diese Partei sowieso nicht!

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