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Kanzleramt Fritsche wird Geheimdienst-Staatssekretär

Klaus-Dieter Fritsche wird erster Geheimdienst-Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Bisher arbeitete er unter anderem für den Verfassungsschutz. Der neue Posten ist eine Konsequenz aus der NSA-Spähaffäre.
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Der verbeamtete Staatssekretär im Bundesinnenministerium arbeitet künftig im Kanzleramt. Quelle: dapd

Der verbeamtete Staatssekretär im Bundesinnenministerium arbeitet künftig im Kanzleramt.

(Foto: dapd)

BerlinDer frühere Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Klaus-Dieter Fritsche, wird im Kanzleramt Staatssekretär für die Belange der Geheimdienste. Regierungssprecher Steffen Seibert bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Der 60-jährige Fritsche ist seit November 2009 beamteter Staatssekretär im Bundesinnenministerium.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den Posten am Vortag als Konsequenz aus der Schnüffel-Affäre um den US-Geheimdienst National Security Agency (NSA) angekündigt. Damit solle auch der Bedeutung der deutschen Geheimdienste für die Arbeit der Koalition Rechnung getragen werden. Fritsche soll in die Kette der Berichte der Dienste an den zuständigen Kanzleramtschef und an das Parlamentarische Gremium zur Kontrolle der Nachrichtendienste eingebunden werden.

Der aus Bamberg stammende Fritsche war von 1995 an Büroleiter des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU). Von 1996 bis 2005 war er Verfassungsschutz-Vizepräsident. Anschließend übernahm er als Abteilungsleiter die Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes im Kanzleramt.

Im Zuge des NSA-Skandals war unter anderem bekanntgeworden, dass der US-Dienst jahrelang auch Merkels Handy abgehört hat. Seit längerem gibt es eine Diskussion über eine effektivere Kontrolle der Geheimdienste. So wird auch über eine Reform des Parlamentarischen Kontrollgremiums nachgedacht.

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  • dpa
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