Kapitalflucht EZB bereitet Kapitalverkehrs-Kontrollen für Zypern vor

Die Europäische Zentralbank will die Kapitalflucht aus Zypern verhindern - und hat dafür verschiedene Vorschläge im Gepäck. Eine davon: Die Bürger sollen nur begrenzt Bargeld an den Automaten bekommen.
Update: 22.03.2013 - 07:38 Uhr 59 Kommentare
Die EZB will die Kapitalflucht aus Zypern eindämmen. Quelle: dpa

Die EZB will die Kapitalflucht aus Zypern eindämmen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfUm eine massive Kapitalflucht aus dem Krisenland Zypern zu verhindern, bereitet die Europäische Zentralbank verschiedene Instrumente zur Kontrolle des Kapitalverkehrs vor. Wie das Handelsblatt (Freitagausgabe) aus Notenbankkreisen erfuhr, sollen Zyperns Bürger für eine längere Zeit nur einen begrenzten Betrag an Bargeld an Geldautomaten abheben können.

Zur Zeit liegt das Limit bei 400 Euro pro Tag und Bankkunden. Zusätzlich sei im Gespräch die Spareinlagen vollständig einzufrieren und über Überweisungen nur mit einer vorherigen Genehmigung der nationalen Zentralbank zu erlauben, hieß es in Notenbankkreisen weiter. Wie lange die Gelder auf den Sparkonten gesperrt werden, sei noch nicht entschieden.

Die EZB will den Kapitalverkehr auch dann reglementieren, wenn Zyperns Regierung ein Rettungspaket mit der Troika bis Anfang nächster Woche ausgehandelt habe. „Die Gefahr ist zu groß, dass es zu einem Ansturm auf die Banken kommen, wenn diese nach mehr als einer Woche wieder öffnen“, sagte ein Notenbanker dem Handelsblatt. Die EZB werde dafür sorgen, dass die Kapitalverkehrskontrollen „sozialverträglich“ ausgestaltet werden. Jeder Bürger werde das zum Leben notwendige Geld erhalten, hieß es. Dazu gehörten auch die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen.

Nachdem das zyprische Parlament gestern Abend die Abstimmung wieder vertagt hatte, haben die Finanzminister der Euro-Zone Zypern aufgefordert, so schnell wie möglich neue Vorschläge für die Gewährung internationaler Finanzhilfen zu machen. Die wichtigsten von der Euro-Gruppe festgelegten Parameter müssten dabei jedoch respektiert werden, hieß es in einer Erklärung von Euro-Gruppenchef Jeroen Dijsselbloem nach einer Telefonkonferenz der Minister. Nun soll die Abstimmung Freitagmorgen stattfinden.

Mit Material von dpa, Bloomberg

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59 Kommentare zu "Kapitalflucht: EZB bereitet Kapitalverkehrs-Kontrollen für Zypern vor"

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  • @ heinz

    Zitat : @Nicht-Dumm
    Die Rechnung geht nicht auf. Rentner gibt es wie Sand am Meer auf Zypern. Die wenigen Jungfrauen wurden mit anderen Dingen im Learjet ausser Landes gebracht :-)......

    Ist doch auch verstädlich, zumal man die Jungfrauen und die "Anderen Dinger" auch mit hereingebracht hat, oder....:-)

    Und nach dem der EU-Clown Barroso in Moskau den Russen wohl die freie Ausfahrt zugesichert hat, tun sie dies auch.., und verhandeln mit den Zyprioten nicht mehr ?!!!

  • @Nicht-Dumm
    Die Rechnung geht nicht auf. Rentner gibt es wie Sand am Meer auf Zypern. Die wenigen Jungfrauen wurden mit anderen Dingen im Learjet ausser Landes gebracht :-)......

  • @PapaRazzi:

    Oh Herr im Himmel...

    "Außerdem droht Zypern keine Staatspleite. Dafür gibt es die EZB, ESM und andere Möglichkeiten. Oder will man den Märkten signalisieren, dass diese nichts wert sind?"

    Auf welchem Planeten sind Sie denn unterwegs? Dieser Staat ist sowas von Pleite, mehr geht nicht!!

    EZB, ESM und der ganze andere Sch**dreck werden nur von Deutschland/Unserem Steuergeld am Leben erhalten. Und zum Glück wacht unser Land so langsam auf und lässt sich nicht mehr länger von jedem Pissland an der Nase herumführen.

    Und JA, ich glaube diesmal will man wirklich den Märkten signalisieren, dass das Geld in Geldwäsche- und Steuerparadiesen nicht sicher ist. Ich bete zu Gott, dass es diesmal zu keinem Bail-Out kommt. Das zypriotische Geschäftsmodell (Anlockung ausländischen Kapitals durch niedrige Steuern und laxen Geldwäschekontrollen bei gleichzeitiger Absicherung durch den Rest der Euro-Zone) hat man am letzten Wochenende mit der Ankündigung der Belastung der Sparguthaben schon nachhaltig zerstört. auch die Regierung da unten jetzt alles unternimmt um dies zu verhindern. Das Vertrauen in Zypern ist ein für allemal weg!!

    Sobald die Banken öffnen, will alles Kapital raus. Deswegen braucht man selbstverständlich Kapitalverkehrskontrollen, sonst sind dort alle Banken innerhalb von Stunden toter als tot. Welcher Naivling hat denn das nicht kommen sehen?

    Insgesamt bislang die beste Leistung von Schäuble und Co. im ganzen Krisenmanagement: Mit einer kleinen Ankündigung das gesamte zypriotische Geschäftsmodell zu Fall gebracht. Keine langen, mühseligen Verhandlungen wie mit der Schweiz oder Singapur über die Offenlegung von Konten etc. Einfach mal eine schiere Machtdemonstration Deutschlands.

    Weiter so!!

  • Die Zypridioten könnten doch statt ihrer Rentner doch auch ihr Jungfrauen verkaufen.

  • Jetzt hat die EU und die EZB ihr wahres "Gesicht" gezeigt!!!
    Dieser Diktatur sollen sich die Europäer unterwerfen ? Haben
    wir das gewollt? So wurde uns nicht das vereinigte Europa
    verkauft. Nichts wie raus aus der EU muss es für D'land
    lauten. Seit 2008 versuchen die "Blinden" die Krise zu lösen.
    Und jetzt Kapitalverkehrskontrollen. Das darf doch nicht
    wahr sein.Mit einer zusätzlichen Währung könnten wir in
    Deutschland den Ausstieg aus der EU und dem Euro jeder-
    zeit wagen. Allein sind wir stärken als innerhalb dieser
    sich schlimm entwickelnden EU-Diktatur!!! Daher Schluß jetzt!

  • Man mag es nicht glauben, aber es gibt eine website fortunanetz die zusammen mit dem Handelsblatt der weiße Rabe war, der in großen Lettern das Hauen und Stechen an die Wand gemalt hatte, wenn es denn um die Finanzierung der Eurorettung geht. Da war Helmut Schmidt noch auf dem Trip, dass Deutschland noch keinen einzigen Euro gezahlt hat. Eigentlich müsste der Weltökonom und Herausgeber der ZEIT angesichts der neuen Entwicklungen den Super-Schröder geben und zeigen wie einfach eine Einheitswährung funktioniert. Ach ja und dann müsste man Schmidt noch damit konfrontieren, dass Kapitalverkehrskontrollen angekündigt sind. Nun, diese Kontrollen werden den Euroraum bestimmt noch fester zusammen schweißen. Dabei war vollkommen klar, dass das absolute Chaos droht, wenn die Kosten der Eurorettung präsentiert werden. Von jetzt an können alle unter der Ägide von Dr. Merkel so lange gegenseitig aufeinander herumhacken, bis die Feindschaft in Euroland explodiert. Wenn man sieht, was 6 Mrd. anrichten, kann man sich leicht vorstellen, was 750 Mrd. Euro Rettungschirm auslösen. Denn dieses Geld ist definitiv weg!
    Der Spaltpilz Euro war von Anfang an nur eine politische und keine ökonomische Währung. Jetzt haben wir das Desaster. Es ist geradezu ein geschichtlicher Witz, dass sich die Alternative für Deutschland eine Woche vor dem Zypern-Gau in Oberursel formiert hat.

  • Die ganze EU ist eine Verbrechervereinigung! Ist ja nicht mehr normal was da abläuft.

  • Inflation ist zu langsam. Zwangsabgabe: Heimliche Vorbereitungen haben weltweit begonnen!!!!!
    Mit anderen Worten: ist eine Bank pleite, wird auf den EINLAGENsicherungsfonds zurückgegriffen. Niedrigstverzinsung und Inflation haben also nicht mehr ausgereicht, jetzt greifen die Banken und der Staat nach unseren Einlagen. So ergibt auch Trittins Aussage am Dienstag einen Sinn. Uns entkommt keiner!!!!

  • @GernotMeyer:

    Die EU-Kommission hat noch nie eine "Rechtsgrundlage" (was war das gleich nochmal?) gebraucht, um irgendetwas zu tun. Wahrscheinlich lachen die sich allein schon über die Idee shlapp, daß man so etwas bräuchte.

  • So also sieht Diktatur aus- na wer will hier beitreten?Dazu habe ich auf
    http://menschenzeitung.de/ einen Kommentar verfasst. Ein unglaublicher vorgang, der jedes verschuldete Land treffen kann.

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