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Karriere statt Kind Frauen werden immer seltener Mutter

Nicht nur dass Beruf und Nachwuchs in Deutschland immer noch schwer vereinbar sind – berufstätigen Müttern fehlt auch oft die Anerkennung. Zwei Gründe warum das Kinderkriegen für deutsche Frauen immer unattraktiver wird.
10 Kommentare
Drei Mütter schieben ihre Babys im Kinderwagen. Quelle: dpa

Drei Mütter schieben ihre Babys im Kinderwagen.

(Foto: dpa)

München Kinderkriegen wird in Deutschland nach einer neuen Studie immer unattraktiver. Als Gründe für die sinkende Geburtenrate nenne die Untersuchung des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung vor allem die schwierige Vereinbarkeit von Beruf und Elternschaft, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag).

Hinzu komme die fehlende gesellschaftliche Anerkennung für berufstätige Mütter hierzulande. Das kulturelle Leitbild von einer „guten Mutter“, die zu Hause bei den Kindern zu bleiben habe, sei vor allem in den alten Bundesländern noch so stark verbreitet, dass berufstätige Frauen sich im Zweifel eher gegen als für ein Kind entschieden.

Erstmals hat das Institut, das dem Bundesinnenministerium unterstellt ist, demnach die Gefühlslage der Deutschen bei der Frage des dauerhaften Geburtenrückgangs berücksichtigt und dies mit bekannten Daten zur Familienforschung kombiniert. In Europa gebe es nur zehn Länder, in denen die Geburtenziffern niedriger seien als in Deutschland. Hier betrage die Zahl 1,39. Lettland liege mit einer Quote von 1,17 ganz hinten, Island führe mit 2,20 Kindern die Statistik an. Im weltweiten Vergleich habe Deutschland den höchsten Anteil dauerhaft kinderloser Frauen.

 
  • dpa
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10 Kommentare zu "Karriere statt Kind: Frauen werden immer seltener Mutter"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • naja --- man muss sich die Länder anderswo ganz genau ansehen: in Finnland ist JEDES Kind willkommmen und bekommt einen Begrüßungskarton im Wert von mehreren 1000 Euro --- das gibt den Bürgern ein gutes Gefühl: dem Staat liegt was an uns.

    in vielen Ländern ist Vollzeit eine 35 Std.Woche, z.B. in Norwegen, Frankreich und Niederlande arbeiten bald 70% nur noch Teilzeit. Das sind familienfreundliche Arbeitszeiten statt 42 Std-Woche. Solche Kleinigkeiten zählen auch.

    und Skandinavien ist nicht vergleichbar - gut 1/3 arbeitet im öffentlichen Sektor, v.a. Frauen ohne Ende --- die Qualität der Kitas und alles 4 Betreuer für 12-13 Kinder --- im Krankenhäusern: 1 Schwester für 5 Patienten.

    kein Wunder, dass dort so viele Frauen mitarbeiten. Wo sollen die in DE alle arbeiten? In den Mini-Niedrigstlohnjobs?

  • sie haben Recht -- es sind vor allem die Männer, die keine Kinder wollen. Das geht auch aus der Studie ab Seite 44 deutlich hervor --- z.B. wünschen sich dort 27% der Singlefrauen keine Kinder, aber 67% der Singlemänner.

    auch in meinem Umfeld wollen die Männer oft gar keine Kinder.

    40% bekommen keine Kinder, weil denen der Partner dauerhaft fehlt -- das ist ein ziemlich großer Anteil

    es liegt aber auch daran, dass auch wirklich viel Schrott auf dem Markt ist. Da gibt man einfach irgendwann die Suche auf

    ich hab vor ca 7 Jahren zu suchen aufgehört und bin jetzt 34 -- die Chance das in den nächsten 7 Jahren noch jmd. gefunden wird, schätz ich als gering ein.

  • .. da haben wir es wieder... die Wahrheit wird "editiert" "bitte bleiben Sie sachlich"....

    hier liegt das Problem - die Wahrheit ist, Kinder bekommen, Kinder großziehen, vernünftig ausbilden usw. kostet viel Geld!

    Geld, dass mir bei meinem Einkommen für "meine" Altersvorsorge fehlt! Also Nebenjob - Frau nach einem Jahr wieder zur Arbeit! Trotzdem reicht es nicht, die Tagsmutter kostet schon 1/3 des Monatslohnes der Frau...

    Ja das ist die Wahrheit - und wer was anderes für die Wahrheit hält - glaubt wohl auch noch an den Weihnachtsmann!

  • Das liegt auch daran, dass Frauen bei den heutigen für Männer immer nachteiligeren Gesetzen, was Unterhalt und eigene Rechte betrifft, immer weniger blöde Männer finden können, die sie heiraten wollen. Und ohne, dass sie jemand für die 9 Monate bezahlt, wollen Frauen auch keine Kinder.

  • Der Gender-Pay-Gap ist doch lange widerlegt. Nein, Frauen bekommen nicht weniger Geld für die gleiche Arbeit. Frauen bevorzugen andere Berufe und arbeiten statistisch deutlich weniger als Männer.

  • Interessant ist, dass in Ländern wie Deutschland, Österreich un Italien das Bild der "Mutter am Herd" wesentlich stärker verankert ist als in progressiven Ländern mit werktätigen Müttern wie Frankreich oder Schweden. Das hängt mit der Geschichte und dem in Zeiten des Faschismus propagierten Mutterbild zusammen, von dem wir uns nie richtig lösen konnten. Schade, wie altbackene Vorstellungen die Zukunft eines Landes behindern.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Frauen werden immer seltener Mutter...
    weil es sich für einen Mann überhaupt nicht mehr lohnt
    eine Familie zu gründen. Das größte Armutsrisiko für einen Mann ist doch mittlerweile die Scheidung.
    Es ist kein Wunder, dass wir in diesem Land aussterben, wenn wir als Männer nur noch politisch korrekt an den inneren Werten der Damen interessiert sein sollen...
    Da geh ich doch lieber gleich in den Puff.

  • Wer hätte das gedacht! Man kann von seiner Arbeit gerade noch so am Armutsgrenze. Die Frauen kriegen für die gleiche Arbeit immer noch 20-25% weniger als Männer. Und jetzt kommt auch die CSU Herdprämie oben drauf. Frauen wollen natürlich wie jeder erfolgreich in ihrer Arbeit sein und genug verdienen um sich finanziell abzusichern. Sie werden Kinder kriegen, wenn sie dafür nicht 3-5 Jahre hinter ihren Kollegen fallen werden. D muss endlich aufwachen und die ideologischen Scheuklappen ablegen-wir brauchen ein kombiniertes System zwischen das DDR System und das was man in Frankreich macht. Paris ist hoffnungslos wenn es um die Wirtschaft geht, aber die Franzosen haben als einzige in Westeuropa Bevölkerungswachstum(ohne Immigartion). Aber wie immer, werden wir hochnäsig erklären-nein, brauchen wir nicht. Wir sind in D und wir nehmen von keinem Rat, denn wir können es angäblich am besten. Einfach nur lächerlich.

  • Keine neue und keine ungewollte Entwicklung.

    Dass die berufstätigen Frauen immer weniger Begeisterung für das Kinderbekommen zeigen, wird doch sehr gut aufgefangen von anderen Gruppen. Hier liegt unsere Zukunft, z.B. bei den Moslems, den Zintis und Roma ect. Sie werden später durch ihren Kinderreichtum unsere fehlenden Geburten wett machen, soweit mir bekannt ist, schon ab dem Jahr 2020, wenn mehr als die Hälfte aller beborenen Kinder moslemisch sind und den Staat in allen Bereich voran bringen.
    Ich denke da an Gebiete wie Bildung, Forschung und Entwicklung, aber auch Innovation und Erfindergeist.

    Es ist somit nicht zu verstehen, wieso wir ständig ein Problem hervorheben, das nicht abgestellt werden soll. Es ist doch alles in Ordnung.
    Unsere Regierung weiß, was sie tut. Wir sehen es z.B. bei der Endlosrettung der aufgezwungenen Einheitswährung Euro. Ich habe auch weiterhin volles Vertrauen und gehe davon aus, dass alles alternativlos gerettet wird.

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