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Kartellvergehen Bundeskartellamt verhängte 2018 schon 272 Millionen Euro an Bußgeldern

Schon jetzt ist die Summer der verhängten Strafen durch das Kartellamt vier mal so hoch wie 2017. Im besonderen Fokus steht die Digitalwirtschaft.
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In den vergangenen acht Monaten sind Durchsuchungsaktionen bei 21 Unternehmen und vier Privatwohnungen durchgeführt worden. Quelle: dpa
Bundeskartellamt

In den vergangenen acht Monaten sind Durchsuchungsaktionen bei 21 Unternehmen und vier Privatwohnungen durchgeführt worden.

(Foto: dpa)

BonnDas Bundeskartellamt hat in diesem Jahr wegen Kartellvergehen bereits Bußgelder in einer Gesamthöhe von 272 Millionen Euro gegen 16 Unternehmen und 13 Privatpersonen verhängt. Darunter seien erste Bußgelder im Verfahren gegen Edelstahlhersteller und Gebäudeausrüster, berichtete Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Montag in Bonn.

Die Summe der verhängten Strafen ist damit nach knapp acht Monaten bereits mehr als vier Mal so hoch wie im gesamten Vorjahr. 2017 hatten die Wettbewerbshüter Bußgelder in einer Gesamthöhe von rund 66 Millionen Euro verhängt.

„Die Kartellverfolgung ist ein Kern unserer Arbeit“, betonte Mundt. Die Wettbewerbsbehörde habe auch in diesem Jahr bereits eine ganze Reihe neuer Verfahren eingeleitet. Insgesamt seien in den vergangenen acht Monaten Durchsuchungsaktionen bei 21 Unternehmen und vier Privatwohnungen durchgeführt worden.

Besonderes Augenmerk widmet das Kartellamt Mundt zufolge derzeit dem Schutz des Wettbewerbs in der Digitalwirtschaft. „Aktuell führen wir ein Verfahren gegen Facebook, sowie Sektoruntersuchungen zu Online-Werbung, Vergleichsportalen und Smart-TVs“, zog Mundt eine Zwischenbilanz. Künftig werde die Behörde das Thema E-Commerce noch gezielter aufgreifen.

Der Kartellamtspräsident drängte den Gesetzgeber, den Wettbewerbshütern mehr Möglichkeiten zum Eingreifen zu geben. „Eine Stärkung des behördlichen Verbraucherschutzes vor allem im Internetbereich könnte einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, Missstände in der digitalen Wirtschaft schneller abzustellen.“

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  • dpa
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