Kathrin Oertel Pegida-Frontfrau stellt sich bei Jauch

Sie demonstrieren gegen die Islamisierung des Abendlandes und schimpfen auf die Medien. Nun stellt sich Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel erstmals der verschmähten „Lügenpresse“. Bei Jauch bekommt sie allerdings Beistand.
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Kathrin Oertel soll für Pegida bei Günther Jauch sprechen. Quelle: Reuters

Kathrin Oertel soll für Pegida bei Günther Jauch sprechen.

(Foto: Reuters)

BerlinInterviewwünsche hat Kathrin Oertel bislang geflissentlich ignoriert. Auch Anfragen von Handelsblatt Online blieben unbeantwortet. Die Ansage lautete: Mit der „Lügenpresse“ – so das Pauschalurteil der Pegiga-Anhänger über die Massenmedien – spricht man nicht.

Nun die Kehrtwende. Erstmals stellt sich ein offizieller Vertreter von Pegida in einer Talkrunde einem Millionenpublikum. Oertel, die die Demonstrationen in Dresden gegen die Islamisierung des Abendlandes mitorganisiert, wird am Sonntagabend bei Günther Jauch zu Gast sein. Ab 21.45 Uhr diskutiert sie mit SPD-Mann Wolfgang Thierse, Jens Spahn von der CDU und Frank Richter, dem Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Was sind die Ziele und Absichten von Pegida? Werden die Demonstranten zu Unrecht der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt? Oder ist Pegida tatsächlich Ausdruck eines Rechtsrucks in der Gesellschaft? Diese Fragen werden diskutiert.

Damit Oertel sich nicht alleine den Attacken von Thierse und Spahn stellen muss, hat die Jauch-Redaktion auch Alexander Gauland eingeladen. Der AfD-Politiker hatte selbst Mitte Dezember als „Beobachter“ an einer Dresdner Pegida-Demonstration teilgenommen und Kritik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an Pegida deutlich widersprochen hatte. „Sie verurteilt Menschen von oben herab, die sie gar nicht kennt“, so Gauland.

Alles Lügenpresse?

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28 Kommentare zu "Kathrin Oertel: Pegida-Frontfrau stellt sich bei Jauch"

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  • -> Herr Josef Blomenkamp

    Vielleicht liegt es ja daran, dass die Mehrheit der Bevölkerung nicht alle die Ziele der Pegida gutheissen.
    Und wenn 18.000 oder 20.000 oder wieviel Demonstranten auch immer in Dresden behaupten, sie seien das Volk, ist das reichlich anmassend.

  • Tja Frau Merkel, damals fiel die Mauer in der DDR durch ihre Bürger.

    Diesmal haben die Bürger in Gesamtdeutschland ihre Sprache wiedergefunden, und lassen sich durch Politik und gleichgeschaltete Medien nicht mehr dirigieren.

    Ihre Angst, das es wieder so kommen könnte wie damals ist berechtigt.

  • Richtig bemerkt von Ihnen - Herr Gauland steht ganz weit rechts fast schon an der NPD!

  • Stimmt nicht ganz, vor der Landnahme der alten Israeliten
    zu biblischen Zeiten, nach ihrem Zug von Ägypten durch die Wüste Sinai, siedelten da die Kanaaniter
    (Fall der Mauern von Jericho) und beteten zu ihrem Gott Baal.

  • Sie kann da nur heil raus kommen, wenn sie rhetorisch Spitzte ist, schlagferig, witzig, sich auf Provokationen nicht einlässt, profunde Kenntnis hat, was das Thema Islam angeht, überhaupt besser sein muß, als ihre Gegner Thierse und Genossen.

    Wenn sie´s drauf hat kann sie punkten, wenn nicht, geht sie unter.

  • Sehe es zum jetzigen Zeitpunkt als Fehler an, zu solchen Sendungen hinzugehen.
    Man kann ja (noch) nicht gezwungen werden, das zu tun.

    Es geht erst dann, wenn man als der Sieger kommt. Dazu müssen die Pegidas aber noch länger laufen und stärker werden.

    Sieger bedeutet in diesem Kontext, die Politik muß vorher schon auf die Pegida-Thematik eingegangen sein und ihre Dumpfbacken-Argumentation aufgegeben haben.

    Im Moment wird sie aber nur angegriffen. Selbst mit Gauland wird Pegida keinen Blumentopf bei Jauch gewinnen.

  • Werter Mustermann, wenn sich jemand demaskiert hat, dann nicht Alexander Gauland, der seitdem es Pegida gibt und die entsprechenden Presseechos, sich immer klar positioniert hat, sondern Sie, der es vorzieht mit Unterstellungen zu operieren, um sachlichen Überlegungen und Beurteilungen Pegida betreffend, tunlichst aus dem Weg zu gehen.

  • Für kein Geld der Welt würde ich mich der Lügenpresse zum Fraß vorwerfen. Bei NTV (Teletext) lief am Mittwoch eine Umfrage. (Frage des Tages)"Finden Sie, dass der Islam zu Deutschland gehört?)
    92 % verneinten das. Wenige Minute später war die Seite gelöscht "Heute keine Frage". Bei facebook dann 80 % Zustimmung. Zufall? Lügenpresse? Auch in diesem Fall kann man davon ausgehen, dass es wieder nur Polemik, Propaganda und Fangfragen geben wird.So was schau ich mir nicht mehr an.

  • Ich hätte Frau Oertel geraten, das jetzt noch nicht zu machen! Man wird ALLES unternehmen, um sie zu diffamieren und schlecht aussehen zu lassen, dafür wird die Regie schon sorgen, einschließlich aller Tricks, angefangen mit der Sitzordnung über einen einseitigen "Moderator", bescheuerte Einspieler bis hin zu absolut handverlesenen, absolut einseitigen Studiozuschauern...

  • Gehässig, aber nicht klug.

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