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Katrin Göring-Eckardt Grünen-Fraktionsvorsitzende will erneut Spitzenkandidatin werden

Die Grünen wollen ihre Top-Kandidaten für 2017 per Urwahl bestimmen. Nach dem Kieler Vize-Ministerpräsident Robert Habeck kandidiert auch Katrin Göring-Eckardt. Der linke Flügel sucht weiter einen Kandidaten.
16.10.2015 - 20:22 Uhr
Die Fraktionsvorsitzende der Grünen will bei der kommenden Bundestagswahl erneut Spitzenkandidatin werden. Quelle: dpa
Katrin Göring-Eckardt

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen will bei der kommenden Bundestagswahl erneut Spitzenkandidatin werden.

(Foto: dpa)

Berlin Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, will Spitzenkandidatin ihrer Partei im Bundestagswahlkampf 2017 werden. In einem Schreiben an die Parteibasis erklärte Göring-Eckardt am Freitag: „Jetzt ist noch nicht die Zeit für eine offizielle Bewerbung zur Urwahl. Aber dass ich kandidieren möchte, wenn es so weit ist, dass kann und will ich euch sagen.“ Im Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“ kündigte die Ko-Fraktionschefin zugleich an, dass sie die Grünen im Falle ihrer Wahl ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf führen werde.

Die Ankündigung Göring-Eckardts kommt nicht überraschend. Es war erwartet worden, dass sie dies nach der am Dienstag erfolgten erfolgreichen Wiederwahl als Fraktionschefin bekanntgibt. Göring-Eckardt war bereits 2013 grüne Spitzenkandidatin, zusammen mit dem damaligen Fraktionschef Jürgen Trittin. Damals erlitt die Partei eine Niederlage und blieb in der Opposition.

Als erster und bisher einziger prominenter Grünen-Politiker hatte der schleswig-holsteinische Vize-Ministerpräsident Robert Habeck angekündigt, sich einer parteiinternen Urwahl um die Spitzenkandidatur 2017 stellen zu wollen. Die Parteiführung geht aber davon aus, dass weitere Bewerber antreten wollen. Habeck und Göring-Eckardt gehören zum so genannten Realo-Flügel.

Nach der Satzung muss unter den beiden Spitzenkandidaten mindestens eine Frau sein. Bei einer grünen Urwahl entscheiden alle Parteimitglieder. Vor der Bundestagswahl 2013 hatten mehr als ein Dutzend, zum Teil völlig chancenlose Bewerber kandidiert.

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    Vor Wochen hatte sich auch der nordrhein-westfälische Parteirebell Robert Zion ins Gespräch gebracht. Zion hatte sich einen Namen gemacht, als er 2007 den legendären Göttinger Sonderparteitag zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr beantragte und sich dort in einer Kampfabstimmung gegen die Parteispitze durchsetzte.

    • dpa
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