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kein Angebot der Arbeitgeber Tarifverhandlungen vertagt

Für die rund 150 000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie sind die Tarifverhandlungen für am Montag ergebnislos vertagt worden.

HB DARMSTADT. Die Die Arbeitgeber hätten kein eigenes Angebot vorgelegt und stattdessen eine Flexibilisierung der Tarifverträge gefordert, berichtete die IG Metall nach der Unterbrechung der Gespräche in Darmstadt.

Die Gewerkschaft fordert 3,5 Prozent mehr Einkommen, bot aber eine Verlängerung der bestehenden Tarifregelungen bis zum Frühjahr 2005 an, wenn die Arbeitgeber im Gegenzug auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Die Branchen leide zwar unter der allgemeinen Konsumschwäche, nicht aber unter einem Kostenproblem. Der Vorschlag sei jedoch abgelehnt worden.

Die Arbeitgeber betonten in einer Stellungnahme, entscheidend sei eine weitere Öffnung der Tarifverträge und dies möglichst bald. Eine Lohnerhöhung komme nicht in Frage, weil zusätzliche Kosten vermieden werden müssten. Trotz der Ablehnung wurde der Vorstoß der IG Metall gelobt, weil sie zu Zugeständnissen bereit sei. Die Flexibilisierung können aber nicht länger aufgeschoben werden, hieß es. Die Verhandlungen sollen am 7. September in Darmstadt fortgesetzt werden. Laut IG Metall waren in der Branche 1995 noch mehr als 250 000 Menschen beschäftigt.

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