Kein Gründerland Junge Deutsche fürchten sich vor Selbstständigkeit

Zum Unternehmer geboren? Mitnichten. Junge Deutsche glauben laut einer Studie, dass man lernen kann, ein Unternehmen zu führen. Einen eigenen Betrieb gründen wollen viele trotzdem nicht.
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Die Existenzgründung ist erlernbar: Eine Beraterin beantwortet junge Deutsche bei Fragen zur Selbstständigkeit. Quelle: dpa

Die Existenzgründung ist erlernbar: Eine Beraterin beantwortet junge Deutsche bei Fragen zur Selbstständigkeit.

(Foto: dpa)

PuchheimDie meisten Deutschen sind einer Umfrage zufolge der Ansicht, dass man Unternehmertum lernen kann. Trotzdem können sich in kaum einem Land weniger junge Menschen vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marketingunternehmens Amway in Puchheim bei München. Demnach ist nur jeder dritte Deutsche zwischen 14 und 34 Jahren bereit, sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen. Im EU-Durchschnitt sind es fast die Hälfte der jungen Menschen.

„Die Deutschen sind eher risikoscheu und deshalb weniger bereit, sich in die Selbstständigkeit zu wagen“, sagte Studienleiterin Julia Lutter-Müller. Dabei glauben nur rund 20 Prozent der Befragten, dass man zum Unternehmer geboren wird. Eine positive Grundeinstellung zur Selbstständigkeit sei gerade bei den jungen Deutschen häufig vorhanden, wie auch die Studie zeige, erklärte Lutter-Müller.

„Die müssen wir aktivieren und die jungen Leute besser auf die Selbstständigkeit vorbereiten - zum Beispiel mit speziellen Existenzgründerprogrammen.“ Genau solche Programme von gemeinnützigen Organisationen oder Regierungen halten die Befragten für besonders wichtig.

Nur jeder vierte glaubt dagegen, dass unternehmerische Ausbildung vor allem an den Universitäten stattfinden sollte. „Wir dürfen nicht nur von Hochschulförderung sprechen - es gibt auch viele Nicht-Akademiker, die sich für Selbstständigkeit interessieren“, sagte Lutter-Müller. Für die Studie hat Amway insgesamt rund 44.000 Menschen in 38 Ländern befragt.

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6 Kommentare zu "Kein Gründerland: Junge Deutsche fürchten sich vor Selbstständigkeit"

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  • @ karl thiele,
    aber alle genannten Organisationen können so arbeiten, weil die Politik dies zulässt.
    Der www.bffk.de z.B. fordert bislang vergeblich eine freiwillige Mitgliedschaft und Abkehr von der Zwangsmitgliedschaft in der Wenige bestimmen wo es lang geht und die Masse nur zahlen muss.
    Selbst Aufsichtsorgane (Politik) werden nach Kenntnis von Unregelmäßigkeiten vorsätzlich nicht tätig.
    Die gesamten Missstände sind NUR politisch zu ändern - und das ist nicht gewollt.

  • Die müssen wir aktivieren und die jungen Leute besser auf die Selbstständigkeit vorbereiten - zum Beispiel mit speziellen Existenzgründerprogrammen.

    Haben Sie einmal wahrgenommen, mit welchen Schulden ein Student in diese Selbständigkeit entlassen wird? es sind rund 50.000 Euro. Und da sollen sich junge Menschen noch weiter verschulden, damit dieses Knebelsystem sie bis ans Lebensende aussaugen kann und alles in Europa verteilt?
    Ich kann den Vorkommentaren nur zustimmen!
    Dieses BRD-System ist einfach nur noch lächerlich!

  • Das sich in diesem S... Staat niemand mehr Selbstständig machen möchte das kann ich verstehen. Denn die Bösen sind hier einmal genannt: " Eine nimmersatte Handwerkskammer bzw. eine IHK, eine nimmersatte Krankenkasse, ein nimmersattes Finanzamt und danach kommen die Mitarbeiter und der Rest reicht nicht zum Leben !!!!
    BRD herzlichen _Glückwunsch ihr Traumtänzer in der Politik !!!

  • Also guten Gewissens kann man in Deutschland den meisten Leuten sicherlich nicht empfehlen sich selbstständig zu machen. Die Gründe hat mein Vorredner ja schon ausgeführt. Wirklich der Hammer an der Selbstständigkeit ist die Steuer- und Sozialbüürokratie, speziell wenn dann mal die erste Betriebsprüfung ansteht. Ich hatte das Gefühl als wäre die Mafia bei mir zu Besuch. Im Fall Mafia hätte die Polizei geholfen - nur im Falle Finanzamt hilft niemand. Analog das gleiche gilt natürlich auch bei den Sozialprüfern. Und das witzige an der Aktion ist ja immer die Betrachtung min. 3 Jahr zurück.

    Um es kurz zu machen: In den meisten Fällen wird im Rahmen der Selbstständigkeit nicht annähernd das verdient, was man bräuchte um sauber das Risiko der Selbtständigkeit abzudecken. Deshalb haben die meisten Deutschen recht. In Deutschland sind die Sebstständigen die Deppen.

  • Mit Risikoscheu allein ist die geringe Gründungsbereitschaft nicht erklärbar.

    Die Rahmenbedinungen wie Bürokratie, Ächtung bei Scheitern, die immense Steuerbelastung und andere Abgaben, die fehlende staatliche Unterstützung , die schlechte Vorbereitung im Studium und die sozialistische Neidkultur sind wohl die Hauptfaktoren.

    Aber auch die GRündungskultur, der Zusammenhalt in Gründungszentrum oder Zusammenschlüssen ist in Deutschland unterentwickelt.

    Kurzum: Der Gründer ist einem rauen, feindlichen Klima ausgesetzt.

  • Mit Risikoscheu allein ist die geringe Gründungsbereitschaft nicht erklärbar.

    Die Rahmenbedinungen wie Bürokratie, Ächtung bei Scheitern, die immense Steuerbelastung und andere Abgaben, die fehlende staatliche Unterstützung , die schlechte Vorbereitung im Studium und die sozialistische Neidkultur sind wohl die Hauptfaktoren.

    Aber auch die GRündungskultur, der Zusammenhalt in Gründungszentrum oder Zusammenschlüssen ist in Deutschland unterentwickelt.

    Kurzum: Der Gründer ist einem rauen, feindlichen Klima ausgesetzt.

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