Kein Verdienstkreuz Westerwelle stellt sich gegen „Nazi-Jägerin“

Die als „Nazi-Jägerin“ bekannte Beate Klarsfeld soll kein Bundesverdienstkreuz erhalten. Auf einen entsprechenden Vorschlag von der Linkspartei wollte Bundesaußenminister Guido Westerwelle nicht eingehen.
8 Kommentare

HB FRANKFURT. Die in Frankreich lebende 71-jährige Deutsche sagte der „Frankfurter Rundschau“ auf die Frage, warum sie in Deutschland keine Anerkennung erhalte: „Das weiß ich nicht. Unter Joschka Fischer wurde ich einmal für das Verdienstkreuz vorgeschlagen. Da hieß es nur, ich gehöre nicht in die Kategorie derer, die diese Auszeichnung verdienen würden.“

Klarsfeld fügte hinzu: „Im vergangenen Jahr wurde ich dann noch einmal von Gregor Gysi vorgeschlagen - und nun von Guido Westerwelle wieder abgelehnt.“ Dem Bericht zufolge gab der Außenminister keine Gründe für seine Entscheidung an.

Klarsfeld sagte, sie warte. „Aber der Bundespräsident ist ein CDU-Mann, dem fällt das natürlich schwer.“ Sie spielte damit auf den Eklat an, den sie 1968 mit der Ohrfeige für Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger ausgelöst hatte. Sie hatte ihn auf dem CDU-Parteitag in Berlin attackiert, um seine Nazi-Vergangenheit anzuprangern.

„In Deutschland gibt es noch immer den Reflex, das Positive - also das Suchen und Finden der NS-Verbrecher - mit dem vermeintlich Negativen zu verrechnen - also der Ohrfeige gegen Kiesinger“, sagte Klarsfeld. Um geehrt zu werden, müsse sie „wohl noch auf den nächsten SPD-Bundespräsidenten warten.“ Wenn sie von Deutschland eine Auszeichnung bekäme, würde sie das „natürlich stolz machen, es wäre die Anerkennung für eine Aktion, die so lange gedauert hat“.

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8 Kommentare zu "Kein Verdienstkreuz: Westerwelle stellt sich gegen „Nazi-Jägerin“"

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  • @ Weltenbummlerin
    ist es für Politiker etwa egal aus welcher Ecke das Geld kommt, wenn nur die Höhe stimmt?
    Das es so ist haben uns die Politiker der Grünen und der SPD bewiesen ( Fischer und Schröder ).
    Das was sie als Pseudonym bezeichnen steht genauso in meinem Pass !
    Einen Schönen Sonntag wünsche ich ihnen .

  • @Tom:

    Steckt etwa hinter dem Pseudonym "Tom" der Außenminister Westerwelle, der unter seinem Namen nicht zu schreiben wagt. Hat man ihm doch den Schneid abgekauft (es würde interessieren zu welchem Preis und etwa von der "braunen" Lobby)? ist es für Politiker etwa egal aus welcher Ecke das Geld kommt, wenn nur die Höhe stimmt?

  • Ein bundesverdienstkreuz ? Wofür ? Dafür das dem Steuerzahler wieder tief in die Tasche gegriffen wird ? Natürlich hat Deutschland eine moralische Verpflichtung eine anzeige von diesen "Nazijägern" nachzugehen . Aber nun nimmt es schon groteske Züge an. Es werden 80 und 90 Jährige zu Lebenslanger Haft verurteilt, die eigentlich nur das Deutsche sozial und Gesundheitssystem belasten.Ob es nun ein verdienst für Land und bund ist, die die kosten tragen müssen,bezweifeln 95 % aller Deutschen !!!
    Ein bundesverdienstkreuz sollte für wirklich große Leistungen vorbehalten bleiben ,sonst bekommt diese Auszeichnung einen Lächerlichen Anstrich !!!

  • ich habe auch eine Homophobie. Menschen dieser Gattung finde ich anomal, weil sie anders gepolt sind. ich bin der Meinung, dass diese Neigung daher sehr wohl die Politik beeinflusst. bis Ende der 60er hätte es so etwas in Deutschland nicht gegeben, da gab es den § 175, und selbst das bundesverfassungsgericht hatte daran nichts zu bemängeln.

    Ausgerechnet diesem Kiesinger habe ich es zu verdanken, dass dieses Gesetz reformiert wurde. Die Klarsfeld hätte fester zuschlagen sollen.

  • Lieber Norbert, steckt da vielleicht etwas Homophobes dahinter? Auf jeden Fall hat die Reduzierung eines Menschen auf seine Neigung rein gar nichts mit Politik zu tun.

  • ...sind wir nun das Volk, oder sind wir´s nicht ?

    Dann sollten wir uns nach dem Preis des Schneides von unserem innen-Aussenminister erkundigen, vieleicht ist der Schneid doch käuflich.

  • Guido weiß gar nicht, was Adolf wohl mit ihm gemacht hätte ...

  • Herr Westerwelle würde lieber Alt-Nazis und bankster das bundesverdienstkreuz verleihen. Dieser Hohlkopf hat nichts aus der Vergangenheit gelernt und würde auch den Führer oder Ackermann vorschlagen.

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