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Keine Gegenleistung Türkischer Außenminister dementiert Yücel-Deal für Freilassung

Yücel ist wieder auf freiem Fuß. Gründe für die plötzliche Freilassung sind noch nicht bekannt. Den Verdacht auf einen Deal weist die Türkei zurück.
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„Ich weiß immer noch nicht, warum ich als Geisel genommen wurde“

München Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat Spekulationen zurückgewiesen, es habe eine Vereinbarung zur Freilassung des deutschtürkischen Journalisten Deniz Yücel gegeben. „Es hat nie einen Deal gegeben“, sagte er am Sonntag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor Journalisten. „Aus welchem Grund sollten wir einen Deal machen? Warum sollte er (Yücel) so wichtig sein, dass man irgendwelche Angebote für ihn machen müsste?“

Der 44-jährige „Welt“-Korrespondent Yücel war am Freitag nach einem Jahr Untersuchungshaft freigelassen worden. Vor allem in Deutschland gibt es Spekulationen darüber, ob es eine deutsche Gegenleistung geben könnte.

Die türkische Regierung betont, dass sie lediglich zur Beschleunigung des Verfahrens beigetragen habe. Die Freilassung sei eine unabhängige Entscheidung des Gerichts gewesen.
Nach der Freilassung von Deniz Yücel sieht der türkische Außenminister die Beziehungen zu Berlin aber auf einem guten Weg. Es herrsche auch dank des Dialogs mit seinem deutschen Kollegen Sigmar Gabriel (SPD) ein „positiveres Klima“, sagte Cavusoglu am Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz vor türkischen Medienvertretern. Allerdings sei noch „nicht alles vorbei“, mahnte er. Man müsse nun gegenseitige Vorurteile abbauen.

Nach Ansicht von Cavusoglu hatten die Bundestagswahl im September und das Verfassungsreferendum in der Türkei im April sowie die wachsende Islamfeindlichkeit in Europa zur Verschlechterung der Beziehungen beigetragen. Man habe nie Probleme mit Deutschland gehabt, sagte er.

  • dpa
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