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Keine Wahlchance SPD brüskiert ihren Präsidentenkandidaten Gauck

Bei der Vorstellung ihres Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl ist die SPD schon einmal in den Fettnapf getreten. Parteichef Gabriel hattte erklärt, Gauck bringe „ein Leben mit, Wulff eine politische Laufbahn“. Das gefiel dem ostdeutschen Bürgerrechtler ganz und gar nicht. Und dass die SPD-Spitze einen Tag vor der Wahl nun seine ohnehin schlechten Erfolgschancen noch schlechter redet, dürfte ihm auch nicht gefallen.
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Gauck kämpft - wohl vergeblich. Quelle: dpa

Gauck kämpft - wohl vergeblich.

(Foto: dpa)

dne/HB BERLIN. Einen Tag vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten rechnet die SPD ihrem Kandidaten Joachim Gauck kaum Erfolgschancen aus. Der Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sagte am Dienstag, angesichts der schwarz-gelben Mehrheit in der Bundesversammlung habe Gauck von Beginn an nur eine Chance gehabt, wenn die CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel die Abstimmung freigegeben hätte. „Das hat sie bisher nicht gemacht. Deshalb sind unsere Chancen sehr überschaubar“, sagte Oppermann.

Die Bundesversammlung kommt am Mittwoch im Berliner Reichstag zur Wahl des Staatsoberhaupts zusammen. Die besten Aussichten auf die Nachfolge des vor einem Monat zurückgetretenen Bundespräsidenten Horst Köhler hat der Kandidat von Union und FDP, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Der CDU-Politiker kann auf eine rechnerische Mehrheit der von Union und FDP entsandten Wahlleute setzen.

Oppermann ging davon aus, dass Wulff bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit der Stimmen erhält. Union und FDP hätten eine „komfortable Mehrheit“ von 21 Stimmen über der absoluten Mehrheit von 623 Stimmen, sagte Oppermann: „Es ist eigentlich schwer, einen solchen Wahlgang zu verlieren.“

Oppermann vermutete, dass Wulff in der geheimen Wahl auch mit einigen Stimmen der Linkspartei rechnen kann, die mit der früheren Journalistin Luc Jochimsen eine eigene Kandidatin aufgestellt hat. Die Linkspartei habe ein Interesse, durch eine Wahl von Wulff im ersten Wahlgang „jede Dynamik für Gauck“ zu verhindern, sagte Oppermann. Der SPD-Politiker sprach von „Kader-Kommunisten“, die verhindern wollten, dass sie durch Gauck ständig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert würden.

"Spiegel Online" hatte zuvor berichtet, dass es Überlegungen bei den Linken gebe, gegebenenfalls auch Wulff zu wählen. "Mancher Linke würde am Ende sogar lieber für CDU-Mann Wulff votieren, nur um Gauck zu verhindern, ist zu vernehmen", schrieb das Portal.

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8 Kommentare zu "Keine Wahlchance: SPD brüskiert ihren Präsidentenkandidaten Gauck"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @spd hat in der vergangenheit immer ihre vorsitzenden gemeuchelt,der gauck spielt sich hoch als gockel mit geschwelter brust ,und verweist auf sein leben ,der ist einfach nur peinlich ,wie diese ganze ablenkung von den wirklichen problemen,der verarschung des volkes.es ist egal dieses amt.wenn ich an zerrissene körper von sterbenden soldaten in afganistan denke.geht beide dort hin seit mal selber echt betroffen und lügt diese betroffenheit nicht in die medien,das amt ist so unwichtig wie ein kropf.was zahlen eigentlich die volksverräter in die sozialkassen ein

  • Warum tut sich der Herr Gauck das an ?
    Peinlich und Dumm war der Herr Gabriel schon immer,einen Hang zu "Selbsttoren"hat er auch schon immer! Das war eins ! Lieber Herr Gauck, lassen sie den Dummschwätzer einfach stehen , bei dem ist jede liebesmüh vergebens !!!!

  • Der "arme" Gauck ist deoch nur die Schachfigur von Rot-Grün in einem schlechten Spiel. Die "Schwarz-Gelben" werden keine Selbstmörder sein und sich selbst aus der Regierung katapultieren. insbesondere die desolate FDP hat viel zu verlieren. Deshalb mein Tip: Wulff wird's. Und großen Schaden wird er nun wirklich nicht anrichten.

  • Gauck oder Wulff, sind das wirklich die wichtigen Problemstellungen in Deutschland?
    beide werden -- je nach Wahlergebnis -- ihren Job machen, wirklich entscheidend für unsere Politik sind beide nicht. Mit Wulff hat sich Merkel eines lästigen Konkurrenten aus Niedersachsen entledigt...
    Gauck ist ihr egal.

    Das eigentliche Hauptproblem in der bRD ist jedoch die Reform der heutigen politischen Lobbystruktur:

    Der beamten-Apparat in bund, Ländern und Gemeinden ist heute übertrieben aufgebläht und kostet uns Steuerzahler aus der freien Wirtschaft inzwischen mehr als 140 Milliarden EURO jährlich. Davon alleine über 30 Milliarden an Pensionszahlungen, die in grundgesetz-widriger Weise den in Rentenkassen einzahlenden bürgern einfach weggenommen werden.

    Die Gesamtzahl der beamten wurde in konjunkturell “Guten Zeiten“ stets aufgestockt, aber im Gegensatz zur industrie in “Schlechten Zeiten“ nie abgebaut. Es gab nie eine Strukturreform, obwohl diese seit Jahrzehnten (bereits in den 80er Jahren von Helmut Schmidt) gefordert wurde.

    Würden wir endlich diese Strukturreform angehen, könnten mehr als die Hälfte der heute überflüssigen beamten in den bereichen Verwaltung, Lehre, Finanzen etc. bei privatisierten Dienstleistern untergebracht werden, wie dies z. b. bei privaten Arbeitsvermittlungs-Firmen längst Praxis ist. Dort werden heute bereits 90 % der Jobs vermittelt. Die “ bundesagentur für Arbeit“ könnte aufgelöst werden, da dort fast keine Jobs vermittelt werden. Die nutzlosen Verwaltungsbeamten kosten uns viele Milliarden EURO an Haushaltsgeldern. Dies ist nur eins von vielen beispielen.

    Würden wir die Steuerreform im Sinne von Friedrich Merz endlich angehen, könnten wir 80% der Finanzbeamten und öffentlich bediensteten in den aufgeblähten Finanzämtern einsparen. Wieder ein milliardenschweres Einsparpotenzial.

    Aber all diese Reformen werden von der etablierten beamtenstruktur systematisch untergraben, um deren Jobs auf Kosten der Steuerzahler zu erhalten. Es gibt einfach keinen echten Reformwillen, denn alle politischen Parteien werden von beamten und öffentlich bediensteten dominiert. Diese beamtenlobby müsste sich ja ansonsten selbst wegrationalisieren…….

    Würden wir die Anzahl der beamten halbieren, hätten wir ein Einsparpotenzial von ca. 60 Mia EURO, womit wir unseren Haushalt locker sanieren könnten.

    Aber Frau Merkel spart eben nicht bei investitionen in die Vergangenheit (veraltete Strukturen), sondern lieber bei investitionen in die Zukunft (z. b. Verkehrsinfrastruktur, überfälliger Ausbau der Autobahnen in den Alten bundesländern…..) und so steht eben die ganze Wirtschaft im Stau….

  • kann mich den Vorrednern inhaltlich nur anschließen.

    es wird immer peinlicher, peinlich auch, dass Politiker immer weniger vor derartigen Peinlichkeiten zurückschrecken. Demokratie als Farce? Warum nicht, wenns dem Machterhalt dient?

    Was kommt nach diesen Politikern, also wenn die sich selber alle in gutbezahlte, präpensionäre Aufsichtsratsposten weggelobt haben? Richtig: noch schlechtere und dafür machtgeilere Politiker

  • Gauck: Ein Pfarrer, der mit dem Afghanistan Krieg leben kann.

    Wulff: Mitglied von ProChrist, einer Sekte, die tatsächlich die Evolution leugnet.

    Peinlicher geht es wirklich nicht mehr.


  • au,au,

    wer macht es endlich?
    und macht Gabriel darauf aufmerksam daß er in letzter
    Zeit zuviel nur quatscht und jetzt Stuß von sich
    gibt.
    Wenn ers nicht selbst sofort merkt, muß ihm dies
    einer seiner Freunde endlich stecken.
    Oder will auch er sich selbst erledigen.
    Die Politiker sind ja wie Lemmlinge, ab über die Kante. Was anderes kennen die wohl nicht.
    Mein Gott tut das alles weh.

  • Wozu eigentlich noch diese bP-Wahl? Wenn die Mehrheitsverhältnisse klar sind, eine freie Stimmabgabe nicht toleriert wird, dann ist der Wahlvorgang einschl. Wahlvorbereitung doch nur ein kostspieliges und höchst überflüssiges Unterhaltungsprogramm. So etwas widerspricht doch dem vielbeschworenen Sparbemühen. Es wäre demnach sogar nur klarstellend, auch die Verfassung anzupassen, indem beschrieben wird, dass der bP vom Kanzler/von der Kanzlerin benannt wird, sofern klare Mehrheitsverhältnisse vorliegen. Lediglich bei unklaren Mehrheitsverhältnissen kann eine Wahl durch die bundesversammlung beschlossen werden.

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