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Kevin Kühnert Der Revoluzzer mit Strategie kandidiert für den Bundestag

Kevin Kühnert gibt den Juso-Vorsitz auf, ein Jahr früher als offiziell vorgesehen. Den Zeitpunkt hält er für genau richtig – nun plant er Größeres.
04.08.2020 - 11:56 Uhr 1 Kommentar

Kevin Kühnert kündigt Rücktritt von Vorsitz der Jusos an

Berlin Kevin Kühnert gibt seinen Posten als Juso-Chef auf. Der 31-Jährige will sein Amt nach Angaben einer Sprecherin der SPD-Nachwuchsorganisation beim Juso-Bundeskongress im November zur Verfügung stellen – ein Jahr früher als offiziell vorgesehen. Zuvor hatte der Berliner „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Kühnert sagte der Zeitung, ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der „bestmögliche Zeitpunkt“. Er kündigte an, er werde für die Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres im Wahlbezirk Tempelhof-Schöneberg antreten. Nach Kühnerts Worten sei dieser Wunsch vom SPD-Kreisvorstand „sehr wohlwollend“ aufgenommen worden.

Für den Wahlbezirk war zuletzt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller angetreten. In Parteikreisen heißt es, Müller plane den Einzug in den Bundestag über die Landesliste. Offiziell bestätigt hat er das bislang nicht. Müller hatte Ende Januar angekündigt, den Vorsitz der Landes-SPD aufgeben und als Regierender Bürgermeister aus dem Amt scheiden zu wollen. Mittlerweile wird darüber spekuliert, ob Müller nicht doch noch länger als bislang geplant Regierender Bürgermeister bleibt.

Kühnert ebnet mit seiner Entscheidung den Weg für noch mehr Präsenz auf der Bundesebene. Zugleich freut sich die Berliner SPD darüber, ein Zugpferd für den Bundestagswahlkampf gewonnen zu haben.

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    Kühnert hat in den vergangenen Jahren und Monaten polarisiert wie kaum ein zweiter SPD-Politiker. Im vergangenen Jahr trat der Berliner, Jahrgang 1989, eine breite gesellschaftliche Debatte los, indem er über die Verstaatlichung von Unternehmen sinnierte und forderte, niemand dürfe mehr Wohnraum besitzen als er selbst bewohne.

    Kein Freund der GroKo

    Später relativierte er die Aussagen, für die er auch innerhalb der SPD viel Kritik einstecken musste. Kühnert bezeichnet sich selbst als Sozialisten. Vom früheren SPD-Chef Sigmar Gabriel musste Kühnert sich dafür tadeln lassen, weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen zu haben.

    Kühnert gehört seit Jahren zu den Wortführern der Gegner einer Großen Koalition. 2019 mischte er sich aktiv in die Wahl der neuen SPD-Parteispitze ein. Er unterstützte Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, die schließlich auf dem SPD-Parteitag im Dezember 2019 in Berlin zum neuen Führungsduo gewählt wurden.

    Kühnert selbst wurde zu einem der Vize-Vorsitzenden gewählt. Zuletzt hieß es allerdings, Kühnert würde eine Kanzlerkandidatur von Olaf Scholz unterstützen. Er wurde bislang zum Lager der Scholz-Gegner gezählt, weil Scholz die Große Koalition befürwortet.

    Ob Kühnert auch die Spitzenkandidatur für die Berliner SPD im Bundestagswahlkampf anstrebt, ist unklar. Bislang wurde Bundesfamilienministerin Franziska Giffey als SPD-Spitzenkandidatin für Berlin gehandelt. Giffey soll am 31. Oktober gemeinsam mit Fraktionschef Raed Saleh zur Parteivorsitzenden gewählt werden.

    Mehr: Der Krisengewinner - Olaf Scholz hat gute Chancen auf SPD-Kanzlerkandidatur

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    1 Kommentar zu "Kevin Kühnert: Der Revoluzzer mit Strategie kandidiert für den Bundestag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Arbeitsplatzbeschaffung für einen weiteren ungelernten HartzIV-Anwärter kommt also voran. Iqwch hatte schon länger damit gerechnet. Schön, dass die SPD wenigstens das auf die Reihe bekommt. Ich hätte doch meinem seinerzeitigen Impuls nachgeben und mich für die Nachfolge des Daimler-Chefs Zetsche melden sollen. Das hätte ich zwar nicht geschafft, da mir dazu so einiges an Erfahrung und Kenntnissen fehlt. Aber Wissen ist Macht, nichts wissen macht nichts. Danke SPD für die weitere Verluderung unserer politischen Sitten.

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