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Kieler Prognose Haushaltsdefizit sinkt weiter kräftig

Finanzminister Schäuble kann sich auf noch bessere Einnahmen freuen als bislang erwartet. Das sagt zumindest der Finanzexperte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft voraus.
17.07.2011 - 12:22 Uhr 22 Kommentare
Das Haushaltsdefizit wird laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft schneller schrumpfen als gedacht. Quelle: dpa

Das Haushaltsdefizit wird laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft schneller schrumpfen als gedacht.

(Foto: dpa)

Berlin Die Finanzlage des Bundes bessert sich dank der starken Konjunktur deutlich schneller als die Bundesregierung bisher in ihren Planungen unterstellt. Zu diesem Ergebnis kommen neue Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW). „Nach 29 Milliarden Euro in diesem Jahr wird der Bund im Jahr 2012 nur etwa 19 Milliarden Euro Defizit machen“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss dem Handelsblatt (Montagausgabe). Das wären rund acht Milliarden Euro weniger als es der kürzlich vorgelegte Haushaltsentwurf von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) für das kommende Jahr vorsieht.

Auch für die Finanzentwicklung der Bundesagentur für Arbeit (BA) kommt Boss zu nochmals günstigeren Ergebnissen als die Nürnberger Behörde selbst. Nach den Berechnungen des IfW-Forschers wird die BA in diesem Jahr ein Defizit von 1,5 Milliarden Euro einfahren und 2012 bereits einen Überschuss von 1,2 Milliarden Euro erzielen. Damit könnte sie das für 2011 notwendige Darlehen des Bundes bereits im Folgejahr beinahe vollständig tilgen. Die BA selbst hatte am Freitag eine neue Prognose vorgelegt, wonach sie für 2011 mit einem Defizit von 1,9 Milliarden Euro rechnet. Auch das ist bereits erheblich günstiger als ihre ursprüngliche Planung zu Jahresbeginn, die noch von einem fast dreimal so hohen Fehlbetrag ausgegangen war.

Hauptgrund der Verbesserungen ist Boss zufolge die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lohnsumme, die von steigenden Löhnen und steigender Beschäftigung gleichermaßen nach oben getrieben wird. Im zweiten Quartal dürfte die Lohnsumme „mindestens so stark wie im ersten Quartal gestiegen sein“, sagte Boss. Von Januar bis März war die Lohnsumme bereits um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

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    22 Kommentare zu "Kieler Prognose: Haushaltsdefizit sinkt weiter kräftig"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @Hans,
      es geht mir nicht um eine Bewertung auf "Heller und Pfennig".
      Deutschland ist doch eine Replubik!
      Wenn ein Apfel viele faule Stellen hat, dann ist der Apfel kaum als einwandfrei anzusehen. Die vielen faulen Stellen sind aber höchst ansteckend.

    • 2009 klingt schon ganz anders.
      Nordrhein-Westfalen hat ja bereits 2005 mit der Konsolidierung begonnen. Andere Bundesländer folgten.
      Somit mögen Sie Recht haben, aber gilt das auch für das gesamt Deutschland? Nein!
      Also haben Sie damit eigentlich nichts Neues dazu beigetragen und mein Kommentar bleibt auch weiterhin unumstößlich. Sowohl der Artikel als auch mein Kommentar bezogen sich auf den Staat, nicht auch einzelne Bundesländer. Oder sind Sie nun in der Lage Deutschland zu bewerten, nur weil Ihnen die Daten einiger weniger Bundesländer zur Verfügung stehen? Sicherlich nicht!

    • Tut mir leid, aber dem kann ich nicht zustimmen.
      Ich bitte um eine Quelle + Nachweis über die Art der Erfassung.

    • @ MaWo Nachtrag;
      natürlich nicht 1999 sondern 2009.

    • @ Hans,
      aber die Entwicklung der Schulden ist bekannt:
      mit auslaufender DM je Bürger ca. 22.000 DM. Aktuell je Bürger ca. 24.000 EURO oder umgerechnet 46.939,92 DM/Bürger.
      So viel zur Entwicklung der Schulden in Deutschland.
      Hessen hatte 1999 auf dieser Basis die Eröffnungsbilanz erstellt:
      Kosten für Pensionen, auch künftige, ca. 38 Mrd EURO.
      Staatsvermögen ca. 30 Mrd EURO.
      Noch Fragen?!

    • Die Infos finden Sie z.B. hier:

      http://kopp-online.com/hintergruende/deutschland/udo-ulfkotte/die-wahrheit-ueber-die-euro-krise-die-ezb-ist-jetzt-pleite.html

    • Solche Artikel sind lächerlich, wenn man berücksichtigt, dass das wahre Haushaltsdefizit gar nicht bekannt ist.

      Gegenwärtig weiß niemand weltweit wie gut oder schlecht es Deutschland tatsächlich geht. Wenn ich mich nicht irre, dann haben sich die Bundesländer darauf geeinigt bis 2016 die Doppik (Doppelte Buchführung) einzuführen. Ganz nach dem Vorbild der Unternehmen. Gegenwärtig erfassen die Gebietskörperschaften nur zahlungswirksame Vorgänge. Weder Pensionsrückstellungen noch Abschreibungen werden erfasst. Aufgrund dieser Tatsache rechnet man damit, dass das Defizit 3mal so hoch ist.

      Und auch wenn die Bundesländer sich geeinigt haben die Doppik einzuführen, sie dürfen weiterhin nach Belieben bewerten. Aber selbst so lassen sich die wahre Defizite nicht verschweigen. Nordrhein-Westfalen war das erste Bundesland, dass die Doppik einführte. Und selbst mit Lug und Trug bei der Bewertung (genehmigte Spielräume) steht das Land mies da. Ich bin gespannt wie es ausgehen wird, wenn europaweit - nach dem Vorbild von IFRS - die Kommunen bilanzieren müssen.

    • Wer glaubt, dass die Staatsverschuldung sinkt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

      Lt. Finanzagentur der Bundesrepublik Deutschland (http://www.deutsche-finanzagentur.de/startseite/) --> Jahresübersicht (angepasst) sind im Gesamtjahr 2011 insgesamt 291 Mrd. EUR an Emissionen für Kapital- und Geldmarkt vorgesehen. Mit Stand von heute entfallen davon 160 Mrd. EUR auf Neuemissionen, der Rest ist Aufstockung.

      Statistiken zur Verschuldung der EWU Staaten sind unter http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/government_finance_statistics/data/main_tables zu finden.

      Die Gesamtverschuldung der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 2008 auf 2010 hat in diesem Zeitraum extrem zugenommen (2008: 1644138.2 Mrd. EUR, 2009: 1760752.6 Mrd. EUR, 2010: 2079628.6 Mrd. EUR), was sich auch am Verschuldungsgrad in Relation zum BIP ablesen lässt (2008: 66.3 %; 2009: 73.5 %; 2010: 83.2 %).

      Neben den Bundesschulden kommen noch die Forderungen der Deutschen Bundesbank gegenüber den Euro-Staaten mit ca. 336 Mrd. EUR (Stand Mai 2011, s. Monatsbericht Juni 2011 unter http://www.bundesbank.de/volkswirtschaft/vo_monatsbericht_aktuell.php auf S. 73* in Spalte 7) hinzu.

      Daneben gibt es noch Schattenhaushalte als auch "Geldgeschenke" auf Kosten der deutschen Steuerzahler, die z. B. über die Kfw-Bank abgewickelt werden.

      Ich persönlich bin davon überzeugt, das dem Volk nicht mal ansatzweise die ganze Wahrheit gesagt wird.... denn sonst würde es schon morgen zum Bankenrun kommen.

    • Immer wieder wird versucht die Haushaltssituation der BRD positiv darzustellen. Fakt ist aber auch, dass wir trotz boomender Wirtschaft eine Neuverschuldung (Kredite für die Kredite) haben. An Tilgung gar nicht zu denken. Was aber, wenn nach volkswirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten sich die Wirtschaft wieder abkühlt? Kombiniert mit der steigenden Überalterung der Bevölkerung eine brisante Mischung.
      Um für die Zukunft gewappnet zu sein gibt es daher nur eins: die Ratschläge, die man Griechenland und anderen Staaten für eine Haushaltssanierung gibt bei uns selber anzusetzen.
      Ein weiteres sich immer drastischer zeigendes Problem ist die Komplexität der Europäisierung und der Globalisierung. Ein erfolgreiches Unternehmen würde in so eine Situation zu einer (Teil-)Dezentralisierung zurückkehren, um so wieder transparente und zu handelnde Strukturen zu bekommen.
      Ein anderes Thema sind die Ressourcen der Bundesregierung. Ich habe den Eindruck, immer mehr Mitarbeiter sind nur noch mit der Politik und den Problemen von Europa beschäftgit.

    • mind. 50% der wirtschaft ist psychologie. das lernt jeder wirtschaftswissenschaftler schon im 1. semester. schon mal daran gedacht???

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