Kienbaum-Partner Von Preen Managervergütungen „kein Thema für die Basisdemokratie“

Der Kienbaum-Partner Alexander von Preen hält nichts von festen Obergrenzen für Boni und Pensionen. Der Vergütungsexperte fordert eine konsequente Anwendung bestehender Regeln.
„Ich fürchte, das wird wie beim Rennen Hase und Igel.“ Quelle: Bert Bostelmann für Handelsblatt
Alexander von Preen

„Ich fürchte, das wird wie beim Rennen Hase und Igel.“

(Foto: Bert Bostelmann für Handelsblatt)

Herr von Preen, die SPD sieht Handlungsbedarf zur Begrenzung der Managervergütungen. Reicht unser bisheriges Instrumentarium nicht aus?
Es würde ausreichen, wenn es konsequent angewendet würde. Zumal, wenn die Forderungen der Corporate-Governance-Kommission zur Nachhaltigkeit und Angemessenheit der Vergütung umgesetzt würden.

Die SPD sieht das wohl anders. Aus bislang unverbindlichen Beschlüssen der Hauptversammlung sollen verbindliche Beschlüsse über die Vergütungssysteme werden. Ein praktikabler Vorschlag?
Nein. Die Hauptversammlung wählt verbindlich den Aufsichtsrat als ihren Vertreter und überträgt ihm damit auch die Aufgabe, Vergütungen zu verhandeln. Ich glaube nicht, dass das ein Thema für die Basisdemokratie in Hauptversammlungen ist.

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