Kinderbetreuung Kitas in Wohngebieten bald zulässig

Heute sind Kindertagesstätten nur in Ausnahmefällen in bewohnten Gegenden erlaubt. Nach einem Entwurf des Bundesbauministeriums dürfen sie dort künftig auch regulär eingerichtet werden - wenn die Größe stimmt.
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Ein Wegweiser zu einem im Jahr 2009 neueröffneten Kindergarten in der Gemeinde Saara. Quelle: dpa

Ein Wegweiser zu einem im Jahr 2009 neueröffneten Kindergarten in der Gemeinde Saara.

(Foto: dpa)

BerlinKindertagesstätten sollen künftig generell auch in reinen Wohngebieten gebaut werden dürfen, wenn die Größe angemessen ist. Das sieht ein Entwurf des Bundesbauministeriums zur Novelle des Bauplanungsrechts vor, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Darin heißt es: „Zulässig sind Anlagen zur Kinderbetreuung, deren Anzahl an Betreuungsplätzen nicht wesentlich über den typischerweise zu erwartenden Bedarf dieses reinen Wohngebiets hinausgeht.“ Bisher waren Kitas dort unabhängig von der Größe nur ausnahmsweise zulässig.

Hintergrund der Größenbeschränkung ist den Angaben zufolge, dass Kitas in reinen Wohngebieten vor allem dazu dienen sollen, Kindern und Eltern eine wohnortnahe Einrichtung zu ermöglichen. Bereits im vergangenen Jahr waren rechtliche Regeln zum Kinderlärm geändert worden. Mit der Reform des Bundesimmissionsschutzgesetzes sollen Klagen gegen Lärm, der aus Kindergärten und von Spielplätzen dringt, praktisch ausgeschlossen werden.

  • dpa
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7 Kommentare zu "Kinderbetreuung: Bau von Kitas in Wohngebieten bald zulässig"

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  • An Alfred 55 oder "petra": Kindergruppen mit Fachpersonal kreischen nicht fortwährend wild durcheinander. Das wäre eine Überforderung für ALLE. Zum Toben, was natürlich auch sein muss, können andere Lösungen gefunden werden. ZB. täglicher Ausflug auf einen Spielplatz oder den nahen Park. Es kommt auf die gegenseitige Verständigung in der Nachbarschaft an und vor Allem das Überdenken dieser allmählig sehr peinlichen Kinderunfreundlichkeit in unserem Land. Eine Erzieherin

  • Oh ja, KITAS produzieren Lärm , und am besten, man baut sie in Industriegebieten !!!
    Mein Gott, wie weit ist unser Land gefallen, dass KTIAS nicht in reinen Wohngebieten genehmigt werden, und eine solche GEsetzesvorlage notwendig ist. Ein echtes Armutszeugnis.Da bleibt einem ja die Sprache weg.
    Ich kann allen, welche sich ueber Kinderlärm beschweren, mal in sich zu gehen und mal fragen, wie sie sich denn benommen haben, als sie noch klein waren.

  • @ oedi,
    können wir uns einigen, dass Kinderlachen und Kindergeschrei ein Unterschied wie Tag und Nacht ist?!
    Ersteres dürfte als positiv gewertet werden Letzteres nicht.
    Mit Erziehung ist Ersteres und ohne Letzteres erreichbar.
    Stundenlanges springen vom Wohnzimmertisch mag den zusehenden Eltern gleochgültig sein, die darunter wohnenden Personen werden wahnsinnig.
    An den Haaren herbeigezogen? Nein! Eine Tatsache, die aktenkundig ist.
    Nur, wie soll Kindern der Unterschied zwischen Terror und Spaß vermittelt werden, wenn die Eltern mehr als nur uneinsichtig sind?
    Meist sind weniger die Kinder als deren Eltern die Problemursache.

  • Hallo Alfred 55,

    ich geh mal davon aus, dass Sie keine Kinder haben oder Sie Ihre Kinder für viel Geld zu Hause betreuen lassen können, möglich in der Villa im Grünen, fern von jedem Indústrie- oder Mischgebiet.
    Als "störende Folge" kann ich nicht erkennen, dass Kinder stören könnten, sondern dass Kinder gestört werden. Beim Spielen im Industriegebiet, möglichst nahe an einer Spedition, die auch Gefahrgüter umschlägt oder bei der Produktion von Bleiakkus oder oder, da könnte mir noch viel einfallen.
    Da müssen die Eltern die Kinder dann mit dem Auto hinbringen und abholen, denn öffentlichen Verkehr gibt es meist nicht ausreichend. Und bis die Kinder in den Wald oder in die sonstige grüne Natur kommen, müssen sie entweder einen Bus chartern oder das Induriegebiet queren, wo es ja so viele sicher Fusswege gibt.
    Entschuldigung, aber Ihre Denkweise ist daneben.
    Kindergärten gehören NORMALERWEISE in Wohnnähe und nur AUSNAHMSWEISE mal woanders hin. Im Interesse der Eltern, der Kinder und am Ende der Gesellschaft.

  • Politisch korrekt oder nicht - es gibt nichts Schlimmeres als wild durcheinanderkreischende Kinder im Vorschulalter. Wen diese Ohrenfolter nicht stört, mag getrost in der Nachbarschaft einer KITA oder eines Kindergartens leben. Für alle anderen heißt es jetzt umziehen. Am besten in ein Seniorenwohngebiet. :-)

  • @ Alfred55,
    auch wenn Sie Recht haben, Sie werden mit Sicherheit von den Befürwortern diffamiert werden.

  • KITAS gehören NICHT in Wohngebiete. Diese sollen der Ruhe und Erholung dienen, aber nicht die Nerven zusätzlich provozieren. In Mischgebieten oder Industriegebieten ist der Lärm nicht störend und die Kinder können ohne störende Folgen auch einmal an die frische Luft.

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