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Kita-Streik lähmt Eltern Wir müssen zu Hause bleiben

Ab Freitag bleiben die Kindergärten in vielen deutschen Städten wahrscheinlich geschlossen – und das auf unbestimmte Zeit. Viele Eltern sind da sauer. Aber nützt es etwas, die Kita-Gebühren zurückzufordern?
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Möglicherweise werden bald viele Kitas im Ruhrgebiet wegen eines Streiks keine Betreuung mehr anbieten können. Quelle: dpa
Kitas vor großen Streik

Möglicherweise werden bald viele Kitas im Ruhrgebiet wegen eines Streiks keine Betreuung mehr anbieten können.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Wer berufstätig ist und Kinder hat, bekommt vom Ende der Woche an ein Problem: Die Erzieher an städtischen Kindertagesstätten treten in den Ausstand. Als erste der beteiligten Gewerkschaften gab der Beamtenbund dbb am Montag das Ergebnis seiner Urabstimmung im aktuellen Tarifkonflikt bekannt. 96,5 Prozent der Beschäftigten sind für zeitlich unbegrenzte Arbeitskampfmaßnahmen.

Bis Wochenmitte werden noch die Ergebnisse der Gewerkschaften Verdi und GEW erwartet, die mehr Mitglieder im sogenannten "kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst" haben. Eine Zustimmung zu Streiks gilt auch hier als sicher. Sie sei ein Ausdruck der großen Wut, die sich bei den Beschäftigten angestaut habe, so eine Gewerkschaftssprecherin.

Aber nicht nur die Kindergärtnerinnen sind wütend. Auch viele Eltern ärgern sich. Sie sehen sich als Leidtragende des Streiks. Denn Mütter und Väter, die nicht auf Oma oder Opa oder eine der städtischen Notgruppen zurückgreifen können, müssen Urlaub nehmen oder sich anderweitig mit ihrem Arbeitgeber einigen, wenn sie wegen des Streits im Kindergarten nicht zur Arbeit kommen. Zu allem Ärger kommt auch noch: Sie können sich nicht einmal sicher sein, dass sie die Kita-Gebühren für die Streikzeit von der Kommune zurückerstattet bekommen – so hat manche Großstadt wie Duisburg und Essen bereits angekündigt, die Gebühren voraussichtlich einzubehalten.

Mütter und Väter kritisieren deswegen, der Arbeitskampf werde zu Unrecht auf ihrem Rücken ausgetragen. „Wir als Eltern sind vom Streik besonders betroffen und können nicht verstehen, wieso die Konfliktparteien sich nicht einigen können“, ärgert sich ein Kommentator auf Handelsblatt Online.

Verdi schreibe auf der eigenen Webseite, man streike nicht gegen die Kinder und deren Eltern, es gehe gegen die „verantwortungslose Verweigerungshaltung der öffentlichen Arbeitgeber“. „Da kann man nur den Kopf schütteln, denn betroffen sind immer die Kinder, die Eltern und ihre Arbeitgeber, die Angehörigen und Freunde.“

Mütter und Väter zeigen sich solidarisch
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