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Klausurtagung CSU will mit staatlichem Institut Künstliche Intelligenz in Deutschland fördern

Wie kann Deutschland bei der Künstlichen Intelligenz aufholen? Die CSU holt sich Beratung aus den USA und fordert ein neues Forschungsinstitut.
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Alexander Dobrindt (r, CSU), Vorsitzender der CSU im Bundestag, und Richard Socher (l), Chief Scientist bei Salesforce. Quelle: dpa
Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag

Alexander Dobrindt (r, CSU), Vorsitzender der CSU im Bundestag, und Richard Socher (l), Chief Scientist bei Salesforce.

(Foto: dpa)

Seeon Der Fortschritt bei der Künstlichen Intelligenz (KI) ist nicht aufzuhalten, aber er findet zu wenig in Deutschland statt. Die CSU will Deutschland mit einem staatlich finanzierten Forschungsinstitut beim Sprung an die Spitze helfen. Das sagte Alexander Dobrindt, Vorsitzender der CSU-Bundestagsabgeordneten, bei der Klausurtagung seiner Landesgruppe in Kloster Seeon.

Zu Besuch bei der Klausurtagung war Richard Socher, der aus Deutschland stammende Chief Scientist beim amerikanischen Cloud-Computing-Anbieter Salesforce. Er gehört laut Dobrindt zu den aktivsten Forschern im Bereich Künstliche Intelligenz und Digitalisierung.

Dobrindt will Deutschland attraktiver für junge Talente im Bereich KI machen. Im Vordergrund müssten beim Thema KI die Chancen „in Bezug auf Arbeit und Wohlstandsentwicklung“ liegen. Bei vielen Menschen würden zu sehr die Ängste im Vordergrund stehen.

Dobrindt sagte, die CSU diskutiere über die Übersetzung der Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft am eigenen Standort. Aber diskutieren alleine reiche nicht: „Wir fordern, dass wir ein gemeinsames Forschungsinstitut auf die Beine stellen, das staatlich finanziert ist und im Jahr 2020 voll betriebsbereit sein soll.“ Die CSU habe höchstes Interesse an automatisierten Fahrsystemen und an der Weiterentwicklung der Mobilität.

Und der CSU sei klar, dass die Künstliche Intelligenz die Wirtschaft und die Gesellschaft „in ihrer Substanz verändern wird“. Andere Länder wären bei dem Thema viel weiter, das müsse geändert werden.´

„Das höchste Gut, das wir als Union haben, ist die Geschlossenheit“

Socher betonte auch die politischen Aspekte des Themas: „Wir müssen uns jetzt überlegen, wie die Ethik dieser Technologie aussieht und deswegen freue ich mich, bei der CSU zu sein und darüber zu reden.“

Für Socher steht fest, dass Künstliche Intelligenzen das Alltags- und Berufsleben grundlegend verändern werden, sogar noch mehr, als es das Internet bereits getan hat. Es gebe allerdings Aufholbedarf in Deutschland. Da wäre zunächst das Schulsystem: „Es gibt sehr gute Gymnasien, die Informatik immer noch nicht als Fach haben. Eigentlich müssten alle Gymnasien in Deutschland Informatik anbieten.“

Außerdem mahnt er eine bessere Verbindung zwischen Forschung und Industrie an. Die Politik könne dafür sorgen, dass anonymisierte Trainingsdaten, zum Beispiel von Krankenhäusern und Radiologen, zur Verfügung gestellt werden: „Mit einer anonymisierten Datenbank von medizinischen Bildern könnte man Künstliche Intelligenzen trainieren, um so bestimmte Probleme auf solchen Bildern zu finden. Die Künstliche Intelligenz ist immer nur so gut, wie die Trainingsdaten, die wir ihr geben.“

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