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Klimaneutralität Von 80 auf 150 Milliarden Dollar: Investitionen in Wasserstoff steigen drastisch an

Der Run auf Wasserstoff verstärkt sich weiter. Die meisten Investitionen zieht Europa auf sich – auch dank staatlicher Unterstützung. Aber China holt auf.
15.07.2021 - 10:41 Uhr 1 Kommentar
Ein großer Teil der Investitionen im Wasserstoff-Bereich fließt in die Infrastruktur. Quelle: Bloomberg
Wasserstofftanks

Ein großer Teil der Investitionen im Wasserstoff-Bereich fließt in die Infrastruktur.

(Foto: Bloomberg)

Berlin Das Interesse an Investitionen in Wasserstofftechnologien ist ungebrochen. Das belegen die jüngsten Zahlen, die McKinsey für den Hydrogen Council ermittelt hat. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von 109 global tätigen Unternehmen wie Audi, Linde, Toyota und Airbus.

„Im Vergleich zu Februar sind die angekündigten Investitionen von 80 Milliarden Dollar auf 150 Milliarden Dollar gestiegen“, sagte Bernd Heid, Wasserstoffexperte bei McKinsey, dem Handelsblatt. „Die Zahlen belegen eindrucksvoll, dass sich der globale Wasserstoffmarkt enorm dynamisch entwickelt.“

Die für 2030 angekündigten Kapazitäten für die Produktion von grünem und blauem Wasserstoff überspringen laut McKinsey die Marke von zehn Millionen Tonnen. Damit wächst die Kapazität um 60 Prozent im Vergleich zur letzten McKinsey-Analyse der Produktionskapazitäten. Diese stammt aus dem Dezember 2020.

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Zur Einordnung: In Deutschland werden derzeit jährlich 1,6 Millionen Tonnen Wasserstoff verbraucht. Dabei handelt es sich zu mehr als 95 Prozent um grauen Wasserstoff. Er wird auf Erdgasbasis hergestellt. Dabei wird CO2 frei. Wenn das CO2 abgespalten und gespeichert wird, spricht man von blauem Wasserstoff. Grüner Wasserstoff dagegen wird mittels Strom aus erneuerbaren Quellen durch Elektrolyse hergestellt. Er ist klimaneutral und gilt daher als wichtig für eine umweltfreundlichere Industrie.

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    Bei der regionalen Verteilung der Projekte liegt Europa vorn. „Wir zählen 359 Projekte, davon 201 in Europa“, sagte Heid. Europa sei „nach wie vor klarer Vorreiter“ beim Thema Wasserstoff. „Dazu tragen auch Investitionsförderungen der öffentlichen Hand bei, etwa in Form der International Projects of Common European Interest (IPCEI)“, ergänzte Heid.

    China setzt auf Eigenversorgung

    Vorhaben, die von der EU-Kommission als IPCEI-Projekte eingestuft werden, unterliegen weniger strengen Beihilferegeln. Daher können sie großzügiger mit Fördergeld unterstützt werden. Eine der Voraussetzungen für die IPCEI-Förderung ist, dass die Projekte über Ländergrenzen hinweg vorangetrieben werden. Die Bundesregierung fördert auf diesem Weg Dutzende Wasserstoffvorhaben mit vielen Milliarden Euro.

    China holt bei der Technologie derweil auf. Das Land fokussiert sich darauf, für den eigenen Bedarf zu produzieren. „China entwickelt sich stetig und setzt auf ein geschlossenes System. Auch wenn es sicher Technologien exportieren will, verfolgt es nicht die Strategie, zum Wasserstoffexporteur zu werden“, sagte Heid. Die chinesische Führung habe angekündigt, den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft mit 20 Milliarden Euro zu fördern.

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    McKinsey erfasst für seinen regelmäßig fortgeschriebenen Report „Hydrogen Insights“, dessen Juli-Ausgabe die Zahlen entstammen, Projekte ab einer bestimmten Größenordnung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Projekte gehen über bloße Ankündigungen weit hinaus. „Wir reden hier über echtes Geld, nicht über Investitionen, die es nur auf dem Papier gibt“, sagte Heid.

    Die Wertschöpfungskette reicht von der Wasserstoffherstellung über die Anwendung etwa in der Stahlindustrie oder in Raffinerien bis zur Transport- und Speicherinfrastruktur. Gerade die Transportinfrastruktur aufzubauen spielt nach Beobachtung von Heid eine wachsende Rolle. Darauf entfielen 30 Prozent der Investitionen. Viele Projekte seien zudem auf den Export von Wasserstoff ausgerichtet.

    Spanien als Wasserstoff-Drehkreuz

    „Für uns besteht kein Zweifel daran, dass ein globaler Markt entstehen wird. Wasserstoff wird eine weltweit gehandelte Ware wie andere Rohstoffe auch“, sagte der McKinsey-Experte. Länder wie Australien, Chile, Saudi-Arabien sowie nordafrikanische Staaten seien im Begriff, dazu wesentliche Beiträge zu leisten. In Europa wird sich nach Einschätzung von Heid Spanien zum Wasserstoff-Drehkreuz entwickeln.

    Tatsächlich wurden zuletzt Projekte angekündigt, die darauf abzielen, in Südspanien in großem Stil Wasserstoffelektrolyse zu betreiben und den Wasserstoff über Pipelines in die industriellen Verbrauchszentren im Nordwesten des Kontinents zu exportieren.

    Mehr: Wasserstoffbedarf könnte sich bis 2070 versiebenfachen

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    1 Kommentar zu "Klimaneutralität: Von 80 auf 150 Milliarden Dollar: Investitionen in Wasserstoff steigen drastisch an"

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    • Obwohl der Herstellungsverfahren für Wasserstoff sehr teuer und vor allem hohen Energieaufwand kosten, wird diese Energie gefördert, Die günstigste und sauberste Alternativen zur Energienutzung ist die Neutrino Technologie. Der einstige BundesVerkehrsminister a.D., Prof. KRAUSE veröffentlichte dazu kürzlich: "Das ewige Licht - Der Beginn eines neuen Zeitalters"  Er begründet eindringlich, die günstigste und sauberste Variante der Energienutzung basiert auf Neutrino Technologie. Eine mobile und dezentrale Energienutzung über die Neutrinovoltaic kann jetzt möglich werden, denn sie wird die Photovoltaik ergänzen und ablösen, denn sie kann auch in vollkommener Dunkelheit Energie wandeln. Die Patente der Berliner Neutrino Energy Group sind bereit. Die Einführung der Neutrinovoltaik zur Gewinnung von elektrischem Strom unter dem Einfluss verschiedener elektromagnetischer Strahlung, einschließlich hochenergetischer kosmischer Neutrinos basiert auf neueste Forschungsergebnisse. Die auf Neutrinovoltaik-Technologie basierenden DC-Neutrinoquellen sind sehr kompakt und wetterunabhängig, erzeugen in einem Grundmodus 24h x 365 Tage Strom und können in Gerätegehäuse oder sogar in Elektroautos eingebaut werden. Mobile, dezentrale Haushaltsenergie und unendliche Reichweite für die Elektromobilität. Unsere Industrie und Gesellschaft  muss neue Verfahren und Patente jetzt Einführen, damit sie zukünftig besser überlebt. In vielen Bereichen wird das machbar sein. Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften hatte bereits im Januar 2021 in einer  von Daimler Benz beauftragten Studie die Effizienz der Technologie und  die im Patent deklarierten Eigenschaften der "Neutrino-Voltaik" bestätigt - das macht Mut, jetzt Anfang zu machen.

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