Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Klimaschutz Umweltministerium geht bei Klimaschutzgesetz in die Offensive

Der Klimaschutz war bei der Europawahl das Top-Thema. Union und SPD tun sich aber schwer, eine gemeinsame Linie zu finden. Die SPD prescht nun vor.
1 Kommentar
SPD: Umweltministerium geht bei Klimaschutzgesetz in die Offensive Quelle: dpa
Svenja Schulze

Die Bundesumweltministerin will ein neues Klimagesetz vorantreiben.

(Foto: dpa)

Berlin Einen Tag nach dem Debakel der SPD bei der Europawahl geht Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) beim umstrittenen Klimaschutzgesetz in die Offensive. Schulze sagte am Montag der Deutschen Presse-Agentur: „Seit Februar warte ich auf eine Rückmeldung der Union auf unseren Entwurf für ein Klimaschutzgesetz. CDU und CSU haben bis jetzt leider nur gesagt, was sie alles nicht wollen. Jetzt ist es Zeit, den nächsten Schritt zu gehen.“ Als Ressortchefin für Klimaschutz könne sie nicht länger auf die Befindlichkeiten in der Union Rücksicht nehmen.

Das Umweltministerium leitete am Montag die Ressortabstimmung zum Klimaschutzgesetz ein. Bisher lag der Entwurf zur sogenannten Frühkoordinierung im Kanzleramt.

Schulze sagte mit Blick auf die Europawahl, die Bürger hätten klar zum Ausdruck gebracht, dass ihnen der Klimawandel Sorgen mache. „Sie wollen, dass die Regierung endlich handelt und wirksame Maßnahmen gegen den Klimawandel beschließt. Die Europawahl hat mich in meiner Überzeugung gestärkt, dass dieses Thema nicht auf die lange Bank geschoben werden darf.“ Vertagen sei keine Option. „Ich kann es jedenfalls nicht verantworten, hier noch mehr Zeit zu verlieren.“

Die Koalitionspartner Union und SPD haben bei der Europawahl historisch schlecht abgeschnitten. Am Mittwoch tagt zum nächsten Mal das Klimakabinett der Bundesregierung. Die zuständigen Ministerien sollen Vorschläge liefern, wie Klimaziele erreicht werden können.

Schulze hatte im Februar einen Entwurf für ein Klimaschutzgesetz ans Kanzleramt geschickt. Sie will per Gesetz regeln, um wie viel Bereiche wie Verkehr, Industrie oder Landwirtschaft ihren Treibhausgas-Ausstoß Jahr für Jahr senken müssen, damit Deutschland sein Klimaschutzziel für 2030 einhält. Konkrete Maßnahmen dafür festzulegen überlässt sie in ihrem Entwurf den Fachressorts. Dagegen gibt es erhebliche Proteste in der Union.

„Mit dem Klimaschutzgesetz setzen wir in Deutschland erstmals einen dauerhaft verbindlichen Rahmen“, sagte Schulze. „Diese Verbindlichkeit brauchen wir dringend.“ Das Klimaschutzgesetz könne aber kein Ersatz für andere Maßnahmen sein, die im Klimakabinett diskutiert werden müssten. „Das Klimaschutzgesetz steht nicht im Widerspruch zu einzelnen, derzeit im Klimakabinett zu diskutierenden Lösungen, wie etwa CO2-Preisen.“

Umstrittene CO2-Steuer

Vor allem eine möglichen CO2-Steuer ist in der Koalition umstritten. Dies würde den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 etwa beim Autofahren und Heizen verteuern, damit die Menschen mehr auf den Klimaschutz achten und sparsame Autos und Heizungen gefördert werden. Schulze ist für eine CO2-Steuer, will aber zugleich einen sozialen Ausgleich.

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Joachim Pfeiffer sagte, nationale Alleingänge wie eine CO2-Steuer seien der falsche Weg. „Sinnvoll ist die Ausweitung des Emissionshandels auf europäischer Ebene auf weitere Sektoren wie Gebäude und Verkehr.“ Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion kritisierte zudem, die Klimadebatte in Deutschland sei alarmistisch: „Für viele ist der vermeintliche Klimaschutz offenbar zu einer Art Ersatzreligion geworden.“

Mehr: Volkparteien überzeugen das Volk immer weniger. Die Wähler haben Christdemokraten und Sozialisten abgestraft, während die Grünen und Liberalen profitieren.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Klimaschutz - Umweltministerium geht bei Klimaschutzgesetz in die Offensive

1 Kommentar zu "Klimaschutz: Umweltministerium geht bei Klimaschutzgesetz in die Offensive"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ja klar, schnelles, konsequentes Handeln JETZT erspart zu lange Jahre, die wir angeblich zu warten wollen, um endlich Emissionsfreie Energien zu nutzen, die als unendliche Ressourcen vorhanden sind. Dabei gibt es in Deutschland innovative Unternehmungen, die für die Energiewende revolutionäre neue Technologien bieten. Es liegen internationale, universitäre Forschungsergebnisse und Patente der Berliner Neutrino Energy Group bereit. Die Nutzung von Neutrino-Energy wird einen System Wechsel bewegen, weg von der Grosskraftwerk-Stromversorgung hin zur mobilen und dezentralen Haushaltsenergieversorgung. Seit der Vergabe des Nobelpreises für Physik 2015 für die Entdeckung der Masse von Neutrinos ist klar, das ist die Energiequelle der Zukunft mit unendlichem Potential. bieten. Jetzt endlich müssen die Politik und neue Gesetze die Weichen stellen, damit neue . Es wird mit Neutrino-Energy kabellose, selbstladende Telefone, Haushaltsgeräte und Elektro-Autos mit unendlicher Reichweite geben. Neutrino-Inside.com wird ein neues Zeitalter der Energienutzung mit der Neutrinovoltaic einleiten.

Serviceangebote