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Klimaschutzbericht 2018 Deutschland bleibt beim Klimaschutz im Rückstand

Deutschland verfehlt die Klimaziele laut Entwurf des Klimaschutzberichts 2018 noch deutlich. Die Umweltministerin hatte dies bereits im Sommer erwartet.
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Ein Entwurf des Klimaschutzberichts 2018 zeigt, dass Deutschlands Aufholjagd für das Klimaschutz-Ziel 2020 nicht ausreicht. Quelle: dpa
Klimaschutz

Ein Entwurf des Klimaschutzberichts 2018 zeigt, dass Deutschlands Aufholjagd für das Klimaschutz-Ziel 2020 nicht ausreicht.

(Foto: dpa)

Berlin Deutschland kommt beim Klimaschutz nicht so schnell voran wie geplant. Der vom Bundesumweltministerium vorausgesagte Rückstand auf das Klimaschutz-Ziel 2020 wird nicht kleiner, wie aus dem Entwurf für den Klimaschutzbericht 2018 hervorgeht.

Statt wie geplant 40 Prozent weniger Treibhausgase im Vergleich zu 1990 auszustoßen, schafft Deutschland trotz der bisher eingeleiteten zusätzlichen Maßnahmen wohl nur einen Rückgang von 32 Prozent – obwohl die gestiegenen Preise für den Emissionshandel in der EU den CO2-Ausstoß etwa im Energiesektor verteuern und dadurch 2,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente zusätzlich eingespart werden dürften.

Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Der Klimaschutzbericht soll aufzeigen, wie die Ende 2014 beschlossenen zusätzlichen Maßnahmen wirken, und ob Deutschland seinem Ziel näher kommt. Er ist in diesem Jahr wichtig für die Kohlekommission, die derzeit an einem Plan für den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung arbeitet.

Bis Anfang Dezember soll sie einen Zwischenbericht zu „Sofortmaßnahmen“ vorlegen, die Deutschland möglichst schnell an das 2020-Ziel bringen sollen. Dabei dürfte es vor allem darum gehen, Kohlemeiler vom Netz zu nehmen.

Dem Berichtsentwurf zufolge bringen die Maßnahmen des „Aktionsprogramms Klimaschutz“ aus dem Jahr 2014 eine Ersparnis von 41 bis 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente für das Jahr 2020. Im vorigen Bericht hatte die Bundesregierung noch mit einer Minderungswirkung von 40 bis 52 Millionen Tonnen gerechnet.

Problematisch bleibt demnach unter anderem der Verkehrssektor, hier wird mit einem geringen Rückgang der Emissionen bis 2020 gerechnet. Bei Pkw zeige sich, dass die Entwicklung der Fahrleistung höher und die Effizienzsteigerungen bei den Autos niedriger sei als angenommen.

Tatsächlich seien die Emissionen aus dem Verkehr in den vergangenen Jahren dadurch eher angestiegen. Es deute sich an, dass bis 2020 nur eine geringe Senkung der Emissionen des Verkehrssektors erreicht werden könne. Bei den Neuzulassungen von Autos gibt es nach wie vor einen Boom bei schweren SUV.

  • dpa
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