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Kliniken Charite-Pflegepersonal legt die Arbeit nieder

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen hat das Pflegepersonal an der größten Universitätsklinik Europas, der Berliner Charite, am Dienstag einen unbefristeten Streik begonnen. Die Schwestern und Pfleger wollen unter anderem erreichen, dass Ost- und Westberliner Mitarbeiter den gleichen Lohn erhalten.

HB BERLIN. Seit dem Morgen traten nach Angaben der Gewerkschaft Verdi rund 250 Pflegerinnen und Pfleger die Operationssäle des Charite-Haupthauses in Berlin Mitte und des Standortes Rudolf-Virchow im Westen Berlins in den Ausstand. Die Notfallversorgung sei aber sichergestellt, sagte Klinik-Sprecherin Kerstin Endele. Nach Angaben von Streikleiter Roland Tremper erklärte die Klinikleitung allerdings zahlreiche nicht akute Operationen zu Notfällen, um den Streik zu unterlaufen. „Auf Grund des massiven Drucks der Klinikleitung werden wir den Streik am Mittwoch auch auf den Campus Benjamin Franklin ausweiten,“ kündigte er an.

Mit dem Streik wollen die Pflegerinnen und Pfleger auf eine Übernahme des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes drängen, der eine Lohnerhöhung um 4,4 Prozent vorsieht. Seit 2002 werden die Verträge der Pfleger außertariflich vereinbart. Zu den Forderungen der Pfleger gehört auch der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und die Gleichstellung von Ost- und Westbeschäftigten. „Wir sind ein Haus - und trotzdem bekomme ich effektiv nur 82 Prozent des Westgehaltes,“ sagte ein Pfleger der Charite in Berlin Mitte. Das Universitätsklinikum hat nach eigenen Angaben 15 000 Mitarbeiter, darunter über 12 000 im Pflege- und im Verwaltungsbereich.

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