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Koalition schnürt Energie-Paket Kohleabgabe vom Tisch, dafür gehen Kraftwerke vom Netz

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Entscheidungen zum Netzausbau

Auch beim Thema Netzausbau wurde nach Angaben aus Regierungskreisen ein Durchbruch erzielt. Bestehende Netzengpässe sollten beseitigt und dauerhaft eine einheitliche Strompreiszone erhalten bleiben. Beim heftig umstrittenen Ausbau der Stromnetze habe es zwischen den drei Parteichefs eine „umfassende Verständigung“ gegeben, wie es nach dem mehr als fünfstündigen Spitzentreffen im Kanzleramt aus Regierungskreisen hieß. Statt auf Freileitungen setze man künftig stärker auf Erdkabel, so Gabriel. Daneben sollen bestehende Stromtrassen effizienter genutzt werden. „Das wird viele Bürgerinitiativen freuen“, sagte Gabriel.

Um Seehofer entgegenzukommen, sollen bei den großen neuen Nord-Süd-Stromautobahnen stärker als bisher vorgesehen bestehende Trassen genutzt werden. Auch sollen teure Erdkabel vorrangig verlegt werden, um den Widerstand von Anwohnern zu reduzieren. Konkrete Details dazu wollte Gabriel am Vormittag in Berlin vorstellen. Netzbetreiber fürchten durch mehr Erdkabel erhebliche Verzögerungen und Milliarden-Mehrkosten.

Was kostet uns der Atomausstieg?

Die betroffenen Netzbetreiber sind mit dem von den Spitzen der Regierungskoalition gefundenen Kompromiss zum Bau neuer Stromtrassen zufrieden. „Wir begrüßen den politischen Konsens für den Netzausbau. Dies bestätigt nicht zuletzt den vorhandenen Bedarf und damit die Notwendigkeit des Projektes“, sagte ein Sprecher von Amprion. Und eine Sprecherin von Tennet äußerte sich ähnlich: „Es ist sehr positiv, dass es nach der langen Phase der Unsicherheit jetzt eine politische Verständigung über den Bedarf von Gleichstromleitungen und vor allem Südlink gibt“, sagte sie und ergänzte „sehr wichtig ist es, dass die geplanten Anfang und Endpunkte bestätigt wurden. Ansonsten wäre eine komplette Neuberechnung nötig gewesen.“

Amprion und Tennet sind für zwei der größten und gleichzeitig umstrittensten Infrastrukturprojekte für die Energiewende verantwortlich. Amprion plant die Gleichstrompassage Südost, die Strom von Ostdeutschland nach Bayern bringen soll. Tennet ist gemeinsam mit TransnetBW für Südlink zuständig. Die längste geplante Leitung soll Strom aus Norddeutschland nach Süden bringen.

Auch abseits der offiziellen Aussagen sind die Netzbetreiber zufrieden: Das sei wirklich „gar nicht schlecht“ und mit „Augenmaß“ gemacht, heißt es in Kreisen. Bei der gewünschten Erdverkabelung sei zum Beispiel von „Vorrang“ die Rede, und alternative Routen sollen zwar geprüft werden, letztlich liege die Entscheidung aber bei der Genehmigungsbehörde. Natürlich mache die Erdverkabelung die Leitungen teurer, aber das zahlten letztlich die Verbraucher, sagte ein Branchenvertreter.

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16 Kommentare zu "Koalition schnürt Energie-Paket: Kohleabgabe vom Tisch, dafür gehen Kraftwerke vom Netz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wir brauchen in Deutschland keine Kraftwerke. Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose. Wir können ja den Atomstrom aus dem Ausland sehr viel billiger einführen.

  • Dass Stromnetze zunehmend unter die Erde kommen entspricht den technischen Möglichkeiten unserer Zeit und entspricht dem Wunsch der Bevölkerung.

    Dass an alten Dreckschleudern festgehalten wird, die mit dem zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren Energien völlig überflüssig sind, kann kaum jemand verstehen. Die Angst um Arbeitsplätze in einer Branche, die eh keine Zukunft hat, darf die Politik nicht von vernünftigen und zukunftsweisenden Entscheidungen abhalten. Dieser Fehler wurde im Ruhrgebiet in den 70er und 80er Jahren gemacht; mit katastrophalen Folgen für die ganze Region. In 35 Jahren wird es in Deutschland kein einziges Braunkohlekraftwerk mehr geben. Je schneller man sich von dieser „Brückentechnologie“ verabschiedet, desto besser. Neben den Erneuerbaren Energien wird es noch Gaskraftwerke und einige Kohlekraftwerke geben, die in den immer weiter schrumpfenden Zeiträumen aushelfen, wo die fluktuierenden Energien nicht ausreichen, genügend Strom zu liefern.

  • Guten Morgen Herr Fratscher!
    Wissen Sie, wenn man eine inkompatible Ideologie braucht, nur um eine andere ebenfalls offensichtlich inkompatible Ideologie am Leben zu halten, dann läuft offensichtlich etwas ganz verkehrt in deutsche Landen (Tschuldigung, wir sind ja alle Europäer).
    Die deutsche Form der Energiewende funktioniert genauso wenig wie die Form, in der wir derzeit versuchen europäische Rettungspolitik zu gestalten. Das sollte sich auch mittlerweile bis zu Ihrem Institut rumgesprochen haben.
    Was uns hier in beiden Fällen fehlt, sind glaubwürdige und vor allem funktionierende Konzepte. Die könnten dann auch als Vorbild für "die Welt" dienen. So können sie zwar auch als Vorbilder dienen, leider nur als solche, wie man es eben nicht machen sollte.

    Weil die Energiewende nicht funktioniert (keine Grundlastfähigkeit UND keine bezahlbare Sepichertechnologie ((obwohl das HB gestern ja wieder einen prima Propagandaartikel losgestossen hat zu Lindes Wasserstoffkonzept, leider gänzlich ohne Zahlen :-))) kann man die alten Kohlemeiler auch nicht so einfach verschrotten. Macht nix, die Kapazitätsprämie bezahlt doch wieder der Privatmann und der Staat erhebt auch auf diese Meisterleistung dann (für den Mehrwert!) Stromsteuer und Mehrwertssteuer - wenn auch nicht so viel wie mit der Kohle-Abgabe (was für ein Begriff :-)).
    Damit dürfte doch jeder zufrieden sein, oder? Die Versorger, der Gabriel und die Bürger auch.

    LG

  • Zitat: „Wer kann diesen Irrsinn erklären?“

    Ihren Irrtum kann jeder Klimainteressierte erklären. Es gibt keine Messreihe, die eine Stagnation der erdnahen Lufttemperaturen seit 1997 zeigt. Das ist eine Erfindung der Klimaleugner.

    http://www.ysbl.york.ac.uk/~cowtan/applets/trend/trend.html
    http://www.scilogs.de/klimalounge/keine-pause-nirgends/

  • Genau,
    Hofmann ist an allem schuld! Denn er ist einer, der Wahrheiten ausspricht und damit ein Ewig-gestriger, ein Anti-Europäer und ein....Na Sie wissen schon.... :-D

  • Ist doch egal.

    Deutschland will die Energiewende. (Die Deutschen wollen sie - wie in den Medien freudig zu lesen).

    Deutschland will die Willkommenskultur.

    Deutschland will den Gender Wahn.

    Deutschland will den EURO

    Deutschland will die Homosexualität als neue Heterosexualität

    Und alle wollen es, weil alle mitmachen müssen. Sonst drohen "Shitstorms" und Amts- und Arbeitsplatzverlust. Politische, berufliche und gesellschaftliche Degradierung, nein, die Vernichtung.

    Deutschland will BUNT, Deutschland ist BUNT, Deutschland ist BLUNA.


    Jetzt sind wir in gerade in der Manie der Energiewende. Sofort muss alles abgeschaltet werden. Mehr Windmühlen, mehr, mehr, mehr....

    Jetzt sind wir gerade in der Manie der "Willkommenskultur". Sofort muss alles rein ins Land. Mehr, mehr, mehr....

    Wir müssen noch toleranter, liberaler und degenerierter werden, Herr Hofmann.

    Haben Sie es denn noch immer nicht begriffen, dass Sie einer sind, der nicht ins System passt? SIE sind das Problem!

  • Herr Vogels,
    im übertragenen Sinne führt die Energiepolitik tatsächlich zu einer Art "Klimarettung" in Europa. Denn durch die vielen Milliarden, die mittlerweile über die Stromsteuer eingenommen werden, verfügt Deutschland über die Mittel zu allerlei Transferlesitungen, die unter der Rubrik "Rettungspolitik" zu verbuchen sind. Leider ist dieselbe genauso zum Scheitern verurteilt, wie jener Krampf, den man unter dem Label "Energiewende" dem Bürger aufzuschatzen versucht.

    Schauen Sie mal auf Seite 30 dieser Auswertung und beachten Sie das * (Alleine mwst. 8MRD, Gesamtsteuer fast 15 MRD):

    https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20140702-pi-steuern-und-abgaben-am-strompreis-steigen-weiter-de/$file/140702%20BDEW%20Strompreisanalyse%202014%20Chartsatz.pdf

    Und natürlich belasten hohe Energiepreise insbesondere die energieintensiven Unternehmen, die über kurz oder lang das Weite suchen werden. Kurioserweise wird die (durch das schrödersche Lohndumping) verursachte zu hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch die Energiewende wieder etwas eingefangen. Wobei man wiederum gerade die bluten lässt, die man vorher lohngedumpt hat. Früher gabs den Morgenthau-Plan, heute die Energiewende.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Morgenthau-Plan

  • Die deutsche Wirtschaft wächst zu stark, also wird politisch Kaufkraft abgeschöpft - ob aus Eigeninitiative oder von außer gewollt, kann ich nicht beantwortet.

    Technisch und ökologisch macht das Ganze keinen Sinn, die "Energiewende" kann man besten Falls theologisch erklären, als Ersatzreligion.

    Leider wird dadurch unsere Umwelt gefährdet - durch einen uneffektiven Kraftwerkspark mit derzeit einer Peakleistung, die das 4fache der benötigten Lastmenge ist, Monokulturen (Mais), Verbrennung von Nahrungsmitteln, "bird chopper=Vogelhäcksler" als Windkraftanlagen und vieles mehr.

  • Ich muß gestehen, daß ich angesichts der ungebremsten Zerstörungswut unserer Politik, die unter dem irreführenden Label "Klimaschutz" firmiert, einfach nicht die Motive hinter dieser Wahnsinnspolitik erkennen kann.

    Seit 1997 ist der Durchschnitt der gemessenen Temperaturen global nicht gestiegen. In diesem Zeitraum jedoch ist die CO2-Konzentration von etwa 380 ppm auf etwa 400 ppm angestiegen. Trotz höherer CO2-Konzentration gibt es also keine Erwärmung. Damit hat die Erde selbst alle Hypothesen über einen Zusammenhang von Erderwärmung und CO2 widerlegt.

    Eigentlich kann also kein Mensch, der logisch denken kann, an eine menschenverursachte Erderwärmung durch CO2 glauben. Es handelt sich um einen widerlegten Irrglauben.

    Und dennoch zerstört die Politik die energiewirtschaftlichen Grundlagen unserer Industrie und vernichtet Hunderttausende von wertschöpfenden Arbeitsplätzen.

    Wer kann diesen Irrsinn erklären?

  • Immer wenn ich Artikel über die Stromerzeugung lese habe ich ein schlechtes Gefühl. Wenn man dann etwas in die Tiefe geht kommt, der Verbraucher zahlt
    für jeden Blödsinn und eine Milliarde nach der anderen wird fehlgeleitet.
    Man kann nur hoffen, daß die Wirtschaft das aushält.

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