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Wirtschaftsminister Gabriels Klimaabgabe für Kohlekraftwerke ist gescheitert. Doch einige Kraftwerke gehen vom Netz. Die Koalition einigte sich in zentralen energiepolitischen Fragen – und enttäuschte Umweltschützer.

Kommentare

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  • Wir brauchen in Deutschland keine Kraftwerke. Bei mir kommt der Strom aus der Steckdose. Wir können ja den Atomstrom aus dem Ausland sehr viel billiger einführen.

  • Dass Stromnetze zunehmend unter die Erde kommen entspricht den technischen Möglichkeiten unserer Zeit und entspricht dem Wunsch der Bevölkerung.

    Dass an alten Dreckschleudern festgehalten wird, die mit dem zunehmenden Ausbau der Erneuerbaren Energien völlig überflüssig sind, kann kaum jemand verstehen. Die Angst um Arbeitsplätze in einer Branche, die eh keine Zukunft hat, darf die Politik nicht von vernünftigen und zukunftsweisenden Entscheidungen abhalten. Dieser Fehler wurde im Ruhrgebiet in den 70er und 80er Jahren gemacht; mit katastrophalen Folgen für die ganze Region. In 35 Jahren wird es in Deutschland kein einziges Braunkohlekraftwerk mehr geben. Je schneller man sich von dieser „Brückentechnologie“ verabschiedet, desto besser. Neben den Erneuerbaren Energien wird es noch Gaskraftwerke und einige Kohlekraftwerke geben, die in den immer weiter schrumpfenden Zeiträumen aushelfen, wo die fluktuierenden Energien nicht ausreichen, genügend Strom zu liefern.

  • Ich muß gestehen, daß ich angesichts der ungebremsten Zerstörungswut unserer Politik, die unter dem irreführenden Label "Klimaschutz" firmiert, einfach nicht die Motive hinter dieser Wahnsinnspolitik erkennen kann.

    Seit 1997 ist der Durchschnitt der gemessenen Temperaturen global nicht gestiegen. In diesem Zeitraum jedoch ist die CO2-Konzentration von etwa 380 ppm auf etwa 400 ppm angestiegen. Trotz höherer CO2-Konzentration gibt es also keine Erwärmung. Damit hat die Erde selbst alle Hypothesen über einen Zusammenhang von Erderwärmung und CO2 widerlegt.

    Eigentlich kann also kein Mensch, der logisch denken kann, an eine menschenverursachte Erderwärmung durch CO2 glauben. Es handelt sich um einen widerlegten Irrglauben.

    Und dennoch zerstört die Politik die energiewirtschaftlichen Grundlagen unserer Industrie und vernichtet Hunderttausende von wertschöpfenden Arbeitsplätzen.

    Wer kann diesen Irrsinn erklären?

  • Zitat: „Wer kann diesen Irrsinn erklären?“

    Ihren Irrtum kann jeder Klimainteressierte erklären. Es gibt keine Messreihe, die eine Stagnation der erdnahen Lufttemperaturen seit 1997 zeigt. Das ist eine Erfindung der Klimaleugner.

    http://www.ysbl.york.ac.uk/~cowtan/applets/trend/trend.html
    http://www.scilogs.de/klimalounge/keine-pause-nirgends/

  • Guten Morgen Herr Fratscher!
    Wissen Sie, wenn man eine inkompatible Ideologie braucht, nur um eine andere ebenfalls offensichtlich inkompatible Ideologie am Leben zu halten, dann läuft offensichtlich etwas ganz verkehrt in deutsche Landen (Tschuldigung, wir sind ja alle Europäer).
    Die deutsche Form der Energiewende funktioniert genauso wenig wie die Form, in der wir derzeit versuchen europäische Rettungspolitik zu gestalten. Das sollte sich auch mittlerweile bis zu Ihrem Institut rumgesprochen haben.
    Was uns hier in beiden Fällen fehlt, sind glaubwürdige und vor allem funktionierende Konzepte. Die könnten dann auch als Vorbild für "die Welt" dienen. So können sie zwar auch als Vorbilder dienen, leider nur als solche, wie man es eben nicht machen sollte.

    Weil die Energiewende nicht funktioniert (keine Grundlastfähigkeit UND keine bezahlbare Sepichertechnologie ((obwohl das HB gestern ja wieder einen prima Propagandaartikel losgestossen hat zu Lindes Wasserstoffkonzept, leider gänzlich ohne Zahlen :-))) kann man die alten Kohlemeiler auch nicht so einfach verschrotten. Macht nix, die Kapazitätsprämie bezahlt doch wieder der Privatmann und der Staat erhebt auch auf diese Meisterleistung dann (für den Mehrwert!) Stromsteuer und Mehrwertssteuer - wenn auch nicht so viel wie mit der Kohle-Abgabe (was für ein Begriff :-)).
    Damit dürfte doch jeder zufrieden sein, oder? Die Versorger, der Gabriel und die Bürger auch.

    LG

  • Herr Vogels,
    im übertragenen Sinne führt die Energiepolitik tatsächlich zu einer Art "Klimarettung" in Europa. Denn durch die vielen Milliarden, die mittlerweile über die Stromsteuer eingenommen werden, verfügt Deutschland über die Mittel zu allerlei Transferlesitungen, die unter der Rubrik "Rettungspolitik" zu verbuchen sind. Leider ist dieselbe genauso zum Scheitern verurteilt, wie jener Krampf, den man unter dem Label "Energiewende" dem Bürger aufzuschatzen versucht.

    Schauen Sie mal auf Seite 30 dieser Auswertung und beachten Sie das * (Alleine mwst. 8MRD, Gesamtsteuer fast 15 MRD):

    https://www.bdew.de/internet.nsf/id/20140702-pi-steuern-und-abgaben-am-strompreis-steigen-weiter-de/$file/140702%20BDEW%20Strompreisanalyse%202014%20Chartsatz.pdf

    Und natürlich belasten hohe Energiepreise insbesondere die energieintensiven Unternehmen, die über kurz oder lang das Weite suchen werden. Kurioserweise wird die (durch das schrödersche Lohndumping) verursachte zu hohe Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands durch die Energiewende wieder etwas eingefangen. Wobei man wiederum gerade die bluten lässt, die man vorher lohngedumpt hat. Früher gabs den Morgenthau-Plan, heute die Energiewende.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Morgenthau-Plan

  • Die deutsche Wirtschaft wächst zu stark, also wird politisch Kaufkraft abgeschöpft - ob aus Eigeninitiative oder von außer gewollt, kann ich nicht beantwortet.

    Technisch und ökologisch macht das Ganze keinen Sinn, die "Energiewende" kann man besten Falls theologisch erklären, als Ersatzreligion.

    Leider wird dadurch unsere Umwelt gefährdet - durch einen uneffektiven Kraftwerkspark mit derzeit einer Peakleistung, die das 4fache der benötigten Lastmenge ist, Monokulturen (Mais), Verbrennung von Nahrungsmitteln, "bird chopper=Vogelhäcksler" als Windkraftanlagen und vieles mehr.

  • Immer wenn ich Artikel über die Stromerzeugung lese habe ich ein schlechtes Gefühl. Wenn man dann etwas in die Tiefe geht kommt, der Verbraucher zahlt
    für jeden Blödsinn und eine Milliarde nach der anderen wird fehlgeleitet.
    Man kann nur hoffen, daß die Wirtschaft das aushält.

  • @Chris Berg
    Das Thema (Produkt) billige und zuvelässige Strom- und Energieerzeugung und Verteilung ist in unserer Gesellschaft der Zentrale Punkt, der uns erst den Wohlstand und eine soziale Struktur ermöglich. Das Wirtschaftswachstum für unseren Wohlstand in Deutschland ist nur auf Basis einer wirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu erreichen. Diese wirtschaftliche Wertschöpfungskette bedarf hier einer Grundlastfähigen Stromerzeugung/Verteilung auf Basis eines Energieträger, der billig und zuverlässig die Arbeit/Energie für unsere Wirtschaft und damit für unseren Wohlstand liefert. Und dies kann eben nur der Energieträger Kohle, Gas, Oel oder Uran liefern. Oder einen gesunden Mix aus allen vier Energieträgern oder, wenn man CO2 frei liefern will, dann am besten mit der Kernkraft.
    Somit ist das Thema "Energie/Strom" bei jeden anderen Wirtschafts- und Sozialthema in unserer Gesellschaft ein zentralss Thema. OHNE billige und zuverlässig Energie/Strom funktioniert nämlich unsere moderen Wohlstandswelt überhaupt nicht mehr und wir müssen uns wieder auf die Stufe eines Dritte-Welt-Land zurück begeben.

  • Zitat:
    "„Gabriel muss sein kluges Konzept des Klimabeitrags zu Grabe tragen. Stattdessen vergoldet die Bundesregierung die Stilllegung einer Hand voll Dreckschleudern von RWE, Vattenfall und Mibra.“"

    Dann soll man den Versorgern doch einfach erlauben, diese Kraftwerke endgültig stillzulegen und abzureissen. Warum erlaubt man das den Versorgern wohl nicht, Frau Bulling-Schröter. Und ein "kluges Konzept" war es meiner Meinung nach auch nicht, da die Konzerne die erworbenen CO2-Zertifikate auf den Markt geworfen hätten und dann wäre das CO2 ganz einfach an einem anderen Ort in der EU emittiert worden. Aber was ich nicht weiss.......

    22 Mio Tonnen hört sich erst mal nach unglaublich viel an.- Tatsächlich sind es nur 0,06% der globalen CO2-Emissionen im Volumen von 35.300 Mio Tonnen.

    Insofern kann man es wenden wie man will, diese Massnahme war von vorneherein ein klimatechnischer Nullinger. selbst wenn die 22 Mio Tonnen eingespart worden wären. Symbolpolitik pur! Und Deutschland schiesst sich ja schon lange bei jeder Gelegenheit mit Vorliebe selbst ins Knie!

    "Global CO2 emissions reached a new high of 35.3 billion tonnes (Gt) CO2 (Figure 2.1) in 2013, which is an increase of 0.7 Gt or 2.0% compared to the previous year."

    Quelle:
    http://edgar.jrc.ec.europa.eu/news_docs/pbl-2014-trends-in-global-co2-emissions-2014-report-93171.pdf

Mehr zu: Koalition schnürt Energie-Paket - Kohleabgabe vom Tisch, dafür gehen Kraftwerke vom Netz