Kommentar Es bebt im Ländle - und Merkel wackelt

Das Beben in Japan hat auch Baden-Württemberg erschüttert, eine rot-grüne Regierung ist in greifbarer Nähe. Verliert die CDU hier ihre Macht, hat das Auswirkungen bis nach Berlin.
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Seit dem 30. September 1953 regiert die CDU in Baden-Württemberg. Zwei ganze Jahrzehnte lang, von 1972 bis 1992, musste sie die Macht nicht einmal teilen. Die Partei hatte sie regelrecht abonniert.

Und nun muss ausgerechnet der Machtmensch Stefan Mappus fürchten, von den Wählern im Südwesten aus der Villa Reitzenstein gejagt zu werden. Den Aufruhr um das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 schien er dank der Schlichtung durch Heiner Geißler gerade halbwegs überstanden zu haben, da kam das Beben in Japan mit seinen verheerenden Folgen auch für das Kernkraftwerk Fukushima. Vielfach war danach vom Ende der Gewissheiten die Rede.

Das Ende der Gewissheiten ist auch für Baden-Württemberg gekommen - im politischen Sinne. Denn früher Das Bebenstand schon vor der Wahl fest, wer sie gewinnt.

Aber die Schockwellen aus Japan reichten bis nach Deutschland und zwangen den einstigen Atomkraftvorkämpfer Mappus zu einer abrupten Kehrtwende. Glaubwürdiger ist da der Kurs der Grünen, die seit jeher Gegner der Atomkraft sind. Das könnte die entscheidenden Prozentpunkte bringen, nachdem sie zuvor schon vom Protest gegen Stuttgart 21 profitiert haben. Es ist allein ihre Stärke, die Mappus als Ministerpräsidenten in Gefahr bringt. Zusammen mit der SPD, die ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis im Südwesten – wenn überhaupt - nur mit Mühe übertreffen dürfte, könnten die Grünen eine Regierungskoalition bilden.

Darauf läuft es erst recht hinaus, falls das fast Unvorstellbare passiert und die FDP in ihrem Stammland an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Laut den Umfragen ist das durchaus möglich.

Die Liberalen und die Union stemmen sich mit aller Kraft gegen die Niederlage. Die Parteiprominenz ist auffallend häufig im Südwesten. Allein FDP-Frontmann Guido Westerwelle kommt im Wahlkampf zehnmal, auch CDU-Chefin Angela Merkel ist Dauergast.

Wenn die schwarz-gelbe Landesregierung die Wahl am Sonntag trotzdem verlieren sollte, wird das ein Beben auslösen, das auch die Bundesregierung erschüttern wird. Die Niederlage würde Erinnerungen an den Machtverlust der SPD in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2005 wecken, in deren Folge es zu vorgezogenen Bundestagswahlen und dem Ende von Gerhard Schröders Kanzlerschaft kam. Es wäre der GAU für Angela Merkels Bündnis – der größte anzunehmende Unfall. Das zumindest ist gewiss.

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15 Kommentare zu "Kommentar: Es bebt im Ländle - und Merkel wackelt"

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  • Es sei ihn meine toleranz versichert. So wie es keine wahrheit gibt sonst müsste sie reals sein so gibt es keine negativen/positiven erfahrungen.es gibt nur wirklichkeit.alles andere geht in göttliche.Kurz noch wer für Akws ist muss sagen wie er 18 millionen evakuieren kann in wenigen stunden. Gerade in Bayern darf man esst wieder in 300 jahren eine wildsau auf den teller legen wo war die wolke? Cäsium 137.von Plutonium will ich garnicht anfangen.so ab 20 ig mal hiroschima war meine komische waffe geladen.einfach nur abartig

  • Werter Morchel, bitte nicht gleich die Contenance verlieren! Sollte Ihnen das Leben negative Erfahrungen beschert haben, so bringe ich gerne Verständnis für Sie auf. Unbeschadet dessen, kann ich Ihnen mit dem Dienen auch dienen! ....... auch wenn es schon ein paar Jährchen her ist!
    Mit kameradschaftlichen Gruß
    Prinz E. Hptm d.R.

  • @morchel
    Ich nehme an C. Meyer ist ein hintergründiger Ironiker der prinzeugen eine Frage stellt, die diesen ein wenig ins Grübeln und Nachdenken bringt, um seinen "Geist" auf diese Weise etwas unter "Dampf" zu setzten.

  • @C.Meyer:

    .... wenn es Ihnen lediglich um die Person Merkel oder Westerwelle geht, da bin ich wie viele Christdemokraten wohl ganz bei Ihnen! Aber nicht um den Preis eines Linksruckes in Deutschland! Der Wähler sollte sich wieder mehr am politschen Couleur orientieren und nicht eine Personenwahl vollziehen ...... es geht hier schließlich nicht um Gemeinderatswahlen! Heute rechts, morgen links. Das ist für mich nicht nachvollziehbar! Ökostalinisten und Pro-Mirgranten sind kein geeignetes Protestventil!

  • seit wann ist prinzeugen gut für hintergründiges denken ? der ist schon bei Gutti gescheitert. So zum selbstschutz da wäre ich nicht so vorlaut stell dir vor ich wurde im realen leben geprägt und bestimmt kein armleuchter wie prinz eugen,gedient hab ich auch noch und stell dir vor da gabs auch tote. Ja nach welcher rechtschreibe refoooorm soll ich schreiben Schiffffffffffffffffffahrt.Nur Gutti darf sich äussern und prinns eugen die haben beide studiert was auch immer. In BW arbeiten sie bestimmt als Hausmeister im AKW zur grünen lunge wechseltst immer noch die brennstäbe mit lederhandschuh ? ansonsten werd erwachsen und komm dann wieder. In meiner bude beim Milllitäär wärst du die nummer ein beim singen.

  • Häberle und Pfleiderer würden sich heute darin einig sein, daß diese Regierung, die so sinnlos ihr schwer erarbeitetes Geld verschludert und so hemmungslos lügt, weg muß!
    Häberle`s und Pfleiderer`s Lieblingsplatz war die Gartenbank im GRÜNEN, wo sie oft in Gedanken versunken nur ein jaa-jaa austauschten. Heute würden sie nun doch bei so viel Schande mit dem Kopf schütteln und das heißt nein-nein.
    Die Wähler in B-W konnten bereits feststellen, daß nach Abschaltung der Reaktoren nicht ein Licht ausging. Aber was ist mit dem Lieblingsplatz in Mutter Natur, wenn alles verstrahlt ist?
    Nein so viel Opfer kann man für Merkel und Mappus nicht aufbringen.
    Es geht nämlich auch anders und als Schwabe spart man ohnehin intelligent:
    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/195/2/

  • @prinzeugen
    Da Sie gut informiert sind und politische Hintergründe recherchieren auch an Sie die Frage. Warum schießt Herr Kohl Frau Merkel 2 Tage vor der BW-Wahl in den Rücken?

  • @ alle Hochdeutschen, grün-rote und wirtschaftliche Selbstvernichter zur Verinnerlichung:

    Baden-Württemberg zählt zu den wirtschaftsstärksten und wettbewerbsfähigsten Regionen Europas. Insbesondere im Bereich der industriellen Hochtechnologie sowie Forschung und Entwicklung gilt Baden-Württemberg als die innovativste Region der EU. Die Forschungsstärke spiegelt sich in den Ausgaben für Forschung und Entwicklung wider, welche 2005 bei 4,2 % des BIP liegen, der höchste Wert unter den EU-Regionen. Gemessen am BIP gehört Baden-Württemberg zu den wohlhabenderen Regionen der EU mit einem Index von 128,8 (EU27: 100, Deutschland: 115,2). Die Arbeitslosenquote von 4,6 % (September 2010) ist nach Bayern die zweitniedrigste in Deutschland.

  • @ (Stink-)Morchel: ........... sofern Sie in absehbarer Zeit mal einen zusammenhängenden Satz (nicht nur grammatikalisch, sondern auch inhaltlich!) auf die "Matte" bringen, können Sie sich gerne wieder äußern! Ansonsten sind Sie zum Selbstschutz gut beraten, einfach mal die Kla.... zu halten!

  • prinz eugen wie immer ne lachnummer,nicht gedient lustig daherschwafeld und von nichts ne ahnung. Länderfinanzausgleich da haben die bayern garnicht genug hier geschrien.diese sachsen da wohnen die geister die lassen was wachsen.und der strauss erst noch mit der fleischfabrik und seiner DDR.Golokowski komm schnell zu uns wir retten dich oje in Bayern Zahlt den länderfinanzausgleich zurück und spendet für die Mauertoten. Ehre wem ehre gebürt.Honi wiviel Kredit brauchste,naja der russe nmmt auch was,okay ich schaumal was geht. Der Bayer ist ein prima mensch nur prinz schau wie überall auf der welt sollte man sich nicht mit Dr.titel abgeben wenn sie nicht ja wenn sie nicht. Was machen so die erfolgreichen LB-bei euch so.kommen die immer noch ohne rettungsschirm aus.

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