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Kommentar zum Grenzstreit Der bayerische Löwe brüllt vergeblich

CSU-Chef Seehofer schimpft auf Österreichs Flüchtlingspolitik und wettert über die Regierungschefs Merkel und Faymann. Doch das Murren aus München wird verhallen – nicht zuletzt, weil die Polemik sachlich unbegründet ist.
27.10.2015 - 15:42 Uhr 90 Kommentare

Beamte an der deutsch-österreichischen Grenze sind massiv überfordert

Wien Die rustikale Art der Bayern sind die Österreicher schon lange gewohnt. Deshalb ist die lautstarke Kritik des weiß-blauen Ministerpräsidenten Horst Seehofer an der angeblich miserablen Koordination an der Grenze zum rot-weiß-roten Alpenland für die Regierung in Wien keine Überraschung.

Spitze Zunge behaupten ohnehin, dass der Freistaat immer mehr in Richtung „Orbánistan“ abdrifte, nachdem Seehofer kürzlich den Umgang von Ungarns rechtspopulistischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán zu einer Art Musterbeispiel auserkoren hatte.

Der Autor ist Korrespondent für Südosteuropa. Sie erreichen ihn unter: siebenhaar@handelsblatt.com
Hans-Peter Siebenhaar

Der Autor ist Korrespondent für Südosteuropa. Sie erreichen ihn unter: [email protected]

Dass Seehofer ausgerechnet nach „Mutti“ alias Angela Merkel ruft, löst in der Donaumetropole nur ein müdes Lächeln aus. Die deutsche Kanzlerin wird der rot-schwarzen Regierung wohl kaum die Leviten lesen. Denn Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann zieht auf der internationalen Bühne mit Merkel an einen Strang.

Der sozialdemokratische Amtskollege aus Wien gilt als einer der engsten Verbündeten der Kanzlerin, wenn es darum geht, die Osteuropäer zum Einlenken bei der Aufnahme von Flüchtlingen zu bewegen. Beide sind sich einig, dass rigide Grenzkontrollen nach dem Modell Ungarns das Problem nicht aus der Welt schaffen, sondern nur verlagern.

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    Seehofer und die CSU haben es geschafft, das Verhältnis zu Österreich auf einen neuen Tiefpunkt zu bringen. Schon die von der CSU initiierte Ausländermaut auf Deutschlands Straßen wurde als verkehrspolitische Ohrfeige des weiß-blauen Nachbars empfunden.

    Auch die bayerische Kritik an den Flugrouten des Salzburger Flughafens nervte die Österreicher. Von dem Milliardenstreit um die Klagerfurter Hypo Alpe Adria ganz zu schweigen. Und nun auch noch das Flüchtlingsproblem.

    Österreich nimmt so viele Flüchtlinge auf wie sonst kein Land
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    90 Kommentare zu "Kommentar zum Grenzstreit: Der bayerische Löwe brüllt vergeblich"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "Liebe Leser. Die Kommentarfunktion ist geschlossen. Leserbriefe und interessante Beiträge zur Debatte nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen. Beste Grüße aus der Redaktion.“

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Soeben meldet mir das Kanzleramt , daß das Wort Krise auf dem Index steht .
      Die Einladung wurde bestätigt , aber es gehe um einen neuen Haarschnitt für beide Gäste .

    • Ich glaube das da nicht viel geplant war sondern nach Merkelscher Manier aus dem Bauchgefuehl herraus einfach mal eine Einladung an die ganze Welt verschickt wurde. Es mag dennoch seien das was Sie schreiben zutrifft, aber offensichtlich lassen sich die Nachbarn nicht fuer dumm verkaufen wie die juengsten Wahlergebnisse in Polen bestaetigen.
      Merkels Diletantismus duerfte Le Pen in Frankreich weiter Auftrieb geben. Auch Wilders in den Niederlanden erfreut sich hervoragender Umfrageergebnisse die ihn zur Zeit als staerkste Kraft im Land sehen. Was besseres als Merkel konnte den Rechtspopulisten wirklich nicht geschehen. Schaun'mer mal.

    • Der Zensor will anders aber er kann es nicht.

    • Da muß ich doch schon wieder lachen, (...)lädt man vor aber doch nicht ein.

      Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Mein Kommentar war sachlich bis an die Schmerzgrenze.

      Unsachlich ist seine Löschung.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Ab einem Punkt kann man eigentlich nicht tiefer sinken aber offenbar geht es bei Schreiberlingen doch.

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